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Das Thema der Präastronautik wird hier aus der Sicht eines Pfarrers geschildert. Interessant, da dieser zunächst die angelernte und verfestigte Struktur der Religion und des Inhalts der Bibel überwinden musste. Darüber hinaus aber nur wenig neue Informationen, die man nicht schon bei Charroux, von Däniken usw. gelesen hat. Dennoch eine interessante Lektüre.
Paul Wallis wird als neuer britischer Däniken vermarktet, und wenn wir ihn daran messen, muss man sagen: Im Gegensatz zu Däniken, dessen Stil oft durch Schwadronieren und Geifern gekennzeichnet ist, schreibt Wallis eloquent und amüsant. Das Buch ist eine kurzweilige Lektüre, sofern man sich für Paläo-SETI-Thesen interessiert.Freilich hat Wallis nichts Neues zu berichten. Viel Bibelauslegung, wenig Fakt und Artefakte. Bei Däniken gab es seinerzeit (ich beziehe mich hier bloß auf „Erinnerungen an die Zukunft“) viel Wunderbares zum „Anfassen“, wenn sich im Nachhinein auch herausstellte, dass manches davon erfunden war. Wenn Wallis auf archäologische Funde eingeht, tut er das völlig ohne Quelle. Aber gut, man kennt das alles schon – von Däniken, Sitchin, Charroux und Co. Was man nicht kennt (vielleicht die beachtenswerte These vom Clovis-Kometen, die hierzulande kaum diskutiert wird), hat man schnell ergoogelt. In der Regel stellt sich heraus, dass Wallis wie Däniken arbeitet: An allem ist ein wahrer Kern, doch was nicht passt, wird gar nicht erst erwähnt.Was neu ist (zumindest für mich): Wallis setzt sich mit dem Widerspruch zwischen dem zornigen, rachsüchtigen Gott des Alten Testaments und dem liebenden Gott des Neuen Testaments auseinander. Die Erklärung, die er dafür liefert, mag zutreffen oder auch nicht, aber sie klingt zumindest logisch. Auch auf die Frage, ob sich Glaube an Gott und Außerirdische ausschließen oder ob sie in Übereinklang gebracht werden können, geht er ein. Die Antworten werden Gläubigen, die Jesus lieben und Däniken mögen, Seelenfrieden spenden. Was ja nicht das Schlechteste ist, das man über ein Buch sagen kann.Aber manchmal geht es mit Wallis ziemlich durch: Der Saturnmond Iapetus sieht aus wie Darth Vaders Todesstern? Also bitte! Mit ganz viel Phantasie und einigen Bieren vielleicht. (Wie gut, dass das Buch völlig ohne Abbildungen daherkommt.) Aber selbst wenn – was hat es zu bedeuten? Das weiß Wallis anscheinend selbst nicht. Aber er schreibt es rein, um sein Buch vollzubekommen.
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Letzte Aktualisierung: 23.09.2026 18:12 Uhr.