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(Da für Amazon Worte wie S-e-x böse sind, wird es hier zu Lücken kommen, daher lest ihr das vollständige Review bei uns auf der Seite)Nach "DC Pride" darf nun auch Marvel seinen Beitrag zur LGBTQ+-Community leisten. Auch hier hat man wieder einen Comic voller Kurzgeschichten über queere Leute vorgelegt. Dabei hat man sowohl neue, als auch alte Stories bemüht, denn bei Marvel hat man die ersten piep Charaktere bereits in den 90ern offen auftreten lassen. Hat Marvel an der Front also die Nase vorn? Auf den ersten Blick scheint es so.Auch was die Zeichnungen angeht, ist man auf gewohnt gutem Niveau geblieben. Hier gibt es keine abstrakten Panels wie etwa beim Konkurrenzverlag. Allgemein schwankt die Qualität zwar leicht, vor allem bei den älteren Stories, im Großen und Ganzen ist der Detailgrad aber recht hoch und man kann auch in bei den Hintergründen immer erkennen, was so abgeht. Und natürlich sind die Emotionen der Charaktere in den Gesichtern abzulesen.Was die Geschichten angeht, so werden zunächst ein paar neue präsentiert, aber gegen Ende auch ein paar alte aus den 90ern und 2000ern. Hier geht man, im Vergleich zu DC, andere Wege mit den Geschichten. Denn hier scheut man sich nicht, ein paar direktere Botschaften einzubauen. Etwa das man queere Personen akzeptieren soll, da sie ja nun hier sind. Oder man erfährt, wie transgender gerne angesprochen werden wollen, vor allem, wenn es um ihr früheres Geschlecht geht. Und ja, das sind natürlich ebenso wichtige Botschaften wie bei DC, hier ist man aber intensiver am Geschehen fiebert mit den Charakteren mit.Highlight ist hier die Story um das Outing von Northstar aus den 90ern (!), bei der man sich nicht scheut, den Tod eines Kindes zu zeigen, was durchaus unter die Haut geht. Aber man scheut sich auch nicht, hier einen Blick auf die andere Seite zu werfen, und zeigt sogar Leute, die mit queeren Personen Probleme haben - sogar Helden. Auch wenn das nur am Rande abgedeckt wird, so hat man hier die ganze Bandbreite abgedeckt und setzt hier also durchaus das ein oder andere Statement.Auch hier sind die Geschichten eher einfach gehalten, aber das ist bei so einem Setup ja durchaus okay. Übrigens gibt es hier keine großen Schlachten gegen irgendwelche Bösewichter.In "Marvel Pride" werden die Botschaften etwas deutlicher adressiert und man deckt eine größere Bandbreite ab. Vor allem ist man auch etwas näher am Geschehen als im DC Pendant. Wichtig sind die Botschaften natürlich in beiden Bänden, daher geht auch für beide eine klare Empfehlung raus. Allerdings hat im direkten Vergleich Marvel doch die Nase vorn.
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Letzte Aktualisierung: 24.09.2026 10:14 Uhr.