Generation Beleidigt - Caroline Fourest Kartoniert (TB)
Bildquelle: preigu de

Preisverlauf (90 Tage)

Tiefstpreis: 18,00 € Trend
Stabile Preise
Der Trend beruht auf den letzten 14 Tagen des Preisverlaufs und ist keine Vorhersage. Gezeigt wird je Tag der niedrigste Preis aller bei uns gelisteten Shops — Angebote, die wir nicht erfassen, sind nicht enthalten.
Hinweis: Amazon-Preise sind in der Preisverfolgung bzw. im Preisverlaufsgraphen nicht enthalten. Wir versenden keine Benachrichtigungen zu Produkten über Amazon.
Bücher EAN 9783893202669

Generation Beleidigt - Caroline Fourest Kartoniert (TB)

Hersteller: Edition Tiamat
5,0/5,0 (4 Bewertungen)
Günstigster Preis
18,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei preigu.de Versand: k.A.
Bei 1 Anbieter im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 22.09.2026 18:14 Uhr
Bei preigu.de kaufen — 18,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A.

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Edition Tiamat
EAN
9783893202669
Kategorie
Bücher
Ø Bewertung
5,0 / 5,0 (4 Bewertungen)
Günstigster Preis
18,00 € (preigu.de)
Anbieter im Vergleich
1 Shops

Produktbeschreibung

Generation Beleidigt | Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei | Caroline Fourest | Taschenbuch

