Ich habe dieses Buch verschenkt.Hier die Rezension der Leserin des Buches (Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe):Das Fachbuch „Basale Stimulation in der Betreuung – Wegbegleiter für Menschen mit Demenz“ von Thomas Buchholz ist ein wahrhaft sinnvoller Wegbegleiter für Betreungsmitarbeiter*innen, die im geriatrischen Bereich arbeiten.Es ist 2021 im Vincentz-Verlag erschienen und umfasst 189 Seiten. Mit einfacher und klarer Sprache führt es strukturiert in die theoretischen Grundlagen der Basalen Stimulation ein, eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte und verantwortungsvolle praktische Anwendung der Angebote der Basalen Stimulation, die im letzten Kapitel beschrieben und mit zahlreichen Abbildungen verdeutlicht werden.Zu Beginn des Buches wird der Ursprung der Basalen Stimulation vorgestellt, entwickelt vom Sonderpädagogen Andreas Fröhlich, der dieses Konzept für schwerbehinderte Kinder entwickelt hat. Die Anpassung für die Anwendung in der Pflege erfolgte durch die Krankenschwester und Pädagogin Christel Bienstein.„Der Begriff „basal“ bezieht sich auf den menschlichen Körper mit all seinen Sinnen. Die Sinne nehmen sowohl Informationen aus der Außenwelt als auch Informationen aus dem eigenen Körper auf. So lange der Mensch atmet und sein Herz schlägt, bewegt sich der Körper. Alles, was sich bewegt, wird wahrgenommen…Das Wort „Stimulation“ heißt übersetzt in die deutsche Sprache: reizen, erregen, Nerven anregen…Stimulation in diesem Konzept ist die Suche nach einer Form der Mitteilung, die der andere versteht.“Es werden Modelle der Basalen Stimulation beschrieben, die helfen, sich der Lebenswelt beeinträchtigter Menschen anzunähern und Verhaltensweisen zu erklären. Mit praktischen Beispielen aus dem Berufsalltag der Betreuungsmitarbeiter*innen werden „Lebensthemen“ und „Lebenskräfte“, „Sensobiografie“, „Orientierungsräume“ und „Elementare Wahrnehmung“ beschrieben und erläutert. Es bleibt aber keinesfalls bei einer theoretischen Erläuterung, sondern die Betreuungsmitarbeiter*innen werden sozusagen in die Erlebniswelten der beeinträchtigten Menschen mit hineingenommen. Dabei gelingt es dem Autor sehr gut, deutlich zu machen, dass die persönliche Haltung sowohl zu mir selbst, als auch zu meinem Gegenüber, entscheidend ist für die einfühlsame und gelingende Anwendung basal stimulierender Angebote.Persönliche Rituale für Mitarbeiter*innen, die die situative Gestimmtheit und den eigenen Körper bewusst machen helfen, dienen dazu, sich auf den Kontakt mit dem Gegenüber einzustimmen, ganz bei sich und dann auch bei dem Menschen, mit dem ich interagiere, zu sein.Das letzte Drittel des Buches widmet sich der konkreten Beschreibung basal stimulierender Angebote, was dem Autor anschaulich gelingt, jedoch bei einigen komplexen Maßnahmen, wie z.B. klopfendem, rhythmisierendem oder stufenartigem Berühren trotz visueller Unterstützung mit Abbildungen sehr anspruchsvoll erscheint und man sich wünschen würde, dass eine in basaler Stimulation erfahrene Fachkraft vor Ort ist und die ersten Anwendungen der Maßnahmen begleitet.Auf die Notwendigkeit des Austauschs mit Pflegefachkräften wird im Buch sinnvollerweise auch immer wieder hingewiesen.Abschließend lässt sich sagen, dass die „Basale Stimulation in der Betreuung“ für jeden, der mit hilfebedürftigen Menschen mit oder ohne Demenz in Kontakt ist, wichtiges Basiswissen darstellt und die Arbeit in der Betreuung in ganz neue Dimensionen führen und absolut bereichern kann!