,,A single man" erzählt die Geschichte des homosexuellen Universitätsprofessors George Falconer.Mittlerweile alterstechnisch im Herbst seines Lebens angelangt und etwas verloren im Kalifornien der frühen Sechziger kämpft George sich seit dem plötzlichen Tod seines Lebensgefährten durch den Alltag.Der einzige Tag, den der Leser mit George erlebt, zeigt viele seiner Empfindungen, Gedanke, Schmerzen und Lebensumstände. Es ist schmerzhaft und zugleich unglaublich intim, mitzuerleben, wie ein Mensch alleine den Lebensabend verbringen muss, der so komfortabel mit dem Partner geplant war. ,,A single man" bringt das so intensiv und ehrlich herüber, wie man es kaum woanders erlebt. Man durchlebt mit George die Alltagssituationen, in denen er nur noch ,,stoisch" funktioniert, aber auch die, wo er ernsthafte Versuche anstellt, sich aus dem melancholischen Trott zu befreien - sei es durch Alkohol, Gespräche mit einem jungen Studenten oder das Treffen mit der besten Freundin.Und doch fühlt man genau so wie George, wie verspottet sich ein zu tiefst betrübter Mensch fühlt, wenn sie Welt sich einfach weiterdreht, ungeachtet von dem, was man durchleben muss. Und doch nimmt man aus Georges Gedanken und Erfahrungen etwas für sich selber mit, das seltsam erbaulich ist.,,A single man" ist eine großartige Charakterstudie, die ihresgleichen sucht.