'Heute, in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts, ist die Science-Fiction die vielleicht realistischste Kunst unserer Zeit.' Ein Blick auf die erfolgreichsten Filme und Fernsehserien zeigt: Science-Fiction ist das populärste Genre der Welt. Aber muss man diese Form von Unterhaltung auch ernst nehmen? Durchaus! Denn unser Zukunftsdenken hätte sich anders entwickelt, wäre es in den letzten 200 Jahren nicht unaufhörlich von den Gedankenexperimenten und Visionen der Science-Fiction-Autoren gespeist worden. Science-Fiction von H. G. Wells bis Cixin Liu kann und will neue Denk- und Erfahrungsräume erschließen - wie auch dieser Band. Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.
Bewertungen & Erfahrungen
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5 Bewertungen
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Redaktion02.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein faszinierender Einblick in die Science-Fiction und liefert eine sehr anregende Lektüre. Die Argumentation ist hervorragend und man wird definitiv begeistert sein.
Science-Fiction ist ein oft belächeltes Genre, für Fans vollkommen unverständlich, hat es doch die gleiche Daseinsberechtigung wie Krimis, oder Belletristik. Sascha Mamczak zeigt hier in der Reclam Reihe "100 Seiten" das man diese Form der Unterhaltung durchaus ernstnehmen sollte und muss, hat sie doch großen Einfluss darauf, wie wir die Zukunft sehen, welche Erwartungshaltung wir an sie stellen und sie ist nicht zuletzt Ideengeber für unzählige Erfindungen.Der Autor beleuchtet die geschichtliche Entwicklung der Sciense-Fiction und stellt zb die Frage, ob nicht schon die Erzählungen der alten Griechen, im Grunde nichts anderes als Science -Fiction waren. Er erklärt anhand verschiedener Beispiele, die verschiedenen Strömungen, genauso wie auch die unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren. Fans des Genres finden so interessante Fakts zu Autoren, Büchern, Filmen und den verschiedensten Science-Fiction-Universen. Jeder wird sich hier in mit seiner Lieblingsfigur wiederfinden. Das Buch enthält unterstützend, Abbildungen und Infografiken.Für Fans stellt das kleine Büchlein eine spannende und informative Ergänzung dar. Obwohl die Ausdrucksweise des Autors manchmal eher ins Wissenschaftliche geht, könnte ich mir auch Genrefremde als Leser vorstellen. Ihnen würde durch die Lektüre vielleicht Lust gemacht neue Wege zu beschreiten. Wege, die in die unendlichen Weiten des Universums führen könnten, genauso wie in die Tiefen des Ozeans, oder in eine andere Zeit. Der Ein, oder Andere wird überrascht sein, welche bekannten Geschichten im Grunde schon zur Science-Fiction gezählt werden.In der "100 Seiten" Reihe von Reclam sind noch viele andere Bücher zu den verschiedensten Themen erschienen, da ist sicher für jeden etwas dabei.
