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EAN 9783741623608
Marvel Must-Have: Ultimate Spider-Man: Lektionen fürs Leben
Marvel Must-Have: Ultimate Spider-Man: Lektionen fürs Leben | Brian Michael Bendis (u. a.) | Buch
Bewertungen & Erfahrungen
4,7 von 5,0
3 Bewertungen
5 ★2
4 ★1
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion08.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Die Neufassung des Spider-Man-Mythos ist sehr spannend und bietet viele interessante neue Perspektiven. Obwohl die Geschichte großartig ist, sind einige der Details etwas weniger tiefgehend als in den klassischen Versionen.
Der Band enthält die ersten sieben Ausgaben des Ultimate Spider-Man. Die Origin-Geschichte peppt den Ursprung aus den 60ern sowohl zeichnerisch als auch inhaltlich extrem auf. Anders wie in anderen Reboots bleibt die Story einerseits dem elfseitigen Original treu und lässt es in Ruhe, da die Handlung in einer Parallelwelt spielt.Peter Parker ist ein 15 jähriger Schüler, der verschossen in die Nachbarstochter MJ ist, dies allerdings nicht zeigt. Auch für den Leser eröffnet sich dies später als sein weitaus offener Onkel Ben die beiden in einem Café zusammensetzt. Ansonsten ist der Vollwaise ein Bücherwurm und gern getrietztes Opfer von tumben Sportlern.Sein einziger Freund ist Harry, der Sohn von Norman Osborn, einem Multimillionär, der an Tieren experimentieren lässt um eine Droge zu entwickeln (in der Film Reihe war er Waffenfabrikant wie Tony Stark). Das letzte Experiment betrifft eine Spinne, die als nächstes bereit für einen Versuch am Menschen wäre.Harry Osborn versucht verzweifelt, die Anerkennung seines Vaters zu erlangen. Der hat aber weder Zeit noch Interesse daran, da er ständig unter seinen Machtansprüchen und mit Terminen beschäftigt ist. Während eines Rundgangs krabbelt die Spinne auf Peters Hand und beißt ihn. Eine Handlung mit ungeahnten (aber nicht für die Leser) Folgen...Die Handlung nimmt sich sehr viel Zeit die Figuren und ihre Umgebung vorzustellen. So lernen wir die Parkers intensiv kennen, aber auch viele Nebenfiguren. Peter ist ein normaler Teenager, ein "lieber Junge" für seine Ersatzeltern aber dadurch auch eine Zielscheibe fürs Mobben. Immer dann wenn er versucht rebellisches Verhalten an den Tag zu legen um "cool" zu wirken und Anschluss zu finden, scheitert er kläglich. Ein Schicksal, das er mit vielen real lebenden Leidensgenossen gemein hat. Als er dann seine Fähigkeiten entdeckt, entwickelt sich auch sein Selbstbewusstsein, seine große Fresse und Selbstsicherheit. Er wird mutiger, waghalsiger und findet durch seine Art mehr Anschluss. Die rebellische Art entfremdet ihn aber auch gleichzeitig von seinen Zieheltern - eine typische verspätete Pubertät -, von MJ und lässt seine Noten schlechter werden. Auch MJ bleibt nicht eintönig. Sehr viel Wert legt man auch auf die Eheleute Ben und Mae. Die Beziehung zu den Personen wirkt realistisch.Die Osbornes sind auch realistisch. Harry wirkt cool, ist der "Anführer" der Rowdys, die Peter traktieren. Die respektieren ihn, aber Harrys Einschalten ist auch eher halbherzig für seinen Freund. Gleichzeitig ist er aber auch ein unsicherer junger Mann, der die Anerkennung seines Vaters ersehnt, diese aber nicht bekommen kann. Insofern ähnelt die Geschichte dem Kinoereignis mit Toby Maguire und der Romanadaption von Altmeister Peter David, von dem die genialsten Star Trek Romane überhaupt stammen wobei Osborne allerdings Peter gegenüber kein Ekel war.Wir lernen "Kong" kennen, einen Rowdy, der aber mehr und mehr zu Peter hält als der Fähigkeiten entwickelt. Für ihn ist er später sogar Teil des Teams. Und dann haben wir die Schule mit ihren desillusionierten Klischee-Lehrern. Beim tumben Testosteron gesteuerten Sportlehrer, bei dem man ständig den Schweiß laufen sieht (ganz große zeichnerische Leistung) mit seinen Machosprüchen kann sich so mancher an seine sportliche Schulzeit erinnern. Für ihn gibt es nur Sport und "kein Ich im Tiehm". Und ja, ich weiß wie man "Team" schreibt.Den größten Lacher hab ich allerdings beim geklauten Lehrer inklusive Unterrichtsszene aus "Ferris macht blau" gehabt mit dessen unnachahmlicher Art ich diese Rezension schließen möchte."Was kommt mit großer Macht einher? Wer weiß es, wer weiß es...? Weiß es jemand? Niemand?..."
Kaum zu glauben, aber der Start der Neuauflage von Spider-Man im ultimativen Universum ist auch schon wieder zwei Jahrzehnte her. Dabei kommt es mir vor als war es gestern, dass ich die „Neuauflage“ von Spidey habe im Comicregal liegen lassen. Ich kannte ja die Origin von meinem Lieblingswandkrabbler.Was kann einem da der Ultimate Spider-Man schon neues bieten?Story:Neu ist die Story nicht, ganz im Gegenteil, sie zählt zu einer der bekanntesten Origin Stories ever. Was jedoch neu ist(war), der frische Anstrich. Das lag nicht nur an den Zeichnungen von Mark Bagley. Die Erzählweise von Bendis (den ich wohl kaum jmd. vorstellen muss) sucht seinesgleichen. Ähnlich wie Johns knapp ein Jahrzehnt später DC frischen Wind eingehaucht hat, quasi 52 mal, gelang dies auch Bendis bei „dem“ Flagschiff von Marvel. Wer immernoch keine Ahnung hat wie Peter Parker zu Spider-Man werden konnte, der sollte spätestens bei diesem Marvel Must Have von Panini zugreifen.Was ich mochte:Wie oben geschrieben, hab ich seinerzeit um die Neuauflage einen riesen Bogen gemacht, kannte ich ja schon alles. Umsomehr hat es mich gefreut diese mir so vertraute Geschichte in diesem Gewand zu lesen. Die Liebe steckt im Detail und der Band bietet viele Details. Ansonsten sind Aufmachung und Zeichnungen extra klasse.Was mir nicht gefiel:Onkel Bens Hipster-Pferdeschwanz. Dafür bin ich dann doch zu Old School. Dazu „nur“ 6 Hefte im Trade. 9 wären besser gewesen.Fazit:Ob der Band wirklich in jede Sammlung gehört, lasse ich mal dahingestellt. Wenn man Bock hat die Origin von Spidey (im neuen Gewand) nochmals zu lesen, oder noch schlimmer noch nie gelesen hat, dann greift man hier zu. 5/5
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Letzte Aktualisierung: 23.09.2026 18:12 Uhr.