"The last song" ist eine berührende Geschichte über zwei Scheidungskinder, welche den Sommer bei ihrem Vater verbringen sollen. Die 17jährige Ronnie und der 10jährige Jonah finden sich in einem Küstenstädtchen wieder und während Jonah glücklich darüber ist, seinem Vater endlich wieder für längere Zeit nahe sein zu können, distanziert sich Ronnie von diesem, da sie ihm die Schuld an der Scheidung seiner Eltern gibt und ihm bis heute nicht verziehen hat und dies auch nicht vorhat. Die rebellische Jugendliche konnte ich Sparks in dieser Erzählung nicht so sehr abnehmen. Wut und Zorn, Gefühle, welche diese junge Frau anfangs im Buch haben sollte, sind für mich beim Lesen nicht nachvollziehbar gewesen. Anders lesen ließ sich der Teil der Geschichte, in welchem sich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter langsam aber stetig verbessert als auch die Liebesgeschichte zwischen Will und Ronnie. Diese ist zwar öfter etwas oberflächlich beschrieben, aber im Grunde lernt man hier die wahre Ronnie kennen und erlebt gerne mit, wie sie erwachsen wird. Dieser Teil des Buches ist dem Autor meiner Meinung nach deutlich besser gelungen. Weiters hat mir am Aufbau des Buches gefallen, dass die einzelnen Kapitel aus der Sicht der einzelnen Personen erzählt wurden und die ganze Geschichte nicht nur aus der Sicht eines dritten geschrieben wurde. Das Ende war durchaus bewegend und natürlich auch ein wenig verkitscht, wie es sich für ein Buch von Nicholas Sparks gehört, aber im Grunde ist es ein gutes und schönes Buch über das Erwachsenwerden, das Vergeben, das Vertrauen und sich öffnen für die Liebe und das Leben.