Italien: Porträt eines fremden Landes
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EAN 9783737101462

Italien: Porträt eines fremden Landes

Hersteller: Rowohlt  ·  MPN: 1076396
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Italien | Porträt eines fremden Landes | Thomas Steinfeld | Taschenbuch | 480 S. | Deutsch | 2022

Bewertungen & Erfahrungen

4,8 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 03.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut
christian windhorst 27.08.2023 amazon.de
Wir haben viele seit Jahrzenten bestehende Kontakte nach Italien. Ich habe einiges dazugelernt und z.B. die historischen Bindungen unterschätzt.
Paul 27.08.2023 amazon.de
Für Italienfans sehr zu empfehlen. Auch wenn man Italien oft bereist hat, hier findet man neue Seiten und hat gleich Lust hinzufahren. Sehr abwechslungsreich geschrieben. Und wenn man am Ende ist, fängt man von vorne nochmal an zu lesen. Ich habe es auch Freunden geschenkt, diese waren auch hoch zu frieden. Es ist kein Reiseführer, die kennt man ja schon, eher ein Reisebegleitbuch oder Reisevorbereitungsbuch. Durch die vielen Informationen braucht man Ruhe und Zeit um damit zu recht zu kommen. Also nicht im Arbeitsstress. Ich habe es im Kroatienurlaub gelesen mit Ruhe und Blick nach Italien über die Adria.
Gelegenheitsleser 27.08.2023 amazon.de
Ein Rezensent schreibt, das Buch lese sich leicht, ein anderer findet es mühsam. Ja was denn nun? Steinfeld schreibt phantastisch, man möchte sich ganze Absätze laut vorlesen. Jedes Kapitel, das immer einer Region gewidmet ist, enthält Exkurse in die Antike, die Renaissance, in Architektur, Politik des 20. Jahrhunderts (spez. den noch überall spürbaren Faschismus), Literatur, Film, Musik, Wirtschaft und das Thema der Zuwanderung. Im ausführlichen Anhang nennt Steinfeld die Quellen, aus denen sich sein allumfassendes Wissen speist. Wo er durch Hinweise auf Zusammenhänge, die oft viele Jahrhunderte zurückreichen, die gängige touristische Wahrnehmung als falsch entlarvt, wird er manche Leser, denen das Hintergrundwissen fehlt, verlieren. Das gilt vermutlich selbst für ältere Liebhaber, die seit der Klassenfahrt mit dem Latein- und Kunstlehrer nach Rom immer wieder in dieses schöne Land (bel paese) gereist sind, das der Apennin teilt, und das Meer und die Alpen umringen (Petrarca).Leichter lesbar und zugleich beängstigend sind die fundierten Einblicke in wirtschaftliche Fährnisse Italiens, die Steinfeld durch seine journalistische Tätigkeit über viele Jahre vor Ort liefern kann. Da ist der Oligarch aus Kasachstan, der ein Imperium an Traditionsbetrieben in Siena aufgekauft hat, die geschätzt vierzigtausend (oder mehr) Chinesen, die die Textilindustrie in Prato nordwestlich von Florenz übernommen haben, die Inder, welche die Milchwirtschaft in der Po-Ebene aufrecht erhalten, die Ausbeutung der afrikanischen Flüchtlinge im Süden, die eingestürzte Brücke bei Genua, das versinkende Venedig. Durch die Kapitel zieht sich der leise Vorwurf, die Einführung der Euro habe den ärmeren südlichen Staaten der EU nicht gutgetan. Klientelismus wird als Grundübel Italiens benannt, der Begriff bezeichnet laut Wikipedia ein System ungleicher Abhängigkeitsbeziehungen, bleibt in der Sache aber genauso abstrakt.Hängen geblieben ist bei mir das Jammern der Deutschen, die voller Idealismus in den Siebzigern Landhäuser in der Toskana erwarben, die sie heute nur weit unter Wert wieder loswerden, weil "ein guter Hausarzt jetzt wichtiger ist als der Blick in die Hügel." Der katastrophale Verlauf der Corona-Epidemie in Italien tut sein Übriges dazu, dieses wunderbare Land, das man doch so gut zu kennen glaubt und das immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft in der EU ist, mit Sorge zu betrachten.Fazit: Kein Reiseführer, eher Tour de Force - Empfehlung.
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