Mir hat die Coda-Trilogie an sich sehr gut gefallen und ich kann auch nachvollziehen, das es im Sinne der Franchise ist, die ganzen Romane in einem “Crescendo“ des Untergangs zusammenbrechen zu lassen... alles andere hätte der Logik widersprochen... aber als Fan der Bücher, die mir, gerade bei DS9 und VOY, sehr ans Herz gewachsen sind weil sie eine Art “TV-Serie-Verlängerung“ war, ist es mir gegen Ende schwer gefallen, weiter zu lesen weil man wusste, dass aufgrund der neuen TV-Serie die Korrektur der Zeitlinien notwendig wurde. Es war zunehmend schwer, da das Ende immer klarer wurde... aber es war notwendig, keine Frage. Ich bin sicher dass die neuen Abenteuer auch die nun wieder korrigierte Zeitlinien wieder zulassen kann - irgendwann, irgendwie... danke für all die tollen SR-Abenteuer
Mit Beginn des dritten Teils steht bereits fest, dass es auf das Ende zugeht. Es stellt sich nur die Frage, welche Art Heldentod die Akteure sterben werden, wenn die Zeitlinie, die die Borg mit ihrer Sphäre im 8. Kinofilm "First Contact" hergestellt hatten, aufhört zu existieren. Viele Geschichten und Abenteuer, die nach der Kino-Ära ersonnen wurde, ob Enterprise, Titan, Aventine, Deep Space 9 und selbst das Ingenieurs-Raumschiff Da Vinci, enden im Nichts. Föderation, Sektion 31, Bajor, Typhoon-Pakt, alles hört auf zu existierenDrei Autoren haben es sich zum Ziel gesetzt, mit diesem Dreiteiler eine komplexe Story aufzubauen, die das notwendige Ende des Zeitstrahls, den wir Leser über Jahre verfolgt haben, plausibel erklärt.Die Devidianer, die mit Hilfe fortgeschrittener Technik durch die Zeit wandeln können und sich die Lebensenergie sterbender Kreaturen und Welten einverleiben können, bleiben eine schwer greifbare Spezies, die lediglich durch ihr Verhalten und den unbeschreiblichen Genozid, den sie konsequent durchführt, feige und abstoßend wirkt.Ich kann nicht leugnen, dass der Roman, wie auch seine beiden Vorgänger spannend geschrieben ist und es an Action keinesfalls mangelt, aber dennoch wartet dieser Dreiteiler mit sehr melodramatischen Zügen auf. Die umfassende altruistische Haltung aller Beteiligten, dem Ende heldenhaft ins Antlitz zu sehen, um wenigstens anderen Individuen ein weiteres Leben zu ermöglichen, grenzt für meinen Geschmack etwas an der Glaubwürdigkeit, bei allem Pflichtbewusstsein der getreuen Föderationsmitglieder. Andererseits wird dieses Verhalten in früheren Star Trek- Romanen öfters gerne mal zelebriert. Es ist in dem vorliegenden Abschlussband nur die geballte Ladung dieser hehren Gesinnung, die etwas zu dick aufgetragen wird. Ansonsten ist es schon ein ganz schön dolles Spektakel, das mit diesen drei Bänden und dem Endband im besonderen geboten wird. Man muss es nur noch mögen.