Der Anfang: »Das ist Ada. Sie mag wie ein normales kleines Mädchen aussehen, aber die Wahrheit ist, dass Ada die Welt verändert hat.«Dieses Bilderbuch erzählt die Geschichte von Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace, besser bekannt als Ada Lovelace, geboren am im Dezember 1815 – die Frau, die Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen mit ihrem Freund Charles Babbage ein komplexes Rechenprogramm entwickelte. Sie nannte es »Analytical Engine«. Wer kennt Lord Byron? Von diesem schwierigen Typ hat fast jeder mal gehört, einer der berühmtesten englischen Literaten und Dichter. Und wer kennt Ada Lovelace? Fast niemand. Schon mal etwas von der hochkomplexen Programmiersprache Ada gehört? Was hat Lord Byron mit einer Programmiersprache zu tun? Er war der Vater von Ada Lovelace, der Erfinderin des ersten Computers. Die Programmiersprache Ada wurde ihr zu Ehren so benannt. Doch kaum ein Mensch kennt Ada Lovelace. Das soll sich mit diesem Buch ändern.Bereits als Kind ist sie wissbegierig, liest, wie auch ihre Mutter, alle Bücher der Bibliothek ihres Vaters, des skandalumwitterten Dichters Lord Byron. Adas Mutter holt Wissenschaftler ins Haus, um Ada unterrichten zu lassen. Das Mädchen liebt es, Rätsel und mathematische Probleme zu lösen. 1834 heiratete Ada Byron William King, den 8. Baron King, der 1838 zum 1. Earl of Lovelace erhoben wurde. Auch er war an Mathematik interessiert. Er ließ sich ihr zuliebe in die Royal Society aufnehmen, da Frauen zu dieser Zeit der Zutritt zu Bibliotheken und Universitäten untersagt war. Dort schrieb er Bücher und Aufsätze für Ada ab. Leider wird das im Buch nicht erwähnt.Zusammen mit ihrem ehemaligen Lehrer, später gutem Freund, dem Mathematiker Charles Babbage, entwickelt sie die »Analytische Maschine«, den Vorläufer der heutigen Computer. Eine Maschine, die mit Lochkarten gefüttert wird. Ada Lovelace schreibt 1843: »Die Maschine kann [nur] das tun, was wir ihr zu befehlen vermögen, sie kann der Analyse folgen. Sie hat jedoch keine Fähigkeit zur Erkenntnis analytischer Verhältnisse oder Wahrheiten.« Ada Lovelace wird als die erste Programmiererin der Welt betrachtet, bzw. als Erfinderin der Programmiersprachen schlechthin.Der Text ist kindgerecht aufgearbeitet, mit sehr kurzen Texten. Ein klein wenig mehr Information wäre sicher nicht schädlich gewesen, da dies Buch vom NordSüd Verlag für das Alter ab fünf Jahren ausgerichtet ist. Im Anhang gibt es aber noch eine detailliertere Biografie von Ada Lovelace. Mir gefällt es, dass eine so wichtige Frau, die leider heute selten erwähnt wird, in einem Buch präsentiert wird. Die Frau, die den ersten Computer entwickelte und damit die ganze Welt revolutionierte, das Computerzeitalter einleitete. Ihr zu Ehren wurde der Ada-Lovelace-Tag eingerichtet, an dem weltweit Wissenschaftlerinnen gefeiert werden, um zu würdigen, welchen Stellenwert auch Frauen in dieser Disziplin haben, junge Frauen ermutigen wollen, es ihnen gleich zu tun. Der Ada Lovelace Award der Association for Woman Computing zeichnet Frauen aus, die sich in der Informatik mit besonderen Entwicklungen ausgezeichnet haben.Die Zeichnungen, die mit Stiften gezeichnet sind, wirken zurückhaltend in den Farben: Braun- und Grautöne, ein wenig Königsblau, viele Freiflächen sind ausgespart. Und wenn man genau hinschaut, findet man auf