Red Seas Under Red Skies: The Gentleman Bastard Sequence, Book Two
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Unterhaltungsliteratur EAN 9780575079670

Red Seas Under Red Skies: The Gentleman Bastard Sequence, Book Two

Hersteller: Gollancz  ·  MPN: 1027542
4,7/5 (3 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Gollancz
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Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 25.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absoluter Meilenstein und ich bin restlos begeistert von der Geschichte und der Umsetzung. Die Qualität ist hervorragend und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Kaugummiqueens Bücherstube 14.05.2024 amazon.de
InhaltHalb tot und als seelisches Wrack ist Locke dem Kampf mit dem Gray King entkommen und konnte seinen Feind besiegen. Doch alle Siege der Welt sind nichts wert, wenn man eigentlich nicht mehr leben möchte. Nur mit Müh und Not kann Jean seinen besten Freund überzeugen, nicht aufzugeben. Und tatsächlich, nach einiger Zeit ist Locke bereit für seinen nächsten großen Coup: Er will den unknackbaren Tresor von Requin ausrauben, der Besitzer des Casinos von Tal Verrar. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Als der Archon von Tal Verrar, Maxilan Stragos, auf Locke aufmerksam wird, zwingt er ihn und Jean in seine Dienste. Schon bald werden die beiden Freunde in einen Machtkampf hineingezogen, der viel gefährlicher ist, als gedacht. Und sie finden sich auf fremden Metier wieder: Auf einem Schiff mitten auf dem Ozean...Meine MeinungAuch wenn es mittlerweile wieder fast ein halbes Jahr her ist, seit ich The Lies of Locke Lamora gelesen habe, so ließ mich das Buch seitdem nicht mehr los. Daher war es für mich klar, dass ich nun den zweiten Band der Reihe lesen musste. Ich habe, wie auch schon beim ersten Band, ziemlich lange dran gesessen, was einfach daran liegt, dass die Bücher von Scott Lynch sich nicht einfach so runter lesen lassen. Sie sind nie langweilig oder dergleichen, aber umfangreich und der Schreibstil ist auch nicht ohne. Doch dazu später mehr.Der Prolog des Buches lässt einen mit vielen Fragezeichen im Kopf zurück. Man erkennt, dass ein späterer Handlungsstrang gezeigt wird und man fragt sich einfach, was alles im Verlauf der Geschichte passieren wird, damit es soweit kommt. Den der Prolog schockiert ein bisschen. Irgendwie glaubt man nicht, was man da liest, aber gleichzeitig weiß man, dass Scott Lynch seine Leser gerne überrascht und schockiert. Daher wird durch den Prolog die Neugierde natürlich unheimlich angefacht und man möchte unbedingt wissen, was passiert. Das erste Kapitel ist dann ein gewaltiger Sprung und Schnitt, denn man befindet sich mit Locke und Jean im Casino, was die beiden gerne ausrauben wollen. Sie spielen ein Spiel, das Carousel Hazard genannt wird und als absolut sicher vor Tricksereien und Betrügereien gilt. Natürlich sehen Locke und Jean dies als Herausforderung und beweisen mal wieder, dass nichts vor ihnen sicher ist und sie auch bei diesem Spiel betrügen können.Die Handlung in dem Buch umfasst etwa zwei Jahre, wobei die Handlung aus der Gegenwart etwas über zwei Monate in Anspruch nimmt. Wie schon im ersten Band werden die einzelnen Kapitel immer wieder von Interludes unterbrochen, die in Red Seas under Red Skies nicht Interludes heißen, sondern Reminiscence. In diesen Kapiteln erfahren wir von Lockes und Jeans Verbleib nach dem Kampf gegen den Gray King und vor der Gegenwartshandlung. Locke ist nach den Ereignissen in Camorr ein echtes Wrack - körperlich und seelisch. Er lässt sich gehen, säuft, und möchte eigentlich nur noch sterben, da er mit seiner Schuld, die er auf sich geladen hat nicht leben kann und nicht leben will. Währenddessen versucht Jean immer wieder, Locke dazu zu animieren, seine Fähigkeiten zu trainieren, vorwärts zu blicken, zu leben. Ich fand die Szenen sehr eindrücklich, da ich sowohl Locke, als auch Jean verstehen konnte. Lynch schildert sehr gut und überzeugend die inneren Dämonen, die Locke gefangen halten und die Frustration von Jean, als er seinen besten Freund nicht mobilisieren kann. Zunächst wird für den Leser nicht ersichtlich, was genau Lockes Pläne sind. Schon wie im ersten Band werden nur häppchenweise Antworten geliefert und erst mit der Zeit wird der