Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Monotheist kannte ich von Celtic Frost nur das Album „Vanity/Nemesis“, das viel zu wenig der verdienten Anerkennung gefunden hat. Fans und Kritiker waren von der Vorgängerscheibe „Cold Lake“ zu sehr enttäuscht, als dass sie „Vanity/Nemesis“ eine Chance gegeben hätten.Jedenfalls bin ich einige Zeit nach Erscheinen von „Monotheist“ auf dieses Meisterwerk gestoßen und es gibt auf musikalischer Ebene nichts, das mich so mitgerissen hat.Niemals zuvor habe ich Vergleichbares gehört. Und niemals zuvor hat mich Musik auf so zerstörerische Art und Weise erreicht. „Monotheist“ ist ein Abgrund, vor dem man steht und sich entscheiden muss, ob man springt oder nicht. Egal, wie man sich entscheidet, keine der Alternativen wird helfen. Düster, apokalyptisch und unumkehrbar zieht mich dieses Album in seinen unheilvollen Bann.Diese Platte entwickelt einen Sog, dem ich mich nicht entziehen kann. Natürlich gibt es immer mal wieder Musik, die einen runterzieht, aber so etwas habe ich weder vorher noch nachher jemals wieder gehört.Wie ein schwerer Unfall auf der Autobahn. Schrecklich, aber man muss hinsehen.Genau so geht es mir mit „Monotheist“. Treibend, bösartig, dunkel, deprimierend. Meiner Stimmung tut ein Durchlauf dieses Albums niemals gut. Anschließend fühle ich mich am Boden zerstört, aber ich mag es. Ich kann es nicht lassen. Selbst nachdem ich diese Scheibe nun mittlerweile vermutlich 50- bis 60-mal gehört habe, entfaltet sie immer die gleiche, zerstörerische Wirkung.Es gibt nur wenige Alben, die gleich ab der ersten Note eine so unheilvolle Atmosphäre erschaffen und sie bis zum letzten Ton halten. Eine „Downward-Spiral“ par excellence.Ich muss mir Mut machen, einen weiteren Durchlauf zu starten, weil ich weiß, dass es mir anschließend schlechter geht als vorher, aber ich genieße jede Sekunde dieses phänomenalen Tonträgers.Ich kann hier nur meine Stimmung beim Hören beschreiben, alles andere über „Monotheist“ ist bereits gesagt.Depressiven und Suizidgefährdeten kann ich vom intensiven Hören dieses Albums nur abraten, denn Ihr werdet anschließend springen!