Die Leiden des jungen Werthers. Studienausgabe. Paralleldruck der Fassungen von 1774 und 1787: Goethe, Johann Wolfgang – Deutsche Literatur-Klassiker – 9762 (Reclams Universal-Bibliothek)
Goethe hat seinen sensationell erfolgreichen Briefroman des Jahres 1774 dreizehn Jahre später für seine gesammelten Schriften aus biographischer und poetologischer Distanz zu den Sturm-und-Drang-Zeiten stark umgearbeitet. Die Reclam-Ausgabe von Matthias Luserke, Spezialist für Sturm-und-Drang und den jungen Goethe, druckt beide Fassungen parallel ab und ermöglicht so auf denkbar einfache Weise einen exakten Vergleich.
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5
5 Bewertungen
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Redaktion04.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein faszinierendes Werk, das den Leser in eine tiefgründige emotionale Reise entführt, obwohl die technische Relevanz für Bremsen und Bremsenteile natürlich fehlt.
Zum Inhalt muss ich wohl nicht mehr viel sagen, das Werk ist bekannt und wird als DAS Werk des Sturm&Drang bezeichnet, dieser kurzen, aber sehr reizvollen Epoche. Hier liegt eine besonders spannende Ausgabe vor, die die Fassung von 1774 (die echte S&D-Fassung) auf der linken Seite und von 1787 (eher als Klassik einzustufen) auf der rechten Seite bietet, so dass ein direkter Vergleich stattfinden kann. Und genau das macht dieses kleine Reclamheft zu einem echten Schatz!Mit hat die Lektüre bereits in der Schule sehr gut gefallen, allerdings muss man wohl auch in einer bestimmten Gemütsfassung sein, um den Werther lesen und verstehen zu können, denn teils ist der Weltschmerz schon arg. Man möchte Werther so packen und schütteln und rütteln, dass er endlich aufwacht und dass er seinen besten Freund Wilhelm so schändlich ignoriert, ist ebenfalls nicht nett. Aber Werther ist halt verliebt in Lotte, seine Lotte...Bleibt letztlich nur noch die Frage, ist "Werther" ein Briefroman oder eher Tagebuch? Gegen das Tagebuch spricht die Tatsache, dass er Wilhelm bittet, seiner Mutter etwas auszurichten - gegen die Briefe, dass es damals Posttage gab, sprich zu bestimmten Tagen (1x in 14 Tg. In kleineren Orten, zu denen Wahlheim=Wetzlar zu zählen ist) und Werther hier manchmal zwei Briefe an einem Tag verfasst. Letztendlich ist immer noch der Inhalt und die Sprache entscheidend, und die machen das Werk ganz einfach zu einem lesenswerten Klassiker! Ferner bietet der Werther autobiographische Züge Goethes, der in Wetzlar lebte und dort ähnliches erlebte und im Werther verarbeitet.
oft gehört, mal als Film gesehen, aber das Werk an sich als Buch gelesen, ist ein Sahnebonbon. man leidet förmlich mit wie der ach so junge Werther wie ja auch so oft im realen Leben Schritt für Schritt in die Falsche verliebt, jede Szene für sich vor dem inneren Auge des Lesers entsteht wie ein Gemälde, welches man stundenlang betrachtet, dann das nächste Bild, im Saal Werther und Lotte vor dem drohenden Gewitter und das Wetter draußen kündet dannn auch das emotionale Unheil an, siehe da Werther wird der feinen Gesllschaft verwiesen , er kann Lotte nicht haben, da sie an einen Albert versprochen ist und dann erschießt sich der Arme auch noch, aber nur in der neuen Fassung, in der ersten Fassung hängt Werther nur den Erinnerungen nach. Was den Paarraleldruck angeht, so ist wohl nahezu fast alles gleich, die Schreibweise ( ausdrukken wird dann zu ausdrücken ) ist anders, auch die Rechtschreibung wird verändert und hier und da ist dann ein Adjektiv anders, was dannn schon erheblich zu einer anderen Stimmung führt. Interessant mal beides zu vergleiche, praktisch auch, dass man beide Fassungen nebeneinander stehtn hat, sodass man nicht blättern muss.Hinten im Buch gibt es dann auch noch Erläuterungen. Ein Buch für Leserattten, ein Stück zum Genießen, eine Sprache, in der einem der " sturm und Drang" regelrecht entgegenkommt, auch die jugendlichen Protagonisten reißen einen mit und man leidet förmlich mit und dann noch der Vergleich, ein Fresschen für Forschergeister. Für 8 Euro ein Schnäppchen, dass sich lohnt, nicht nur für Germanisten.
Schöne Ausgabe, bei der die 2 verschiedenen Ausgaben Parallel gedruckt sind. Die Zeilen stimmen bei beiden Versionen überein. Hinten ist wie immer bei Reclam ein Anhang angefügt.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.