Auch hier bleibt Zufriedenheit Reclams 100-Seiten-Reihe konsumiert zu haben. Orientierungslos in dieser Welt (politisch kränkelt der organisierte Parteisozialismus erneut, ökologisch habe ich Photovoltaikplatten gerade noch rechtzeitig bestellt; uff) sucht man/frau wie es weitergehen kann im Kleinen und im großen Ganzen.Was liegt das näher als SF zu lesen? Und logischerweise sich mal über SF schlau zu machen. In unserer Gut-und-günstig-Welt schaue ich also auf Reclam, was in meiner Jugend tatsächlich günstig gewesen ist, etwas an der Zukunft hat sich bewahrheitet: „Alles wird immer teuerer“ (Zitat meine Großmutter). Damit lohnt es sich sich mit SF zu beschäftigen.Das Heftchen beginnt und endet mit einem fliegenden Auto, einer schmerzlichen Episode im Leben des Autors, ein Unfall zu Beginn quasi, naja. Ich schreibe ja auch immer unter Unterstützung meines Erlebens (oder meiner Marotten). Das sei (Ihm) geschenkt (und verziehen).Kenntnisreich in der Literaturgeschichte, als der SF-Entwicklung, ist das Bändchen. Punkt. Es mag als Einstieg dienen oder als ersten Happs für einen Angezuckerten. Mir aber fehlt weiterhin was denn aktuell so los ist in der Schreiberszene. Hinweise was aktuell lesbar, immerhin gibt es kein SF-Newsletter, wie etwa beim Krimi.Am Ende kann ich was einordnen, die historische Entwicklung der SF. Etwas schmal wird deren ideologische Komponenten benannt, klar weiß, westlich, oft technikversessen. Elon Musk on Mars. Nur: hier auf der Erde gilt es die Klimakatastrophe zu mindern. Möglich nur, wenn die Verwüstungen durch „unser“ Wirtschaftssystem beendet werden, am besten es selbst gleich mit.Oder doch lieber gleich wegträumen? Hinein in die schöne Utopie? Das ist keine SF, habe ich mit der Lektüre des Bändchens gelernt.
Eigentlich kann man es aufgeben, sich darüber zu wundern, aber der Autor beschreibt sich im Einstieg seines schmalen Bandes als hypersensibel (ein „hihi“ beleidigt seinen Intellekt, wer kennt das nicht). Da möchte ich auch hypersensibel reagieren, obwohl der geradezu selbstverständlich ist: Ich meine den westzentrierten Blick aufs Genre.Über viele Seiten versucht Sascha Mamczak dem SF-Genre den bedingt verdienten literarischen Anspruch zuzusprechen. Leider kann man nur schwer übersehen, dass 95 Prozent der SF - Autorinnen und Autoren Unterhaltung vor (bestenfalls) intellektuellen Anspruch stellen. Daran wird sich schon wegen der speziellen Leserschaft so bald nichts ändern, die keine Sprachexperimente erwartet, obwohl SF dafür eigentlich bestens geeignet wäre. Literarisch lassen viele der voluminös aufgeblasenen Romane einfach nur zu wünschen übrig. Man kann es mit der sonstigen Literatur vergleichen, aber eigentlich wissen wir, dass dieser Vergleich hinkt. Im Kino und beim Streaming ist es nicht anders. Genau darum auch meine Kritik.Wie leider so oft fällt auch hier die Entwicklung im Osten völlig unter den Tisch. Mindestens eine von hundert Seiten wäre sie wert gewesen. Denn hinter dem „Eisernen Vorhang“ wurden die Entwicklungen der SF im Westen - so gut es ging - genau registriert. Gedruckte West-SF blieben natürlich die Ausnahme – sehr zum Bedauern der Fans. Die Ost - SF musste unter der staatlichen Zensur stark herumlavieren und trieb so ihre ganz eigenen Blüten. Gerade weil der Autor die intellektuelle Anerkennung des Genres herbeischreiben will, kommt er doch um so wichtige Autoren wie z.B. Stanisław Lem und die Brüder Arkadi und Boris Strugazki gar nicht herum. Ausgerechnet diese SF-Riesen, die Anspruch im Genre geradezu verkörpern, bleiben bei ihm außen vor?Lem beispielsweise hat sich sehr rüde zur amerikanischen SF-Literatur geäußert, die meisten Romane hielt er für idiotisch, pubertären Kinderkram (Asimov eingeschlossen). Nicht zuletzt wurden seine und Strugatzkis Werke in der Bundesrepublik bei suhrkamp verlegt, literarischer gings kaum. Ihr Einfluss aufs Genre (das zeigen auch die Verfilmungen) kann Angesichts überschaubarem Gleichwertigen nicht hoch genug geschätzt werden.Hundert Seite lassen ganz sicher wenig Raum für Details, aber so viel Platz muss sein. Bei aller Liebe zu „Blade Runner“.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.