Jede Reise hat ein Mal ein Ende und so ist es mit dem vorliegenden Band der, dass Ende Ende von der Reise von Yorick, Dr. Mann, Agentin 355 und Ampersand darstellt. Wir erfahren wieso alle männlichen Säugetiere außer Yorick und Ampersand gestorben sind, ob Yorick wirklich der einzige Mann ist und ob es zwar vielleicht keine Heilung gibt aber vielleicht einen anderen Weg. Darüber hinaus erfahren wir ob Yorick seine Beth wiedersieht und ob ihr noch immer sein Herz gehört oder liebt Yorick selbst wen ganz anderes und hat der Band für unsere Helden wirklich ein Happy End ?In den Band selbst bin ich finde ich ziemlich gut gekommen und ich finde an der Reihe wirklich stark, dass sie zwar eine Fülle an Figuren einführt, aber so gute 10 den Kern der vorkommenden Figuren darstellen, dabei hat man genügend Figuren die genügend Zeit bekommen für Tiefe Momente und zum anderen viel Background.Was ich im Band selbst ein wenig schade fand, waren die verschiedenen Sprünge, gerade zum Ende hin hat man die Haupthandlung am ein oder anderen Moment, wo ich dachte okay, dass hätte ich vielleicht doch gerne gesehen oder da hätte man die ein oder andere Seite mehr nutzen können, dass ist aber nur meine Meinung, denn insgesamt liefert den Band ab.Nach der eigentlichen Handlung bekommen wir den ein oder anderen Sprung mit, wir sehen wie die Hauptfiguren ihre Reise nach dem sich ihre Wege und die von Yorick getrennt haben weitergehen und auch ein wenig mit wem. Ich für meinen Teil fand, dass waren zum Teil wirklich starke Momente, die mich, dass ein oder andere mal schlucken haben lassen und gerade beim Ende von Ampersand hatte ich einen etwas dickeren Kloß im Hals.Was ich der Reihe wirklich zu gute halten möchte, ist die gute Qualität, die wir hier seit dem ersten Band abgeliefert bekommen und auch hier bleibt die erzählerische Qualität sowas von stark, lässt für mich gegen Ende der Haupthandlung ein wenig nach, was aber daran lag, dass mir so Entwicklung nicht zu 100% zugesagt hat, ich bin dafür einfach ein zu großer Fan von Happy Ends.Nichts von der Geschichte zu Spoilern ist nicht gerade einfach und ich würde es wirklich gerne tun, denn es passieren hier einige wirklich starke Dinge die man sich schon erhofft hat und zugleich auch ein wenig gewünscht hat, dass sie passieren. Was man hier aber auch immer wieder hat sind starke Wendungen, die man so nicht kommen gesehen hat und wiederum andere die ein doch schönes Ende für die ein oder Figur bereit hält.Die Thematik Klonen ist ja eine die schon früh am Band selbst angesprochen wurde und auch die hier wieder mehr Anklang findet und ich fand allein den Ansatz nicht schlecht und auch nicht wie man ihn Richtung Ende ausgebaut hat. Ich fand’s von Yorick einen starken Zug, eine Person die ihm Nahe steht lieber tot zu lassen als geklont.Yorick selbst hat die Reihe über eine sehr starke Entwicklung in meinen Augen hingelegt, von dem der der er am Anfang war hin zum Mann der er nun am Ende seiner Reise ist. Ich muss sagen ich finde die Entwicklung selbst wirklich toll und hab sie mehr als nur gerne verfolgt. Auch die Beziehung zu Ampersand findet in meinen Augen ein sehr herzzerreißendes Ende, zumindest musste ich schwer schlucken.Die Optik wurde für mich von Band zu Band besser und gerade die letzten beiden sehen für mich richtig richtig stark aus und machen eine mehr als gute Figur in meinen Augen. Ich persönlich finde den Band von der zeichnerischen Qualität bis dato am besten und finde rein von den Panels hier absolut nichts zu meckern. Einige Panels fand ich sehr sehr stark, gerade weil sie die jeweilige Handlung noch mal richtig schön ummalt haben.Y The Last Man ist eine der Serien die ich unheimlich gerne verfolgt habe und wo ich sehr gerne die Entwicklung einzelner Figuren mit großer Freude mir anschauen durfte. In den Band selbst kommt man sehr gut rein finde ich und man ist direkt wieder in der Welt von Y The Last Man. Die Handlung insgesamt macht mega viel Laune und fesselt durch die Bank weg. Man hat Richtung Ende dann den ein oder anderen Sprung wo wir den ein oder anderen Abschied einer Figur erleben oder gar auch wie andere Figuren ihr Leben weiterleben nach dem was passiert ist. Ich bin ein Freund von Happy Ends und ich muss sagen für mich war das hier an der ein oder anderen Stelle nicht ganz so und deswegen war der Band für mich persönlich ein wenig schwächer zumindest was das Ende angeht. Die Handlung fand ich bis aufs Ende wirklich sehr lesenswert und war gespickt mit der ein oder anderen Wendung, die ich wirklich klasse fand und die insgesamt Spaß gemacht hat. Yoricks Entwicklung fand ich über die Reihe hinweg stark und ich muss sagen sie gefällt mir. Die Optik fand ich insgesamt wieder wirklich stark und ich is sagen, die ein oder andere Handlung wurde durch die Optik perfekt unterstrichen.