jeder Seite Symbole der Mathematik: Teppichmuster, karierte Kleider, Sofakissen, überall wird auf Geometrie Wert gelegt, diese herausgestellt. Insgesamt ein feines Bilderbuch. Es war für den »Nachwuchspreis Illustration 2019« nominiert. Aufgrund der Einfachheit und Kürze der Texte würde ich sagen, es ist für 4-6 Jahre geeignet.Rachel Katstaller ist in El Salvador aufgewachsen. Sie studierte strategisches Design und besuchte die Sommerresidenz für Illustrationen an der School of Visual Arts in New York. Inzwischen lebt Rachel Katstaller mit ihrer Katze Hemingway in Innsbruck, arbeitet für verschiedene Verlage und vertreibt ihre eigene Kleidermarke Las Furias. »Ada und die Zahlen-Knack-Maschine« ist ihr erstes Bilderbuch.Zoë Tucker studierte Graphic Design an der Arts University in Bournemouth. Sie liebt Bilderbücher und arbeitet seit über 20 Jahren als Grafikerin und Art Designer für diverse internationale Verlage. »Ada und die Zahlen-Knack-Maschine« ist ihr erstes Bilderbuch. Zoë Tucker lebt mit ihrer Familie und einer Katze in Brighton.
Dieses von Elisa Martins aus dem Englische n übersetzte Bilderbuch erzählt die Geschichte von Ada Lovelace, die Mitte des 19. Jahrhunderts schon zusammen mit ihrem Freund Charles Babbage ein komplexes Rechenprogramm entwickelte.Als kleines Mädchen schon sehr wissbegierig, liebte sie es früh, große und kleine, vor allen Dingen aber komplizierte und knifflige Aufgaben zu lösen. Alle Bücher in der Bibliothek waren bald schon von ihr gelesen. Ihre Mutter Annabella Milbanks war eine ebenfalls sehr intelligente Dame der gehobenen Gesellschaft und hatte Umgang mit den gescheitesten Menschen Londons. Schon früh erkannte sie das mathematische Talent ihrer Tochter, und ließ sie von den klügsten Menschen aus aller Welt unterrichten.Je älter Ada wurde, desto mehr wurden ihre Lehrer zu ihren Freunden und mit ihrem besten Freund, dem Erfinder und mathematischen Genie Charles Babbage befand sie sich in einem andauernden spielerischen Wettbewerb um Erkenntnis. Mit ihm zusammen entwickelte Ada Lovelace ein komplexes Rechenprogramm, als Ada erkannte, dass Mathematik eine Sprache darstellt. Damit legten die beiden den Grundstein für die heutige moderne Computertechnik. Ada Lovelace wird als die erste Computerprogrammiererin der Welt betrachtet. Sie wird als Pionierin von Frauen in den Wissenschaften weltweit geachtet. Preise sind nach ihr benannt und Computersprachen tragen ihren Namen.Das witzig illustrierte Bilderbuch erzählt nicht nur die Geschichte von Adas Entdeckungen, sondern will vor allem Mädchen dazu ermutigen, die MINT-Fächer und vor allen die Mathematik für sich selbst zu entdecken.Ein ermutigendes Buch für kluge Mädchen.
Die Kombination von Worten und Bildern zeigen Ada als Mädchen, wie sich die Kinder mit ihr identifizieren können. Das Buch schildert lebendig, wie sich daraus eine neugierige und wissbegierige Erwachsene entwickelt, die mutig eigene Erfindungen angepackt und weiterentwickelt hat. Eine tolle Grundlage, um darüber mit Kindern ins Gespräch zu kommen!Außerdem: was für eine attraktive Einladung, selber Karten entfernter Länder und Sternenkarten zu erforschen, Sammlungen anzulegen und in der Natur zu zeichnen. Und was für eine feine Erinnerung, sich gemeinsam und gegenseitig mit Rätseln und durch die Freundschaft anzuspornen und zu beflügeln!