Dieses Buch führt einen sehr gut in die Lebensphilosophie des Stoizismus ein. Im Gegensatz zu dem langweiligen Titlebild dieses Buches, ist der Inhalt alles andere als trocken. Es ist eine hilfreiche und praktische Anleitung für diejenige, die in dieser modernen Zeit die Lebensphilosophie des Stoizismus übernehmen wollen, oder nur an dieser interessanten Philosophie interessiert sind.Am meisten hat mir gefallen, dass das Buch nicht theoretisch, sondern sehr praxisorientiert war, was bei den meisten Philosophiebüchern nicht der Fall ist.Das einzig schlechte an diesem Buch ist das langweilige Titelbild. Lasst euch nicht abschrecken!Dieses Buch ist eines meiner Lieblingsbücher, das ich wärmstens weiterempfehlen kann.
Dieses Buch kann ein Leben verändern.Der Autor versucht, den griechisch/römischen Stoizismus in die heutige Zeit zu übertragen. Haben die alten Philosophen uns etwas zu sagen? Natürlich! Der Mensch hat sich in den letzten 2000 Jahren nicht verändert, man kann auch sagen er ist seit 100.000 Jahren derselbe geblieben, was Instinkte, Verhaltensmuster, Gefühle, Aggressionen, Ängste betrifft. Die Evolution hat ihn geformt, er hat überlebt und sich reproduziert, sonst wären wir nicht hier, also wozu eine Lebensphilosophie?Ohne eine Lebensphilosophie ist ein gutes Leben nicht zu führen, so der Autor. Man treibt durch sein Leben, wie mit dem von der Evolution in Millionen von Jahren entwickelten Autopiloten gesteuert (überleben und fortpflanzen). Das kann man so machen, aber irgendwann wird man im alltäglichen Verlauf der verrinnenden Tage etwas vermissen. Hier ist nicht die Rede von einem Gott, eine über uns wachende Instanz oder gar über einen tieferen Sinn des Lebens. Hier ist von einer Philosophie die Rede, die dem Menschen in seinem Leben einfach nur hilft, es mit Freude und Selbstbestimmung angstfrei zu leben.Irvine erläutert dies alles mit vielen Originalzitaten der Stoiker verständlich und eindrucksvoll. Viele eigenen Erfahrungen fließen in seinen Bericht ein. So beschreibt er, wie man mit dem banalem, aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigendem „Ärgern“ umgeht. Es geht um das tägliche „Ärgern“, aber auch um das „große Ärgern“, über die Politik, die Welt überhaupt, die Menschheit insgesamt. Diese negativen Gefühle rauben einem täglich ein wenig Lebenszeit und Kraft. Man lernt etwas über sinnfreien Konsum, insbesondere wie man ihn vermeidet, über das einfache Leben, über gelegentlich notwendige Unbequemlichkeiten. Man lernt über den Abbau von bei uns allen gegenwärtigen Ängsten, über die Unabhängigkeit vom (von jedem Menschen angestrebtem) Beifall unseres sozialen Umfeldes.Der Autor ist kritisch, ehrlich und realistisch. Er prüft die Philosophie auf die Tauglichkeit für unsere heutige Zeit und erläutert das an Beispielen. Ohne Zweifel wird jeder Leser nach der Lektüre wenigstens in 1 bis 2 Punkten seine Lebensqualität verbessern. Er muss sich nicht gleich Philosoph nennen wollen. Es ist auch eigentlich gar keine Philosophie im heutigen Sinne, es ist aber eine Philosophie im Sinne der Antike, die viel mehr auf ein glückliches Leben, das Bestehen des Alltages, auf das allgemeine Wohlbefinden zielte. Heute ist die Philosophie zu einer abstrakten, nur noch für einen elitären Zirkel von Eingeweihten verständlichen sogenannten „Wahrheitssuche“ geworden. Um das Leben des Menschen, um sein Wohlergehen, um sein Bestehen im Leben, um sein glückliches Ende kümmert sich die Philosophie heute nicht mehr. Das ist auch der Grund, weswegen sich die Menschen heute für die Philosophie, für diese Philosophie nicht mehr interessieren.Den Stoikern wird gelegentlich vorgeworfen, sie hätten kein Mitgefühl, keine Anteilnahme. Das stimmt so nicht. Der Stoiker lässt lediglich diese von außen kommenden Gefühle nicht an seinen innersten Kern heran. Er hat Mitgefühl, er hilft, hört zu und redet mit den Menschen. Er arbeitet für sein Umfeld, für seine Gemeinschaft. Aber seine „innere Zitadelle“, seine innerste Seele wird vor diesen Dingen geschützt und bewahrt. Die innere Zitadelle ist unberührbar, uneinnehmbar. Der innere Seelenfrieden, die innere Ruhe, werden bewahrt.
The book starts as a somewhat academic work, outlining history and philosophy of ancient stoics, then goes on to provide several interesting techniques to be used, however, the academic rigor declines and towards the end, the book has many contradictions that seem to make Stoicism not very applicable unless you want to become a hermit or not be a "real Stoic" - which is fine, I think. Simply being "somewhat stoic" about things by applying the techniques mentioned (probably best not to run around in the cold naked just to make yourself feel better about heating, tho) should suffice, just stopping sometimes and thinking instead of acting, realizing that no one benefits from several of the reactions you could have had, to me, is the essence of the book. Expanding on that instead of attempting to be overly "scientific" would have helped the book, and also made the last part that read much more like a blog seem less out of place.Note about the e-Book: the last 25% is just the references, one per page.