Giono, Jean: Der Mann, der Bäume pflanzte
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EAN 9783446239357

Giono, Jean: Der Mann, der Bäume pflanzte

Hersteller: Hanser Fachbuchverlag  ·  MPN: 1056695
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Produktbeschreibung

Der Mann, der Bäume pflanzte | Jean Giono (u. a.) | Buch | 40 S. | Deutsch | 2013

Bewertungen & Erfahrungen

4,8 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 07.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses wunderschön neu illustrierte Klassikerbuch ist ein wahrer Genuss und transportiert uns direkt in die Welt von Jean Giono. Die Geschichte ist tief bewegend und die Illustrationen sind fantastisch.
Redaktion 07.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Klassiker!
Helmut Schmid 03.06.2024 amazon.de
Seit es das Internet gibt, und seit einigen Jahren das dort beliebte Video-Portal, das nach einer Cremeverpackung klingt, kann man sie suchen, in den allermeisten Fällen findet man sie auch, und sie sich betrachten: die über die Jahre nominierten und prämierten Oscarbeiträge der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm". Von industriell hergestellten Werken von Disney und Pixar, bis hin zu künstlerisch wertvollen Zeichentrickfilmen kleinerer Studios und Produzenten ist alles vertreten.Ein Meisterwerk seines Zeichens ist der kanadische Beitrag von 1987, der im Jahr darauf den Oscar erhielt: "Der Mann, der Bäume pflanzte" von Frédéric Back.Dem Kurzfilm liegt ein anderes Kunstwerk, ein literarisches, zugrunde; nämlich die gleichnamige Geschichte von Jean Giono aus dem Jahre 1949. Erzählt vom Ich des Autoren, wird über eine Wanderung durch die Einöde der französischen Provence berichtet - eine Wanderung zu Zeiten, als die Landschaft zwischen Rhône und Italien noch nicht Reiseziel von Liebhabern eines Savoir Vivre war. Damals, der Erste Weltkrieg liegt noch einige Jahre in der Zukunft, traf der Wanderer auf Elzéard Bouffier, einen Schäfer schon fortgeschrittenen Alters.So wichtig, wie für die preisgekrönte Trickverfilmung von 1987 der Filmemacher Frédéric Back war, waren für die mir vorliegende Buchausgabe des Sanssouci Verlags die Illustrationen des Quint Buchholz. Seine ihm ganz eigene Maltechnik, mit einigen bescheiden wenigen Zeichnungen, verleiht dem Büchlein jene zurückhaltend traurige Eleganz, die neben dem herzergreifenden Textteil den besonderen Wert dieser Edition ausmacht. Aus der Mitte des Lebens, in der Mitte des Buches, fast durch die Landschaft verschluckt, doch deutlich zu bewundern: zwei stolze Männer, Elzéard und der Erzähler, im Zentrum ungastlicher Bergregionen Südfrankreichs, flankiert von provinziellen Schafen.Doch zurück zur Erzählung, der Geschichte zweier Männer. Es begab sich, dass der Erzähler - es waren jene Zeiten der falschgefühlten Friedfertigkeiten der 10er Jahre des letzten Jahrhunderts - sich auf den Wanderpfaden der Haute Provence wiederfand: irgendwo im Dreieck zwischen dem Mont Ventoux und den Flüssen Drôme und Durance. Damals ein "kahles, eintöniges Ödland in etwa zwölfhundert bis dreizehnhundert Metern Höhe, wo nichts wuchs außer wildem Lavendel." Dort kam es zu der bereits erwähnten Begegnung mit dem Schafhirten. Ländliche Gastfreundschaft vermochte den Wanderer für einige Tage im Hause des Gastgebers festzuhalten. Und bald schon kam der Besucher hinter das Geheimnis seines unvorhergesehenen Herbergsvaters.Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein wirtschaftlicher Niedergang der Region, was die vormalige Nutzung von Land- und Bodenschätzen betraf, brachte Frustration und Depression in die sowieso nicht mit Überfluss ausgestatteten Siedlungen und Dörfer. Die Menschen verließen nach und nach ihre Häuser, ihre Höfe, ihre Orte. Doch einer blieb: Elzéard Bouffier, dem seit Jahr und Tag verwitweten Schäfer, ein zufriedener, mit dem Schicksal versöhnter Einsiedler.Doch Bouffier ist nicht nur Schäfer. Seit vielen Jahren bereits - und einige mehr sollten noch vor dem Mittfünfziger liegen - pflanzt er rund um sein Land, den versteppten Höhen