The Children Act: Lektüre mit Audio-Online (Penguin Readers)

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Hersteller: Klett  ·  MPN: 1040701
4,4/5 (5 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Klett
EAN
9783125783577
Hersteller-Artikelnr.
1040701
Kategorie
Interpretationshilfen für Englische Literatur
Durchschnittsbewertung
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Produktbeschreibung

Als Familienrichterin beschäftigt sich Fiona Maye beruflich häufig mit Trennungs- und Scheidungsfällen: Jetzt ist sie plötzlich selbst betroffen. Aber immer wieder landen auch kompliziertere Fälle auf ihrem Tisch, die sie von ihren eigenen Problemen ablenken. So auch der Fall von Adam Henry, einem an Leukämie erkranktem Jungen, der dringend eine Bluttransfusion benötigt. Diese wird jedoch von ihm und seinen Eltern aus religiösen Gründen strikt abgelehnt. Fiona ist dem Kinderschutzgesetz ( Children Act ) verpflichtet und soll die Entscheidung der Familie juristisch überstimmen. Doch als

Bewertungen & Erfahrungen

4,4 von 5
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 08.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet sehr wertvolle Einblicke in das Thema und ist gut strukturiert, allerdings fehlt mir noch etwas tiefergehende juristische Detailtiefe.
Redaktion 08.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine fantastische und äußerst hilfreiche Ressource für alle, die sich mit dem Children Act beschäftigen, besonders für berufstätige Familienrichterinnen wie Fiona Maye. Es bietet tiefgehende und relevante Informationen, die sehr inspirierend sind.
Redaktion 08.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
scribbler 05.03.2024 amazon.de
Nach den letzten beiden eher schwachen Romanen legt McEwan hier ein wirklich lesenswertes Buch vor. Vernunft in der Auseinadersetzung mit religiösen Gehorsam und Fundamentalismus. Daneben eindrucksvoll Einblicke in die gesellschaftlichen Kreise englischer Juristen und in die Wertvorstellungen orthodoxer Juden, Moslems und Jehovas Zeugen. Alles wohl fundiert wie immer, spannend, fesselnd. McEwan schafft es, dem Leser juristisches Denken und Gesetze in unterhaltsamer Weise nahezubringen.Die Story ist spannend vom Anfang bis zum Ende, auch wenn die nur oberflächlich dargestellte Ehekrise der Richterin (Protagonistin) unnötiger Ballast ist. Aber ein Motiv ist in McEwans Romanen immer überflüssig. Und dann schießt er meines Erachtens noch an einer anderen Stelle über das Ziel hinaus. Wozu braucht er die Kuss-Szene? Dass das Verhältnis der Richterin zu dem jungen Zeugen Jehovas über eine professionelle Beziehung hinausgeht, würde der Leser ohnehin begreifen. Aber vielleicht brauchen die verklemmten Briten so einen Ausrutscher, vielleicht auch McEwan selbst. Das scheint mir aber der einzige Makel an dem Roman zu sein. Trotz allem gehört er zusammen mit "Abbitte", "Amsterdam" und "Saturday" zu den Romanen, die man auch ein zweites Mal mit Genuss lesen kann.Die deutsche Übersetzung ist übrigens hervorragend, und wer die Übersetzung parallel zum englischen Original liest, verschafft sich einen besonderen Genuss.
Arwen 05.03.2024 amazon.de
Ian McEwan ist ein Meister der englischen Sprache, der dichten Handlungsstränge und der tiefsinnigen Charakter- wie auch Milieustudien. Mit seinen mitunter geradezu satirischen, stets scharfen Betrachtungen zeigt er die Menschen in all ihrer Widersprüchlichkeit und hält unserer Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vor.Ich habe viele seiner Bücher gelesen, und sie waren allesamt absolut lesenswert.Das trifft auch auf „The Children Act“ zu. Für meinen Geschmack lässt der Roman zwar ein wenig den herrlich schwarzen, verdrehten Humor von „Amsterdam“ oder „Solar“ vermissen, aber auch diesmal geht es wieder um menschliche Stärken und Schwächen, eine bröckelnde Beziehung, brisante ethische Fragen und die Unwägbarkeit des Lebens. Kurze Begegnungen haben Einfluss auf unser Leben, und Entscheidungen, die wir treffen, zeitigen unvorhergesehene Konsequenzen.Kleine Anmerkung: Um Sprache und Ausdruck dieses Romans wirklich genießen zu können, sind mE sehr gute Englischkenntnisse erforderlich. Schulenglisch allein reicht nicht aus.Achtung, SPOILER!McEwan erzählt die Geschichte aus der Perspektive der allseits respektierten Familienrichterin Fiona Maye, einer Frau um die 60, verheiratet und