Bewertungen & Erfahrungen

5,0 von 5,0
4 Bewertungen
5 ★ 4
4 ★ 0
3 ★ 0
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 28.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine äußerst spannende und tiefgehende Auseinandersetzung mit der feministischen Perspektive und der irrationalistischen Strömung, die in diesem Werk behandelt wird. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für diese Themen interessiert.
Redaktion 28.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Anja Böttcher 22.06.2024 amazon.de
Carouline Fourest, lesbische Linke und als solche bei dem gegenüber autoritären Tendenzen im Islam kritischen Satiremagazin Charlie Hebdo aktiv, hat hier ein wichtiges Buch geschrieben, das eine auch in Deutschland zunehmende Gefahr für die Demokratie in Augenschein nimmt.Eine aus den USA herüberschwappende puritanistische identitäre Linke, stark den von dem Orientalisten Edward Said ("Orientalism) geprägten Postcolonial Studies und den von der Genderapologetin Judith Butler beeinflussten Gender Studies nachempfunden, bedroht zunehmend empfindlich Wissenschafts- und Kunstfreiheit sowie den für eine Demokratie notwendigen pluralistischen öffentlichen Diskurs auch in den westeuropäischen Gesellschaften - wobei eine willfährige Bereitschaft auch der bürgerlichen Presse, sich Diktaten eines extremistischen Rands zu unterwerfen und sich deren puritanischtische Ideologie zu eigen zu machen eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielen.Fourest führt eine unermüdliche Menge an Beispielen an, wie aufklärerische und kritische Projekte vermittels eines zur Gewalttätigkeit und hysterischer Selbstermächtigung neigenden identitären Protestmilieus zerstört und sogar die soziale Existenz der beteiligten Kulturschaffenden, Künstlern und Wissenschaftlern vernichtet wird - oder werden soll. Und was sie hierbei offenlegt, ist erschreckend:Es geht um Theatervorführungen, die des Polizeischutzes bedürfen, weil Aktivisten unter dem Vorwurf der "cultural approbation" Anstoß an der weißen Hautfarbe von Darstellern machen, um die notwendigen institutionellen Schutz von Kulturgütern, z.B. Schriften der geisteswissenschaftlichen Tradition Europas, weil das queere identitätslinke Milieu in einigen Texten als rassistisch gebrandmarkte Passagen ausmachen - und sogar um den Versuch, eine kolonialismuskritische Ausstellung über menschliche Zoos im frühen 20. Jahrhundert, die die tierähnliche Vorführung von Indigenen in den europäischen Hauptstädten anprangert, weil auch die Aufklärung über diese historisch nun einmal wahren Praktiken die Opfer beleidige.Vor allem aber treibt Fourest auf die Palme, dass die unkritische Allianz der linken Radikalidentitären mit autoritären islamistischen Verbänden, die Selbstmordattentate zu ästhetischen Freiheitsakten hochjubeln, ein übel repressives Klima gegen kritische Muslime selbst im laizistischen Frankreich geschaffen haben - von der Zunahme antisemitischer Gewalt gegen französischen Juden ganz zu schweigen.Das Unglaubliche ist dabei, dass Teile des wissenschaftlichen und medialen Establishments in Westeuropa diesem Radikalismus nicht nur nichts entgegenzusetzen haben, sondern es sogar noch unterstützten.Gerade auch in Deutschland davon Kenntnis zu nehmen, ist besonders wichtig, weil hier die Resilienz in Medien und an Hochschulen noch weniger stark ausgeprägt ist als im laizistischen Frankreich, das auf seine republikanische Tradition stolz ist.Die gewaltsame Selbstermächtigung dieses identitären Milieus, das Minderheiten verabsolutiert, jedoch nicht davor scheut, besonders aggressiv gegen kritische Individuen aus eben diesen Minderheiten vorzugehen, sollten die sich nicht dem Meinungsdiktat der vorherrschenden Chefideologen unterwerfen, erfolgt durch die stete Skandalisierung des eigenen "Verletztseins" durch vermeintliche "Mikroaggressionen". Diese gelten dann als Vorwand für ein Meinungsdiktat, das allen anderen Bürgern einer Gesellschaft die Folgsamkeit abverlangt.Die Übersetzung von Fourets aufrüttelnder Darstellung ins Deutsche ist vor allem deshalb so wichtig, weil hier noch weit weniger Resilienz gegenüber den Gefährdungen existieren, die daraus für unsere Demokratie und den Wissenschafts- und Kulturstandort Europa erwachsen als in Frankreich, in dem ein wesentlich stabileres republikanisches Selbstbewusstsein entwickelt ist.In Deutschland dagegen sorgte die berechtigte Auseinandersetzung mit dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus, bei abnehmendem historischen Wissen, dafür, dass die extreme puritanistische Ideologie der "Critical Whiteness", einem aus den USA importierten Schuldkult, in einer ahistorisch und sachlich ungerechtfertigten Weise eine selbstkritische gesellschaftliche Sichtweise, um die ja hart gerungen wurde, zu überschreiben droht. Denn entgegen dem, was die US-importierte Blame Culture suggeriert, ist die ebenfalls bekannte kurze Phase des deutschen Kolonialismus ein auf die preußischen Eliten beschränktes Vorhaben von gerademal 30 Jahren Dauer gewesen, an dem das Gros der deutschen Bevölkerung wenig Anteil nahm.Anders als die Gewaltexzesse der beiden Weltkriege, deren völkermörderische Ideologie und Praxis, vor allem die des NS-Systems, sich aber ausschließlich gegen Slawen und die europäischen Juden wandte. So zu tun, als ob die Hierarchien und Ausbeutungsgeschichte Deutschlands sich am Faktor der Hautfarbe entzündet hätte oder als ob eingewanderte Minderheiten aus der Türkei und arabischen Staaten als Opfer eines deutschen Imperialismus gewesen wären, ist extrem ahistorisch: War das osmanische Imperium deutscher Alliierter im ersten Weltkrieg so versuchten die Deutschen, weil der arabische Raum zwischen den Imperialmächten aufgeteilt war, die ihre Gegner waren, dort Beziehungen zu knüpfen durch den Bau der Bagdadbahn. Gerade wegen der britischen Seemacht peilten sowohl die