Der Gedanke dass Jesus 'für uns' gestorben ist ja dass er für unser Heil sogar sterben 'musste' hat in unserer pluralistischen und säkularen Welt seine einstige Plausibilität verloren. Es steht uns jedoch jederzeit ein geradliniger Weg offen der zur Klarheit darüber führt wovon in den Symbolen von und um Jesu Tod die Rede ist: Es ist der Weg zu den Quellen. Dazu lädt der vorliegende Text ein nicht nur verunsicherte Christen sondern alle die den Gehalt eines der zentralen christlichen Symbole ohne Vorurteile verstehen möchten. Helmut Fischer erfahrener Lehrer und Kommunikator wendet sich mit seinem knappen theologisch fundierten und gut verständlichen Text an Pfarrer innen Religionslehrer innen Gruppenleiter innen die gut aufbereitetes Material suchen Arbeits- und Gesprächskreise die eine gemeinsame Informationsbasis brauchen aber auch an Schüler innen in oberen Klassen die sich auf eine zuverlässige Übersicht stützen wollen.
Bewertungen & Erfahrungen
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Ich fühlte meine ablehnende Haltung gegenüber der gängigen kirchlichen Vorstellung vom Opfertod Jesu am Kreuz gegenüber meinem Verständnis der Jesu Botschaft der Liebe und Treue Gottes zu uns Menschen bis in den Tod endlich verstanden. Der Autor erklärt sehr verständlich, wie es historisch zu dieser zentralen christlichen Kernbotschaft in den westlichen Kirchen gekommen ist.Ein Gott, der das Blut seines Sohnes zur endgültigen Vergebung der Sünde der Welt wünscht, ist für mich nicht akzeptabel und passt nicht in die christliche Botschaft des liebenden Gottes. Es sollte Jesu Kommen für uns Menschen mit seiner Frohen Botschaft sein und nicht sein Opfertod. Danke Herr Fischer!
In diesem Buch ist sehr klar herausgearbeitet der Unterschied zwischen der Deutung der Ostkirche gegenüber der Westkirche bezüglich des Todes von Jesus Christus. An Hand der Evangelien, besonders des Johannesevangeliums, deutet Helmut Fischer den Sinn dieses Todes. Es sollte, nach dem Tod von Jesus Christus der neue Mensch entstehen, frei von Hass, Missgunst und Neid, der "Neue Adam", erfüllt von Liebe zu GOTT und zu seinen Mitmenschen. GOTT wollte zweimal einen neuen Menschen schaffen. Nach dem ersten Misslingen, rottete Gott die Menschheit durch die Sintflut aus. Der zweite Versuch erfolgte durch Jesus Christus.Es ist klar ersichtlich, dass auch dieser Versuch fehlgeschlagen ist. Wie wird die Reaktion Gottes nach diesem zweiten Misserfolg aussehen?Alles in allem ein ausgezeichnetes Buch!
Das schmale Bändchen zeigt auf, wie es im Laufe der Geschichte des Christentums zur Vorstellung des Sühnetodes Christi gekommen ist und dass dies nicht per se ein wesentlicher Bestandteil des Christentums ist. Das neue Leben, von dem Jesu spricht, ist ein Leben, das jedem in der Nachfolge hier und jetzt zugänglich ist, ohne mythologische Vorstellung eines stellvertretenden Todes Christi am Kreuz. Helmut Fischer gelingt es, alten Ballast als solchen, in einem Rückgang zu den Quellen, sichtbar zu machen. Die Frage "Musste Jesus für uns sterben?" kann daher klar mit NEIN beantwortet werden. Eine andere Frage ist es, was für Symbole für die wesentlichen Inhalte der Botschaft Jesu, seine Botschaft der Liebe, in der Gegenwart gefunden und verstanden werden können. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, eine kurze, aber sehr lohnende Lektüre.
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