eingebettet in ein berufliches und privates Umfeld, in dem alles seinen gewohnten Gang geht (oder zu gehen scheint).Verheiratet aber kinderlos, konzentriert sich Fiona auf ihren Beruf. Sie ist eine exzellente Juristin, fachlich anerkannt und geschätzt, und sie weiß um die Tragweite ihrer Entscheidungen, die tief in das Privatleben anderer eingreifen. Doch so souverän Fiona in ihrem verantwortungsvollen Beruf auch ist, er bringt psychische Belastungen mit sich. Als durch und durch rationaler Mensch, der sich auf emotionaler Ebene nur schwer mitteilen kann (und will), spricht sie allerdings nicht über diese Belastungen. Ihr Bedürfnis nach klaren Strukturen, nach Ordnung und Regeln, das ihr in ihrem Beruf hilft, erweist sich in ihrem Privatleben als hinderlich, denn Gefühle folgen nur selten Regeln. Daher kann sie mit ihnen auch nicht wirklich umgehen.Ihr Ehemann Jack liebt sie zwar, beklagt sich aber darüber, nie zu wissen, was eigentlich in ihr vorgeht. Überhaupt ist das Eheleben der beiden über die Jahrzehnte in Routine erstarrt. Jack bittet Fiona um ihren „Segen“ zu einer Affäre mit einer Jüngeren - er erklärt, dass er sich noch einmal lebendig fühlen wolle -, und als sie empört ablehnt, verlässt er die gemeinsame Wohnung.Zurück bleibt eine zutiefst verletzte und verunsicherte Frau, die nach außen hin den Schein wahrt. Höchst diszipliniert geht sie zur Tagesordnung über, um den Schmerz, die Enttäuschung und die Angst vor der drohenden Einsamkeit zu verdrängen.Jack kehrt nach ein paar Tagen reumütig zurück, doch der Status der zerrütteten Ehe bleibt lange unklar. Fiona weicht einem klärenden Gespräch aus, denn das hieße, sich auf eine emotionale Ebene zu begeben. Diese „Ehe in Schwebe“ versteht der Autor in wenigen kurzen Szenen zu vermitteln, so z.B. in einer Frühstücksszene, in der Jack Kaffee zubereitet und seiner Frau eine Tasse hinstellt, ein erster zaghafter Schritt in Richtung Versöhnung, eine kleine Bewegung aufeinander zu inmitten des beharrlichen Schweigens.Aber auch der Fall, den Fiona gerade bearbeitet, fordert sie emotional: Der 17-jährige Krebspatient Adam verweigert aus religiösen Gründen die Bluttransfusion, die ihn retten könnte, und es ist Fionas Aufgabe zu entscheiden, ob das Krankenhaus ihn gegen seinen Willen behandeln darf. Um sich ein Bild von dem jungen Mann zu machen, besucht sie ihn im Krankenhaus.Die Begegnung ist folgenschwer. Die Richterin und der Jugendliche fühlen sich auf unbestimmte Weise zueinander hingezogen.Fiona, schmerzlich an ihre eigene Kinderlosigkeit erinnert, ist von dem hübschen, intelligenten und musischen jungen Mann seltsam berührt. Adam wiederum findet in der Richterin, die selbst musiziert (klassische Musik, keinen Jazz, denn der folgt keinen Regeln), völlig unerwartet eine verwandte Seele. In einem der schönsten, intimsten Momente des Romans liest er ihr eines seiner Gedichte vor, und schließlich singt sie zu seinem Spiel auf der Violine.Die Entscheidung der Richterin ist vorhersehbar. Obwohl Adam ein für sein Alter schon sehr reifer junger Mann ist, stellt sie das Kindeswohl über das Recht auf Selbstbestimmung (es ist ein Vergnügen zu lesen, wie sie in ihrem Urteil abwägt und begründet).Damit nimmt die (tragische) Geschichte aber erst ihren Lauf. Fionas Entscheidung – eine von vielen Entscheidungen in ihrer Karriere – hat nämlich auch persönliche Konsequenzen.Adam stellt sein bisher von seiner Religion geprägtes Leben plötzlich in Frage. Zum ersten Mal sieht er Alternativen und begehrt auf. Fionas Entscheidung hat sein Leben gerettet, sie hat ihm neue Blickwinkel eröffnet, aber zugleich nimmt sie ihm auch alle Sicherheit und Geborgenheit, denn sein Umfeld, seine Eltern und seine Gemeinde, verstehen seine Auflehnung nicht. Hilfesuchend wendet er sich an Fiona, überzeugt, dass (nur) sie ihn verstehen kann.Doch Fiona, die ihrer richterlichen Verantwortung vollauf gerecht geworden ist, ist der menschlichen, der moralischen Verantwortung nicht gewachsen. Sie empfindet stark für Adam, weiß die Art ihrer Gefühle aber nicht zu deuten. Überfordert von der emotionalen Situation, grenzt sie sich ab und erkennt Adams Versuche, Kontakt mit ihr aufzunehmen, nicht als das, was sie sind: Hilferufe!Schlussendlich bedarf es gerade dieses menschlichen Scheiterns, um endlich Gefühle aus Fiona hervorbrechen zu lassen.
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