„Herr der Ringe“-Leser klagen gelegentlich über den strukturellen Mangel, dass die Trilogie mit der Befreiung des Auenlands endet, obwohl die große Schlacht bereits geschlagen und der große Spannungsbogen damit aufgelöst ist. Das Finale von „Y – The Last Man“ fühlt sich phasenweise ganz ähnlich an, wird doch im ersten Drittel des fünften Bandes bereits eine wahre Anhäufung von Erklärungen gegeben, die Licht ins Dunkel der zentralen Rätsel, die der Serie zu Grunde lagen, bringt.Gleichsam wäre es freilich kleingeistig, am Ende noch einmal die ganze Serie abzustrafen, nur weil sie ihr Narrativ nicht gänzlich in die Form gepresst hat, die der Leser erwartet. Dennoch fühlen sich die letzten sieben Hefte weniger wie der große Showdown, den man bei einem Comic dieser Qualität erwarten würde (wer den sucht, muss zu Warren Ellis „Transmetropolitan“ greifen) an, als vielmehr wie ein Verknüpfen der Fäden, die bis hierhin mehr oder minder lose hängen geblieben sind.Enthalten sind dazu die US-Ausgaben „Y – The Last Man #49-60“, die im Original zwischen November 2006 und März 2008 erschienen. Wie sich daran ablesen lässt, tat man sich gegen Ende gelegentlich schwer, den monatlichen Erscheinungsrhythmus aufrecht zu erhalten. Der Band beginnt mit dem vierteiligen Handlungsbogen „Motherland“ (dt. „Mutterland“) auf den die One-Shots „The Obituarist“ („Leichensachen“) und „Tragicomic“ („Die letzte Frau“) sowie der Fünfteiler „Whys and Wherefores“ („Warum und Weshalb“) und das Finale (in Überlänge) „Alas“ („Ach“) folgen.Die Zeichnungen der längeren Handlungsbögen stammen dabei – wie natürlich auch die letzte Ausgabe – wieder aus der Feder von Stammzeichnerin und Co-Erfinderin Pia Guerra. Für „The Obituarist“ und „Tragicomic“ sprang noch einmal Goran Sudzuka ein, wobei der Stil der Beiden längst so gut harmoniert, dass sich selbst bei der aufmerksamen Lektüre kaum noch Brüche erkennen lassen (obgleich dies aufgrund der inhaltlichen Akzentverschiebungen hier freilich einmal motiviert wäre).Autor Brian K. Vaughan, dem hier wie bereits festgehalten kein Meisterstück der Dramaturgie gelungen ist, hat im Gegenzug noch ein paar Pfeile im Köcher, die nichts mit bloßer Pflichterfüllung zu tun haben. So wird in „Tragicomic“ noch einmal der Handlungsbogen „Comedy and Tragedy“ aus den Ausgaben 16 und 17 aufgegriffen und gezeigt, wie sich die Geschichte der darin etablierten Theatergruppe weiterentwickelt hat. Das deren Köpfe sich am Ende vom Versuch, einen Action-Film über die Lage der Welt zu drehen, abwenden und stattdessen eine Comic-Serie über die letzte Frau auf Erden zu schreiben beginnen, ist dabei ein mehr als hübsches metareferentielles Detail.Nachdem am Ende der Konflikt mit Alter und der israelischen Armee sowie die Spannung im Verhältnis zwischen Yorick und Agentin 355 eher unbefriedigend mit einem wenig überzeugenden Kraftakt gelöst wurden, läuft „Alas“ noch einmal zu großer Form auf und liefert ein ebenso denkwürdiges wie originelles Finale (keine Spoiler an dieser Stelle) ab, das beweist, dass Vaughan keinesfalls die Lust an der eigenen Schöpfung verloren hat. Gut möglich übrigens, dass sich Robert Kirkman hier für die letzte Ausgabe von „The Walking Dead“ inspirieren ließ. Die kann man sich im Anschluss zu Gemüte führen – oder einfach noch einmal bei „Y – The Last Man #1“ beginnen.Weiterlesen: Comics-im-ComicAlan Moore/Dave Gibbons: WATCHMEN (1986): In einer Welt, in der Superhelden tatsächlich existieren, gibt es folglich keinen Bedarf mehr an Comics aus diesem Genre. Ihre Rolle haben stattdessen Geschichten über Piraten eingenommen, die ziemlich grässliches Zeug erzählen, wenn man die Geschichte „Tales of the Black Freighter“ zum Maßstab nimmt, die hier visualisiert wird. Sie stellt freilich einen eigenen Subplot dar, der die Ereignisse der Haupthandlungsebene widerspiegelt – darunter macht es Alan Moore nicht.Robert Kirkman/Cory Walker: INVINCIBLE (2003): Offensichtlich stand der alte Rauschebart mit seiner Meinung ziemlich alleine da, wird hier doch ausgeführt, dass angehende Superhelden auch selbst gerne Comics mit den Abenteuern ihrer Kollegen lesen. Mark „Invincible“ Grayson bevorzugt etwa die Abenteuer des Köter-Heroen „Science Dog“ – noch bevor er herausfindet, dass er selbst über Kräfte verfügt. Auch wenn er die ständig abnehmende Qualität der Hefte bemängelt…Garth Ennis/Darick Robertson: THE BOYS (2007): „Corporate Identity“ lautet das Zauberwort in einer Welt, in der Superhelden von einem Konzern gezüchtet und Kräfte mittels einer Mischung aus Medikament und Droge verliehen werden können. Dass der Konzern seine Weltenretter in Form eigener Filme und Publikationen ausschlachtet, ist da nur konsequent. Deren Inhalt wird in der Serie allerdings nie explizit visualisiert – er scheint beim Autoren geradezu Ekel auszulösen.