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Like mich am Arsch | Andreas Hock | Taschenbuch | 200 S. | Deutsch | 2013 | Riva | EAN 9783868833300
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion14.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine fantastische und sehr unterhaltsame Lektüre, die einen tiefen Einblick in die Entwicklung unseres Denkens bietet. Ich habe es absolut begeistert und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Ich kaufte dieses Buch für meine Freundin, die im Smartphone/Facebook-Wahn Ihrer Freunde und Kollegen langsam den Verstand verliert, weil sie die Einzige im Bekanntenkreis ist, die noch nicht den ganzen Tag auch mobil online ist. Erst war ich skeptisch, ob das Buch überhaupt so viel Geld Wert ist. Recht schnell bestätigte sich jedoch, dass sich der Kauf gelohnt hat. Der Autor beschreibt sehr sarkastisch, teilweise sogar wirklich zynisch das extreme Verhalten der breiten Masse von Social-Media-Jüngern, was beim Lesen wirklich Freude bereitet und nicht selten zu lautem Lachen geführt hat. Leider steckt hinter all dem Zynismus auch immer ein Funken Wahrheit und man bekommt die Verkommenheit der heutigen Kommunikation und abgründige Verhaltensweisen von Menschen vor Augen geführt. Meiner Meinung nach absolut empfehlenswert für ALLE, vor allem für jene, die diesem täglichen Facebook und Twitter Wahnsinn nicht wirklich etwas abgewinnen können. Und vielleicht leiht man es ja mal demjenigen aus, der einem mit seinen 1,5Mrd. täglichen Posts auf Facebook am meisten auf den Sack geht. Selbst wenn dieser das Buch gar nicht liest, so ist zumindest der überreichte Titel schon ein Statement.
Ist dieses Buch polemisch? Aber ja! Ist dieses Buch objektiv? Sicher nicht! Trotzdem oder genau deshalb funktioniert es aber so gut. Denn wie der Titel eigentlich schon aussagt, will der Autor ganz offensichtlich keine Abwägung treffen, ob uns die Segnungen der digitalen Technik nun das Leben erleichtern oder eher auf die Nerven gehen. An diesem Werk wird daher jeder seinen Spaß haben, der nicht vollkommen unkritisch mit Facebook, Google und Co. umgeht und sich auch noch an das Leben vor dem iPhone erinnert. Der Bogen, den A. Hock dabei (offensichtlich durchaus autobiographisch) von den ersten Computerspielen der 80er-Jahre bis den zu ausgeklügelten Algorithmen der Gegenwart schlägt, ist höchst amüsant zu lesen. Die Sprache ist dabei so drastisch, wie es das Thema verdient. Und wer selbst ein Smartphone besitzt (wie ich), sich tagtäglich in sozialen Netzwerken tummelt (wie ich) oder oft bei Amazon bestellt (wie ich), der ertappt sich ganz oft dabei, wie er vor sich selbst erschrickt. Zum Glück kommt das Ganze aber nie oberlehrerhaft daher, sondern einfach nur selbstironisch, lustig und bisweilen auch ein bisschen böse. Ein echter Sachbuch-Geheimtipp!
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Letzte Aktualisierung: 23.09.2026 18:12 Uhr.