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EAN 9783548604947
Der Spinoza-Effekt: Wie Gefühle unser Leben bestimmen
Der Spinoza-Effekt | Wie Gefühle unser Leben bestimmen | Antonio R. Damasio | Taschenbuch | 392 S.
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★2
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
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Redaktion11.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet eine interessante philosophische Auseinandersetzung mit der Verbindung von Denken und Fühlen, auch wenn die Darstellung teilweise sehr akademisch ist.
Redaktion11.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch kam gut verpackt an und der Zustand ist einwandfrei. Der Einband hat eine schöne Haptik, und die Seiten sind sauber und gut zu lesen. Ich denke, das Material ist für eine gewisse Langlebigkeit geeignet.
Ein must-read für alle, die sich mit Psychoedukation, Embodiment, somatischen Markern und Neurowissenschaft im Coaching auseinandersetzen möchten.(z.B. dem Zürcher Ressourcen Modell®)
...viele tolle neue Ansätze der Hirnforschung, reflektiert mit eigenen Interpretationen und Ideen. Das könnte man als Motto über das Buch stellen. Da wären wir aber schon beim eigentlichen Fehler, den der Autor begeht. Als Wissenschaftler gestartet, der zugibt jahrzehntelang am Thema "Gefühl" im menschlichen Gehirn vorbeigeforscht zu haben, entdeckt der Autor so nebenbei den oft verkannten "eigensinnigen" Menschen, Theologen, Philosophen und angeblich ersten Biologen Spinoza um seinen eigenen nachgewiesenen Erkenntnissen einen Überbau dazuzustellen. Dabei profiliert er sich gleich noch als Entdecker eines verkannten Genies. Das zieht magisch an. Aber ist das nun das gepriesene ausgeglichene Wohlbefinden und die Freude, welche angeblich das Ziel des menschlichen Organismus ist? Negative Aspekte wie die Trauer oder der Schmerz werden zwar als evolutionstechnisch notwendig anerkannt, aber gleich wieder in einer Hierarchie nach unten verdrängt. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, ein menschliches Bedürfnis nach einem Gott als allgemein natürlich übergeordnet hinzustellen. Mit der These, dass Emotionen, die er von Gefühlen unterscheidet, den Gefühlen vorausgehen, wagt er riskante Wertungen. Muss aber gleich wieder zugeben, dass diese Unterscheidungen nur Hilfsmittel zur Analyse des Themas seien. Dass dabei die Argumentation mit dem "Vorangehen" hinfällig wird - jeder kennt das Huhn und Ei-Problem - kann er (noch?) nicht eingestehen. Der Leser kann sich da bei soviel wissenschaftlicher Aufrichtigkeit und stets auf dem Fuße nachfolgender spiritueller Überzeugungsarbeit nur wundern und auch schmunzeln, bestenfalls oder notfalls aber kritisch distanzieren. Spinozas Weg weg von der institionellen Religion seiner Zeit, d.h. sowohl vom Juden- als auch Christentum wird als bewundernswert nachvollziehbar aufgezeichnet. Wer aber erwartet, dass der Autor es bei Fakten belässt, muss immer wieder feststellen, dass Vermutungen und geglaubte Meinungen in die Lücken projeziert werden um den Fluss des Buches nicht zu stören. Das liest sich dann wie ein Bestseller, der anscheinend das gesamte menschliche Spektrum incl. Vernunft, Gefühlen und Empfindungen als im Gehirn nachweisbar abdeckt. Der Autor scheut sich auch nicht zuzugeben, dass noch nicht alle Aspekte, die bisher irrational erschienen, erforscht seien, suggeriert dabei aber, das dies alles nur eine Frage der Zeit sei. Insgesamt wird man hin- und hergerissen zwischen dem aufklärerischen individuellen Mut von Spinoza und Damasio als Hirnforscher und den religiösen Überbauten des Autors als Privatmann, der wohl nicht aus den Prägungen seiner eigenen Religion heraus kann. Das widerlegt zwar das Vorurteil, dass alle Wissenschaftler beim Atheimus landen müssen, überzeugt aber nicht vollkommen. Also: bitte etwas mehr Religionsdistanz, dann kann sich der Leser noch mehr eigene neue Meinungen bilden. Vielleicht hilft da ja etwas Nietzsche-Lektüre, einer der Philosophen, der vom Autor beim aufgezeigten geistesgeschichtlichen Weg nach Spinoza einfach mal übergangen wird.
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Letzte Aktualisierung: 22.09.2026 18:14 Uhr.