Umfang des Coups deutlich. Die zwischendurch eingeschobenen Reminiscences geben immer wieder zusätzliche Informationen, aber gleichzeitig verwirren sie auch, da man überlegt, wie alles zu einem großen Ganzen zusammengefügt wird. Die Handlung ist dabei nicht unlogisch und man weiß als Leser, dass alles irgendwann logisch miteinander verknüpft wird, aber Lynch hat das Talent, die Leser am Haken zappeln zu lassen, indem er immer wieder Stück für Stück ein bisschen Information rausrückt und im selben Moment für tausend neue Fragen sorgt. Zudem wird die Handlung, beziehungsweise der Plan von Locke und Lynch, nach der Hälfte des Buches unterbrochen und sie werden in die Dienste des Archons gezwungen, auf eine sehr perfide und unschöne Art und Weise. Ich fand es sehr clever vom Archon, aber ich hätte ihm beim Lesen gerne eine reingehauen!Locke und Jean müssen ein Schiff kapern und in See stechen - etwas, was sie immer so gut es ging abgelehnt hatten. Daher werden nun einige Seiten damit genutzt, den beiden beizubringen, ein Schiff zu steuern und wie ein Pirat zu leben. Okay, ich kann mir vorstellen, dass diese Seiten einige Leser abschrecken könnten und ja, sie sind auch ziemlich umfangreich und irgendwann fragt man sich, wofür man die erste Hälfte des Buches gebraucht hat, wenn es in der zweiten Hälfte um eine ganz andere Handlung geht, aber irgendwie fand ich es doch recht interessant, die beiden dabei zu begleiten, wie sie mehr schlecht als recht zu Piraten ausgebildet werden. Zwischendurch habe ich mich aber auch gefragt, wie Lynch den Bogen zur ersten Hälfte der Handlung schaffen würde, denn an sich sind die erste und die zweite Hälfte völlig unterschiedlich. Die Abenteuer, die Locke und Jean als Piraten erleben waren aber spannend und unterhaltsam und ich muss gestehen, dass ich die zweite Hälfte des Buches viel schneller gelesen habe als die erste, was ich zuerst nicht gedacht hätte.Doch natürlich, nach einer gewissen Zeit, kommt alles zu einem eng verknüpften Handlungsstrang zusammen und die Ereignisse überschlagen sich. Locke und Jean haben mal wieder zu hoch gepokert und auch wenn sie viele Schritte bedacht haben und den meisten viele Schritte voraus sind, so sind sie jedoch nicht allwissend und allmächtig und müssen erleben, dass ihnen Schnippchen geschlagen werden und sie Opfer bringen müssen. Das ist es, was ich an den Büchern so gut finde. Locke ist sehr intelligent und spitzfindig und kann die meisten Menschen übers Ohr hauen, aber er macht dennoch Fehler, kalkuliert falsch, wird überrumpelt. Vor allem die letzten hundert Seiten zeigen deutlich, dass Locke ein wenig die Überhand verliert, was er und Jean teuer bezahlen müssen. Lynch hat schon im ersten Band bewiesen, dass er nicht zimperlich mit seinen Figuren umgeht und auch in diesem Band ist er gnadenlos und teilweise grausam. Am Ende war ich wirklich baff, denn Locke hat nun endgültig seinen Dämpfer bekommen, was ich wirklich krass fand. Und dieser Cliffhanger, liebe Leute. Da will man den dritten Band unbedingt so bald wie möglich lesen.Und wieder einmal möchte ich erwähnen, wie sehr ich den Schreibstil von Scott Lynch liebe. Ich vergöttere ihn nahezu. Die Sprache ist schwierig und anspruchsvoll, vor allem für einen nicht-Nativespeaker, aber die Bücher zu lesen, es ist die reinste Freude. Lynch spielt so geschickt mit Worten, drückt Sachen so perfekt aus, für die mir die Worte fehlen, dass ich immer wieder nur staunen kann. Ich weiß nicht, wie die deutsche Übersetzung ist, aber ich kann jedem nur empfehlen, die Bücher im Original zu lesen, wenn er der englischen Sprache recht sicher ist, denn der Stil von Lynch ist ein wahrer Augenöffner!FazitRed Seas under Red Skies war in meinen Augen eine gelungene Fortsetzung. Den ersten Band mag ich immer noch einen Tacken lieber, aber der zweite Band wird dennoch zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Das Ende ist ein richtig krasser Showdown mit überraschenden Wendungen, einer Story, die (fast) alle losen Fäden zusammenbindet und vor allem den Leser mit einem der fiesesten Cliffhanger überhaupt zurücklässt. Ich kann das Buch allen empfehlen, die schon den ersten Band mochten, gerne miträtseln, was die Protagonisten so vor haben. und vor allem gerne Piraten- und Seeräuber-Geschichten lesen. Ich vergebe abschließend 5 von 5 Sternen!
