Ein gut lesbar geschriebenes und wunderbar fotografiertes Buch über klassische Audio Produkte. Die Auswahl der Produkte vor 2000 ist gut recherchiert: die meisten der "Klassiker" sind erwähnt. Endlich mal ein Buch, wo man schnell nachsehen kann, wie ein Marantz 10B, ein EMT 927, und ein McIntosh 275 aussehen.Der schlimmste Fehler des Buches ist, das ALLE japanischen Plattenspieler aus den 70er, 80er, und 90er Jahren fehlen. Keine Ikonen wie Micro DDX 1000, Yamaha GT2000, Technics SP-10, Pioneer P3, JVC TT-101. Auch viel gesammelte Geräte wie der Technics SL-1200 MK2 fehlen. Seltsam, da fragt man sich wie die meisten Leute in Japan oder woanders damals Musik abgespielt haben. Oder wie Schallplatten ohne die Technics Laufwerke geschnitten werden...Viele der technischen Kommentare sind sehr gut geschrieben: der gleichzeitige Aufstieg von Horn Lautsprechern und SET Verstärkern in den 90ern ist gut erklärt. Mit der Physik kommt der Autor nicht zurecht: z. B. die Beschreibung wie ein Class-A Verstärker funktioniert (Seite 98) ist komisch in ihrer Hilflosigkeit.Bei den neuen Geräten scheint es einen Konflikt damit zu geben, das der Autor Hifihaendler ist. Nach 2000 werden fast nur teure Geräte von Kleinstherstellern vorgestellt. Allein wegen der geringen produzierten Stückzahl werden diese Geräte es nicht zum Klassiker schaffen. Und der Totaldac hat in diesem Buch nichts zu suchen, der ist einfach nur schlecht und superteuer. Das ist eine Beleidigung von den guten, mutigen, genialen Audio Designern in diesem Buch.
Die Texte sind in Englisch, aber für Menschen mit entsprechenden Schulkenntnissen kein Problem. Für Wörter, die einem nicht so bekannt sind gibt es ja Google. Darüberhinaus ein wirklich faszinierendes Werk über die Geschichte des anspruchsvollen Hörgenusses.