und Hügeln, Eichen und später auch Buchen. Sein gar nicht so geheimes Geheimnis. Er geht dabei systematisch und konsequent vor, mit Plan, Fleiß und Akribie. Ziel ist die Wiederbelebung dieser Bergregion - in der für ihn logischen Linie Pflanzen, Tiere, Menschen. Dabei ist der Bereich Pflanzen, Unterbereich Bäume, für den Eremiten Bouffier Ausgangs-, Dreh- und Angelpunkt seiner schöpferischen Betätigung: Blumen, Tiere und glückliche Menschen sind wünschenswerte und zwangsläufige Folge weiterer Ansiedlung.Der wandernde Berichterstatter ist begeistert. Nach dem Ersten Weltkrieg - den Erfahrungen mit dessen menschenverachtenden Schrecknissen, die auch am erzählenden Autoren ihre Spuren hinterlassen - kommt es immer wieder zu Begegnungen der beiden Männer. Sie werden Freunde. Parallel zu dieser wachsenden Freundschaft wachsen die Bäume. Es vergehen die 20er Jahre, die 30er - es kommen die 40er. Die ältesten der Bäume sind nunmehr schon fünfzig Jahre alt. Landschaften verändern ihr Bild. "Wenn man bedachte, dass alles - ohne technische Hilfsmittel - aus den Händen und der Seele dieses Mannes hervorgegangen war, dann wurde einem klar, dass die Menschen nicht nur zu zerstören vermochten, sondern auf anderen Gebieten so viel bewirken konnten wie Gott."Es bleibt nicht aus, dass Elzéard Bouffiers Aktivitäten nicht dauerhaft verborgen werden konnten. Forstamt und Waldwirtschaft wurden aufmerksam, Jäger und zwischenrein - fast mit bösen Folgen - auch die Kriegswirtschaft des Zweiten Weltkriegs.Doch bei einer solch erbaulichen Geschichte wie der hier vorliegenden von Jean Giono, siegt am Ende - Gott sei Dank - die Vernunft: der Wald wird unter Naturschutz gestellt. Und Bouffiers Rechnung geht auf: Es siedeln sich wieder Menschen an. "Man hatte die Ruinen weggeräumt, verfallene Mauerreste abgerissen und fünf Häuser aufgebaut. Der Weiler hatte nunmehr achtundzwanzig Einwohner, darunter vier junge Familien. Um die frisch verputzten neuen Häuser lagen Gemüsegärten, in denen bunt durcheinander Gemüse und Blumen, Kohl und Rosen, Porree und Löwenmäulchen, Sellerie und Anemonen wuchsen. Es war ein Ort geworden, an dem man gerne lebt."Jean Giono, 1895 in der beschriebenen Gegend geboren, allerdings im Tal der Durance, in Manosque, war sicherlich kein von naivem Gutmenschentum geprägter Sonderling. Ihm waren die technischen und strukturellen Veränderungen, die das 20. Jahrhundert selbst in der Provence mit sich brachten - er selbst sprach einmal von Silos für Atomraketen, Schließplätzen und Ölreservoirs -, stets vor Augen. Auf der Suche nach den geschaffenen Träumen des Schäfers, wird man heute - so Giono, verstorben schon 1970 - "nicht die Spur eines Andenkens an Elzéard Bouffier finden."Und außerdem. Auf eine Anfrage des Wasser- und Forstwirtschaftsamtes von Digne, nach der Identität des Schafhirten aus der Geschichte, teilte Giono mit: "Ich bin traurig, Sie zu enttäuschen, aber Elzéard Bouffier ist eine erfundene Persönlichkeit. Das Ziel bestand darin, die Liebe zum Baum zu fördern, oder genauer, die Liebe zum Pflanzen von Bäumen zu entfachen (was von jeher eine meiner teuersten Ideen ist)." Seine Leser forderte Giono auf: "Seien Sie zufrieden mit dem Text und mit dem Geist der Sache. Er hat sein Genügen in sich."
H. 03.06.2024 amazon.de
Ein wunderbares, fast philosophisch-poetisches Buch, dass schon so alt ist und leider so gut in unsere Zeit passt. Man mag den Preis von 17 Euro happig finden, aber hier sind 40 Seiten Text wertvoller als 400 Seiten Geschwafel. Lese-Empfehlung.
Sokrates 03.06.2024 amazon.de
Ein inhaltlich sehr schönes und motivierendes Buch. Text im Vergleich zu anderen Übersetzungen jedoch etwas holprig. Enthält leider auch Fehler: "...die Eigentümer [nicht] zu kennen" (S. 16). Viele Illustrationen sind gelungen; einige der letzten Bilder verfehlen jedoch die Intention. So erzeugt das Bild auf der Doppelseite 32/33 eher die Vorstellung einer ausgeräumten (landwirtschaftlichen) Kulturlandschaft als den Segen der Tat Elzéard Bouffiers.Sokrates
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