Was im Verborgenen ruht: Roman (Ein Inspector-Lynley-Roman, Band 21)
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EAN 9783442316205

Was im Verborgenen ruht: Roman (Ein Inspector-Lynley-Roman, Band 21)

Hersteller: Goldmann  ·  MPN: 1055662
4,7/5,0 (3 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 23.09.2026 14:10 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Goldmann Verlag Was im Verborgenen ruht: Roman (Ein Inspector-Lynley-Roman, Band 21)

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Elke Kurta 11.03.2024 amazon.de
Ein sehr spannender Elizabeth George Krimi.
teresa aus Wien 11.03.2024 amazon.de
das Buch, so wie die ganze Lynley-Reihe ist wie immer spanend und toll geschrieben!
Harzhexe 11.03.2024 amazon.de
Eine nigerianisch-englische Polizistin wird in ihrer Wohnung erschlagen. Die Aufklärung dieses Mordes gerät über lange Strecken in den Hintergrund, um nach etwa 760 Seiten in einem interessanten Plot-Twist gelöst zu werden.Die 800 Seiten des 21. Bandes der Lynley/Havers Reihe, verlangen dem Leser einiges ab. Die Sprache ist gehoben, manchmal etwas altertümlich, aber grundsätzlich flüssig zu lesen. Die Spannungsbögen sind gewohnt gekonnt und die Hintergründe wie immer bestens recherchiert.Lynley Fans brauchen Geduld, denn der mittlerweile zum DCS Assistant Chief aufgestiegene Thomas Lynley tritt erst ab Buchteil II, Seite 147 auf.Der erste Teil des Romanes dreht sich um eine in London lebende Familie mit nigerianischen Wurzeln. Der Vater ist ein Despot, der nicht nur in vergangenen Zeiten lebt, er ist zudem eng mit der Kultur seines Heimatlandes verwoben, obwohl er bereits seit Jahrzehnten in London lebt. Er will die achtjährige Tochter beschneiden lassen und sodann an einen nigerianischen Mann verkaufen. Die in den ersten 790 Seiten völlig hilflose, das nigerianische Weltbild kritiklos hinnehmende Mutter ist ebenfalls für eine Beschneidung der Tochter, will dies aber von Medizinern vorgenommen wissen – also eine sogenannte medikalisierte FGM. Der 18-jährige Sohn der Familie hat die afrikanischen Wurzeln abgelegt und die englische Lebensweise verinnerlicht. Er versucht seine Schwester vor der Genitalverstümmelung zu schützen. Dieser durchaus interessante Erzählstrang fließt mit der Hauptgeschichte, dem Mord an Teo Bontempi zusammen. Das Tatmotiv hat mit Beschneidungspraktiken in London zu tun.Elisabeth George bedient das gehobene Genre Literaturkrimi. Ihre Romane sind keine einfachen Who-Done-Its. Man mag darüber streiten, ob sie die für sie typische Detailverliebtheit in diesem Roman vielleicht zu weit getrieben hat. Ja, die sich in Einzelheiten verlierenden Beschreibungen der Londoner Farbigen mit afrikanischen Wurzeln, ihre Lebensart, ihre Markthallen, ihre Kleidung, ihr Denken über die Weißen und die endlosen, mir unbekannten Bezeichnungen von nigerianischen Gerichten hat auch mich zuweilen abschweifen lassen. E. George gelang es aber, eine schillernde, bunte, fremdartige Welt - wie ein Londoner Paralleluniversum - entstehen zu lassen.Minuspunkt - es agieren grenzwertig viele Personen. Die zahlreichen Namen haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Viele waren ungeläufig, weil afrikanische Namen, und traten zu allem Überfluss mal in Kurz- mal in der Langfassung auf.Die Gruppe der Hauptprotagonisten bekommt ja mit jedem Band Zuwachs. In diesem Buch waren erstmals seit längerem auch Deborah, Simon und Cotter wieder mit von der Partie. Doch meine anfängliche Freude hat sich schnell gelegt. Die Figuren sind mittlerweile ziemlich blutleer. Es hat schon seinen Grund, dass diese Akteure in der TV-Serie völlig herausgelöscht wurden. Als Lynley und Simon St. James noch beruflich zusammenarbeiteten und Deborah die unerreichbare Schöne gab, waren sie noch interessant.Auch für die merkwürdig agierende Figur der Dairdre bringe ich nur schwerlich Interesse auf. Mit ihr wollte E. George vermutlich die englische Minderheit der Pavees einbringen. Aber leider besteht Daidre ebenso wie Lynleys vorherige Bettgespielin, die alkoholaffine Ardery, ausschließlich aus Problemen. Es würde der Hauptfigur und dem Plot zukünftiger Bücher gut bekommen, wenn sich Lynley nunmehr dem Zölibat entgegenwerfen würde. Für Neueinsteiger in diese Reihe ist es eh kaum mehr möglich, das verzweigte Beziehungsgeflecht zu durchdringen, das ja doch bei George sehr viel Raum einnimmt.Für mich lässt die Serie seit längerem das kluge und zuweilen komische Zusammenspiel der zwei Hauptprotagonisten Lynley und Havers vermissen. Ich habe deren Ausflüge ins britische Hinterland immer sehr genossen, wo sie in schrullig-spleenigen Dörfern Verbrechen aufklärten. Es war dieser besondere Gegensatz zwischen Lynley, dem 8. Earl of Asherton und der schnoddrigen aber scharfsinnigen Barbara Havers, was den besonderen Reiz dieser Reihe ausmachte. Im 21. Roman zogen die beiden für etwa drei Seiten gemeinsam los und mampften sich durch diverse Schokoriegel aus den unergründlichen Tiefen von Barbaras Tasche. Das war’s aber leider schon. Meiner Ansicht nach braucht es weder einen steifen Winston Nkata noch eine überkanditelte Sekretärin Dee, um irgendetwas zu komplettieren. Lynley hat seine aristokratische Selbstsicherheit verloren und die Figur der Barbara ist nur noch ein gezähmter, sich chronisch bekleckernder Abklatsch der so wunderbar frechen Gegenspielerin von früher.Dennoch ist das Buch für eingefleischte Fans fraglos lesenswert. Das sperrige Hintergrundthema FGM, und dass diese Genitalverstümmelung sogar im zivilisierten England praktiziert wird, war für mich interessant und verstörend zugleich.
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