als Alldeutsche organisierten rechten Flügel der deutschen Junker bereits vor dem Ersten Weltkrieg, vor allem aber Hitler und die NSDAP die Einnahme und Entvölkerung Osteuropas bis hinter den Ural an.Fourest zeigt eindrücklich, dass wir hier uns eine extremistische und die Spaltung der Gesellschaft befeuernde Protestkultur zu übernehmen anschicken, die zu nichts anderem taugt, als die Spaltung der Gesellschaft zu befeuern, unsere rechtstaatlichen und demokratischen Grundlagen zu beschädigen und zudem alles für ein Anwachsen der extremen Rechten zu tun, deren tribalistische Konzepte des sogenannten "Ethnopluralismus" ideologisch und strukturell ähnlich funktionieren wie der der tribalistisch segregierenden Identitätslinken auch.Ihr Buch ist von daher eine sinnvolle Ergänzung ähnliche Probleme hier adressierenden Publikationen wie Judith Sevinc Basads "Schämt Euch" und Bernd Stegemanns "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" wie auch den von Vojin Sasa Vukadinovics Sammelband "Freiheit ist keine Metapher", die alle von dezidiert linksliberalen Autoren stammen. In allen drei Büchern, ebenso wie für die klassische sozialpolitische Linke Sarah Wagenknechts Veröffentlichung "Die Selbstgerechten", zeigen auf, wie gefährdet unsere Demokratie ist. Was die Arbeit der Hochschulen betrifft, finden interessierte Leser Aufschluss in dem von Sandra Kostner herausgegebenen Sammelband "Identitätslinke Läuterungsagenda. Eine Debatte zu ihren Folgen in der Migrationsgesellschaft". Die darin schreibenden Autoren rangieren zwischen klassisch sozialdemokratischen, traditionell liberalen und moderat konservativen Positionen (im Sinne etablierter CDU-Wählern.) Alle diese Bücher geben Zeugnis davon, wie eine kleine radikale Minderheit gewachsene demokratische Gesellschaften vor sich hertreibt und die Erosion ihrer Institutionen dadurch aushöhlt. Das Thema ist eines, zu dem wir uns alle positionieren müssen, wenn wir nicht blind in eine tiefe Krise unserer Demokratie rutschen wollen.
Gerhard Mersmann 22.06.2024 amazon.de
Sie ist Lesbe und sie ist Feministin. Sie weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, diskriminiert zu werden. Was Caroline Fourest eine Stimme verleiht, ist ihre Leistung als Publizistin und Filmemacherin. Dass sie es wagt, dem Orkan, der aus der Befindlichkeitskultur entstanden ist, die Stirn zu bieten, spricht für den unabhängigen Geist, den sie sich erarbeitet hat. In ihrem Buch „Generation Beleidigt. Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei. Über den wachsenden Einfluss linker Identitäten. Eine Kritik“ lässt sie die Entwicklung der letzten Jahrzehnte Revue passieren. Die Ergebnisse sind beispielhaft wie erschütternd.Fourest spannt den Bogen, so wie er mit einem historischen Bewusstsein gezeichnet werden muss. Vom Aufbegehren gegen einen Standard der Diskriminierung über den gemeinsamen Kampf dagegen bis hin zu einer Erstarrung, die aus der Zufriedenheit mit der eigenen Identität resultiert. Ganz im Sinne der französischen demokratischen Tradition verweist sie auf die Notwendigkeit des Prinzips der Gleichheit als Grundlage für politische Veränderungen und die Möglichkeit politischer Gestaltung.Immer wieder wird die Leserschaft mit den Blüten der inquisitorischen Meute konfrontiert, wie sie es geschafft hat, alle, die über die Mikroindividualität hinausdenken, ihrerseits zu stigmatisieren, zu diskriminierenden und an den Pranger zu stellen. Wer glaubt, dass das alles doch gar nicht so schlimm sei, dem sei dieses Buch, neben seinen analytischen Qualitäten, empfohlen. Vor allem die Verhältnisse an vielen Universitäten dokumentieren, in welches Fahrwasser die Apologeten des Kampfes gegen die kulturelle Aneignung diese Institutionen, die einst für die Freiheit des Wortes, den Streit um der Sache willen und dem Verlangen nach Erkenntnis standen, gebracht haben. Einschüchterung, Verbote, Diskriminierung und Ranküne haben Einzug genommen und sind zu einer lebensgefährlichen Bedrohung des aufklärerischen Gedankens geworden.Caroline Fourest weiß zu unterscheiden zwischen denen, die den wachsenden Überdruss gegen die neue Inquisition nutzen wollen, um die alten Verhältnisse der Diskriminierung einzelner Bevölkerungsteile wieder herzustellen und denen, die es immer noch gut meinen, aber dem Stillstand der Befindlichkeit auf den Leim gegangen sind und sich zu willfährigen Werkzeugen einer die Gesellschaft zersetzenden und spaltenden Bewegung haben machen lassen. Political Correctness und Wokeness sind Erscheinungsformen einer neuen Gegenaufkärung, die die Thesen von Adornos und Horkheimers „Dialektik der Aufklärung“ bestätigen. In jeder Emanzipation lauert die Gefahr der erneuten Repression und Unterwerfung.Das Buch bringt Beispiele aus Frankreich, den USA, Großbritannien und vor allem Kanada, das immer wieder als ein Beispiel einer blühenden Demokratie konnotiert wird und auf dem Weg ist, sich selbst zu zerfleischen. Die Beispiele, die Fourest in diesem Buch anführt, könnten abstruser nicht sein. Das Beklemmende ist, dass es sich dabei um keine Einzelerscheinungen handelt. Man sehe sich die Diskussionen und Kommentare im Netz an und es wird deutlich, dass der Zug der Ignoranz und des intellektuellen Sektierertums bereits auch durch Deutschland rast.Das Wohltuende an Fourests Buch ist, dass sie nicht im blanken Entsetzen verharrt, sondern politische Perspektiven aufzeigt, die aus dem Gleichheitsprinzip resultieren und die politische Gestaltung der Gesellschaft in den Vordergrund rückt. Es wird Zeit, sich gegen die inquisitorische Technik der gesellschaftlichen Spaltung zur Wehr zu setzen. Die Lektüre ist unbedingt zu empfehlen!
Preisvergleich
1 Angebot gefunden

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 22.09.2026 18:14 Uhr.

Weitere Produkte von Edition Tiamat
Alle Produkte →
Weitere Produkte in „Bücher“
Alle in Kategorie →