Andre Sitter 14.05.2024 amazon.de
Locke und Jean haben ein klitzekleines Problem in ihrem Leben. Verstoßen aus ihrer Heimat, ihrer Freunde großenteils beraubt und von einer auf Rache aussinnenden Gilde dunkler Zauber verfolgt versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen und setzen dabei auf ihre alten Qualitäten: Diebstahl und Betrug, aber natürlich auf eine stilvolle Tour. Auch dieses Mal haben sie sich einen großen Trickbetrug vorgenommen, aber erneut scheint es das Schicksal mit unseren Helden übel zu meinen und sie begeben sich tief in einen Mix aus politischen Intrigen und alten Rechnungen. Dabei treffen sie erneut auf viele liebenswürdige Charaktere, erleben haarsträubende Abenteuer samt vieler Wendungen und bleiben dabei vor allem eines: GentlemanDas Buch bewährt im Wesentlichen die Stärken seines Vorgängers. Nach wie vor ist es ein Genuss der schnell voranschreitenden, um nicht zu sagen hastenden, inhaltsreichen Geschichte zu folgen. Im Wesentlichen hat sich die Grundthematik der Geschichte nur leicht verändert, wurde aber geschickt erweitert, auch wenn einem am Anfang viel bekannt vorkommt und einem der Autor wohl gemeint lange in die Irre führt. Einer der Hauptkritikpunkte des Vorgängers wurde ausgemerzt, endlich finden wir auch mehr aktivere weibliche Figuren. Auch die sozialkritische Komponente wurde etwas erhöht und wir erleben die ganze Dekadenz von Lockes Welt in welcher die Unterschiede zwischen Arm und Reich weit größere Auswirkungen haben als in unserer Gesellschaft. Im Wesentlichen ist das Buch aber nach wie vor eins: Pure und reine facettenreiche Unterhaltung. Lynch schafft einige erstaunliche Bilder, die einem so leicht nicht aus dem Gedächtnis geraten. Sicherlich ist alles bewusst auf "dramatisch" gestimmt und teilweise schimmert die literarische Inszenierung etwas zu stark heraus, was sich in einigen Längen im Mittelteil des Buches niederschlägt, aber Lynch hat sich hier verbessert. Wir finden nun mehr Andeutungen, mehr subtilere Anmerkungen zur Welt sowie einen Zeitsprung in der Handlung. Die Geschichte wirkt natürlicher. Viele der Szenen kann man sich bereits lebhaft auf der Leinwand vorstellen, Lynchs Werk ist voll vom Einfluss anderer Medien seien es Computerspielen, Anime oder die Inszenierung moderner SciFi seit Matrix im Film und so ist es wohl auch nur konsequent, dass wir auch dieses Buch wohl bald als Film finden werden. Ich freue mich darauf und jeder Leser, der bereits Lockes Abenteuer mit Begeisterung verfolgt hat kann sich ebenfalls freuen: Dieses Buch ist keine simple Fortsetzung des Geldes Willens, sondern ist sogar noch besser und ideenreicher als sein Vorgänger.
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