Wer sie noch nicht kennt: Agatha Raisin ist eine übel gelaunte, ehemals erfolgreiche PR-Managerin, die vor einigen Jahren ihre gut gehende Firma verkauft hat, um sich in den Cotswolds (England) in einem malerischen Dorf zur Ruhe zu setzen. Sie ist Anfang/Mitte 50 (das echte Alter verrät sie einem ja nie) und ständig auf Männerfang. Sie ist unglücklich in ihren Nachbarn James verliebt und fällt öfter mal auf den einen oder anderen Bewerber herein. Vor allem aber stolpert sie in jedem Band der Erfolgsserie über den einen oder anderen Mord. Ich würde Neueinsteigern empfehlen, zuerst Band 1 "The Quiche of Death" zu lesen. Dort werden alle wichtigen Charaktere eingeführt. Agatha hat eine eigene Detektei eröffnet, mit einer Sekretärin, einem Büro und allem, was so dazu gehört. Ihre erste Klientin kommt auf Empfehlung von Charles, dem geizigen und notorisch gelangweilten Landadligen. Mrs. Laggat-Brown fühlt sich bedroht und fürchtet, dass jemand die anstehende Verlobungsfeier ihrer Tochter stören könnte. Tatsächlich passiert ein Anschlag. Und danach ist der erste Tote nicht weit.Am Ende löst Agatha, gelegentlich unterstützt von Roy, ihrem ehemaligen PR-Kollegen, den Fall. Aber mittlerweile sehen die Bewohner von Carsley sie als notorische Unruhestifterin an, die einen Mord nach dem anderen anzieht. Ihr Beliebtheitsgrad, der ohnehin nie sehr hoch war, ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Da hilft nur eines: eine Weihnachtsfeier für alle! Das Buch endet mit einem desaströsen Festagsessen, was wiederum so lustig ist, dass der Ort Carsley ihr vergibt. Ein typisches Agatha-Raisin-Ende.
Ich liebe Agatha Raisin Krimis (und auch "Hamish Mc Beth" von Beaton die vom Stil her ähnlich sind). Sie beschreibt auch die kleinen Ärgernisse des Alltags und charakterisiert sehr gut. "The Deadly Dance" passt gut dazu, gehört meiner Meinung nach aber nicht zu den besten. Wie schon beschrieben, hat Agatha nun eine eigene Privatdedektiv-Agentur. Warum ich nur vier Sterne vergebe: Die Vielzahl der Anschläge auf ihr Leben ist übertrieben. Sie ist nicht James Bond...Die vielen Tippfehler sind störend. Während des Lesens habe ich mich schon gefragt, ob das niemand Korrektur liest. Trotzdem habe ich mir schon den nächsten Agatha Raisin heruntergeladen;-)