Milch - Andrea Fink-Kessler Gebunden
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Milch - Andrea Fink-Kessler Gebunden

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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Milch | Vom Mythos zur Massenware | Andrea | Buch | Stoffgeschichten | 285 S. | Deutsch | 2012

Bewertungen & Erfahrungen

4,5 von 5,0
2 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Herbert 30.06.2023 amazon.de
Sehr gut im Inhalt und Zusammenstellung, wertvolle Berichte. Kann ich jeden Konsumenten empfehlen. Preis Leistung passt auch. Wünsche viel Spass
M.Lehmann-Pape 30.06.2023 amazon.de
Milch ist die „erste, ursprüngliche Nahrung“ des Menschen. Und zugleich ein Zeichen der Fruchtbarkeit des Lebens, denn Milch gibt es nur dann, wenn neues Leben geboren wird.Wobei diese Zusammenhänge und das Besondere des Lebensmittels Milch im Bewusstsein der Konsumenten mehr und mehr nach hinten rücken, Milch ist alltäglicher Stoff, findet sich in vielfacher Kombination und steht einfach in Massen zur Verfügung. Wobei es neben den alltäglichen Konsumenten und neben den (überwiegenden“ Verfechtern der Milch durchaus auch andere Stimmen gibt, die vor Milchallergien und Laktose Intoleranzen warnen. Neben überzeugten Veganern und neben solchen, welche die Milchproduktion in direkten Zusammenhang mit den Klima Veränderungen bringen.Milch ist aber auch ein durchaus wichtiger Wirtschaftsfaktor, wie vielfache Proteste der Milchbauern in den letzten Jahren zeigten, als der Milchpreis immer weiter fiel und existenzbedrohend wenig dementsprechend beim Erzeuger noch ankam. Und es stimmt, in manchen Vergleichen ist ein Liter Mineralwasser teils deutlich teurer als ein Liter Milch.Ein Hintergrund, auf dem sich Andrea Fink-Keßler aufmacht, eine „Geschichte der Milch“ zu Papier zu bringen und hier bei weitem nicht nur über glückliche oder unglückliche Kühe spricht. Schaf- und Ziegenmilch, die Milch von Pferden, Kamelen, Eseln, Büffeln, Yaks oder eben auch und vor allem die Muttermilch, die lange Zeit im Zentrum des Begriffes „Milch“ stand. Wobei in dieser umfassenden Breite des Themas einiges im Buch nur gestreift werden kann und sich Fink-Keßler im Kern auf die Geschichte der Milch nordeuropäischer Tiere konzentriert, auch wenn die „Wiege der Milch“, wie im Buch gut nachzulesen, in Vorderasien lag.Wie aber ist die Milch zu dem Stoff, dem Lebensmittel geworden, wie es gegenwärtig vorliegt?. Wie wurde du wird sie gewonnen, verarbeitet, gehandelt, welche kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben ineinander gegriffen im Lauf dieser Entwicklung? Grundfragen, denen die Autorin chronologisch nachgeht und auf diesem Weg eine durchaus lesenwerte und interessante Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Milch vorlegt.Von den Mythen und frühreligiösen Vorstellungen der „Heiligkeit der Milch“ über die Lebensweise der Hirten und Nomaden, die von ihren Milchtieren auch heute noch in Teilen leben, hin zu der „bäuerlichen“ Milch, bei der zu Anfang Milch nur saisonal vorhanden war unter sehr unterschiedlich genutzt wurde. Von da aus führt eine fast folgerichtige und direkte Entwicklung zur Milcherzeugung als Gewerbe, begründet vor allem in maschinellen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und der damit einhergehenden ständigen Verfügbarkeit von „Frischmilch“.Hoch interessant und nahe an der Gegenwart bereits liest sich das Kapitel über die Modernisierung der Milchwirtschaft als Teil der Industrialisierung, im Zuge derer Milch ein reines Massenprodukt wurde und immer mehr von ihrer „Besonderheit“ in der Betrachtung verloren hat. Bis hin zur Gegenwart, in der sich Standards auflösen und „die Milch sich differenziert wie die (verschiedenen) Ernährungsstile der Konsumenten“.Alle Kapitel liegen fundiert recherchiert und in der Sprache gut lesbar vor und ergeben im Gesamten nicht nur die Geschichte eines konkreten „Lebensmittels“, sondern bilden anhand der Entwicklung der Milchwirtschaft und der jeweiligen Wertungen der Milch durchaus auch einen Abriss der menschlichen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Alles in allem eine durchaus interessantes und lesenswertes Buch.
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