Jeder interessierte Naturwissenschaftler hat Charles Darwin oder zumindestens sekundäre Literatur über seineEvolutions-Theorie gelesen. Darwin revolutionierte das damalige Weltbild der Menschheit und gab der geltenden Schöpfungsgeschichte den Todesstoß. Bekanntlich wagte er es anfangs nicht, seine Erkenntnisse zu veröffentlichen, heftig und vielleicht auch tödlich wäre der Widerstand der Etablierten gewesen. Natürlich hat die überlieferte Schöpfungsgeschichte ihren Platz in unserer Kulturgeschichte, man kann schließlich nur das wissen und berichten, was zu dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt ist. Die Überzeugungen von heute, sind die Irrtümer von morgen. In 200 Jahren wird man über unseren heutigen Kenntnisstand auch nur noch milde lächeln können.Dawkins hat die Evolutionstheorie deutlicher gemacht ohne sie in der Substanz zu verändern. Er ist vom Erdgeschoss in den Keller des Darwin`schen Hauses gegangen und hat ihn ausgeleuchtet und dem Leser erklärt. An der Theorie hat sich absolut nichts geändert. Sie ist gleich geblieben, aber wir unbedarften Laien verstehen sie jetzt besser.Vorweg ein wörtlicher Ausschnitt aus der Zusammenfassung der Erläuterungen des Autors :„Die grundlegende Einheit, der Hauptmotor allen Lebens, ist der Replikator. Replikatoren sind alles im Universum, wovon Kopien gemacht werden. Replikatoren entstehen ursprünglich durch Zufall, durch das zufällige Zusammenprallen kleinerer Partikel. Ist ein Replikator einmal entstanden, so ist er in der Lage, einen unbegrenzt großen Satz von Kopien seiner selbst zu erzeugen. Kein Kopiervorgang ist jedoch perfekt, und die Population von Replikatoren wird schließlich Varietäten enthalten, die voneinander verschieden sind. Bei einigen dieser Varietäten erweist es sich, dass sie die Fähigkeit der Selbstreplikation verloren haben, und ihresgleichen hört auf zu existieren, wenn sie selbst zu existieren aufhören. Andere können sich zwar noch selbst kopieren, aber weniger effizient. Doch wieder andere Varietäten gelangen zufällig in den Besitz neuer Tricks: Sie erweisen sich als sogar noch bessere Selbstkopierer als ihre Vorgänger und Zeitgenossen. Ihre Nachkommen sind es, die die Population beherrschen werden. Im Laufe der Zeit füllt sich die Welt mit den mächtigsten und erfindungsreichsten Replikatoren“Zunächst entstanden in der Uratmosphäre aus den auf die Erde herabgeregneten Elementen entfernter Sonnenexplosionen organische Moleküle, einschließlich Aminosäuren. (Siehe Miller-Urey-Experiment 1953). In der „Ursuppe“ der später die Erde bedeckenden Ozeane ballten sich diese Moleküle zufällig immer wieder zu größeren Einheiten zusammen, um wieder zu zerfallen. Es entstanden jedoch auch stabile Verbindungen, die später durch Zufall die Fähigkeit gewannen, sich durch Anlagerung und Teilung zu verdoppeln. Das war der Alles entscheidende Schritt zu komplexen Verbindungen wie RNA und DNA, der Geburtsstunde der Gene.Fazit: Urknall-Wasserstoff klumpt sich zu Sternen/Sonnen zusammen. Diese bilden durch Energie freimachende Kernfusionen allein aus dem Wasserstoff die Elemente. Sonnenexplosionen=Supernovae. Die Elemente regnen auf unsere Erde, Uratmosphäre-Ursuppe. Bildung von u.a. Aminosäuren, zufällige Zusammenballung zu Molekülen, RNA, DNA .Zufälliger Gewinn der Eigenschaft, Kopien von sich selbst herzustellen. Die stabilsten Verbindungen breiten sich aus. Diese „Gene“ suchen sich Schutzhüllen (das sind u.a. auch wir), in denen sie eine zeitlang leben und Kopien von sich selbst herstellen. Wir als Schutzhülle sterben schnell, die Gene mit uns, aber vorher haben sie sich z.B. in unseren Kindern und Enkelkindern selbst ausreichend kopiert. Die tüchtigsten und stabilsten Gene breiten sich unaufhaltsam aus. Untüchtige sterben aus. Die Evolution ist in vollem Gange.Dawkins hilft dem Leser, Darwins Evolutionstheorie in ihrer ganzen Größe zu verstehen.