Als ich begann, wieder an Gott zu denken
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EAN 9783863570514

Als ich begann, wieder an Gott zu denken

Hersteller: Fe-Medienverlags Gmbh  ·  MPN: 1217739
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Produktbeschreibung

Der bekannte Autor und Journalist Peter Seewald, früher Redakteur bei Spiegel und Stern, bekannt vor allem durch seine Bücher mit Papst Bendikt XVI. (Josef Kardinal Ratzinger), schildert in diesem Buch seinen persönlichen Lebensweg, der ihn vom Atheismus und Kommunismus zum katholischen Glauben zurückgeführt hat. Dabei erzählt er auch offen von seinen Krisen und legt so ein beeindruckendes Zeugnis davon ab, dass die christlichen Werte und der Glaube für unsere Gesellschaft notwendig sind. Auch ein ideales Geschenk für Suchende und Zweifelnde.

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Jaroschek 03.05.2024 amazon.de
Jeder religiöse Mensch muss den schwierigen Schritt vom ‚Ich bin klein, mein Herz ist rein“-Kinderglauben zum Glauben des Erwachsenen gehen. Das geschieht in der Regel zur Zeit der Pubertät, in der der Mensch sich gegen Vieles auflehnt, letztlich auch gegen die Kirche. Nach dieser Auflehnungsphase entsteht dann oft ein Glaube, der sich damit begnügt, in der Pfarrei als Karteikarte zu stehen und an Hochfesten oder persönlichen Ereignissen die Kirche aufzusuchen. Seit den 60er Jahren stehen wir zunehmend in einer kirchenfeindlichen Welt, und das führt dann dazu, dass selbst die Kartei-Existenz vielen als zu viel erscheint. Mit dem Kirchenaustritt gibt man jegliche frühere Bindung auf.Den schwierigen Schritt von der absoluten Abwendung von Gott und den überzeugten und nun intensiv gelebten Wiedereintritt in die Kirche beschreibt der Autor sehr eindrucksvoll. Im Titel steht „…begann, wieder an Gott zu denken.“ Eigentlich erwartete man das Wort ‚glauben‘. Aber er hat recht, der Weg zum Glauben führt über das Nachdenken. Der beginnt mit der Frage nach der Existenz Gottes. Es ist nicht vorstellbar, dass aus Nichts alles entstanden sein soll, dass sich Materie ohne lenkenden Geist zu einer naturgesetzlich geordneten Welt entwickeln könnte. Auch ein Computer braucht einen Programmiere und ein Programm, um Sinn zu bekommen.Immer wieder stand der Autor bei seinem Weg zurück zu Gott und zur Kirche vor der ernüchternden Erkenntnis, wie die Welt ohne Gott und Kirche aussähe. Aus dem spirituellen Überbau unsere Gesellschaft entstand in wenigen Jahren eine Ruinenlandschaft. Eine die höchste Autorität Gottes anerkennende Gesellschaft verwandelte sich in eine antiautoritäre, libidinöse Gesellschaft. Dabei sinkt der Grundwasserspiegel unserer Kultur ständig ab. Intensiv bemühen wir uns um die Erhaltung der Natur, gleichzeitig reden wir aber von Sterbehilfe und erleben widerstandslos die Tötung von Millionen Embryos. Wir reden von Umweltschutz, ersticken aber im geistigen Müll unserer Zeit.Der wohl kaum kirchlich stark gebundene Joschka Fischer schreibt in einem seiner Bücher: „Eine Ethik, die sich nicht auf die normative Kraft einer verbindlichen Religion stützen kann, wird es schwer haben, von Dauer zu sein.“ Da eine Erziehung ohne Religion ein geistiges Vakuum schafft, kann man nur hoffen, dass die Achtung Gottes und der Kirchen rasch eine Renaissance erlebt. Aber Kirchenzugehörigkeit allein genügt nicht. 95% der deutschen Bevölkerung waren während der NS-Zeit kirchlich gebunden. Diese Bindung allein genügte nicht, die Katastrophe zu verhindern. Das Christsein muss überzeugt und überzeugend gelebt werden. Wir sollten uns besinnen, und die zwischenzeitlich abgehängten Kreuze rasch wieder aufhängen.
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