Lars erwacht aus dem Winterschlaf. Doch irgendwas ist anders. Da, wo er früher sein Futter gefunden hat, schwimmt kein einziger Fisch mehr. Und auch die Robben und Möwen finden kein Futter mehr. Erst beschuldigen die Tiere einander, doch dann finden sie heraus, wer die wahren Übeltäter sind: die Menschen. Zusammen mit seinen Freunden unternimmt Lars eine kühne Rückeroberungsaktion. Der Kleine Eisbär ist nicht nur niedlich, er ist auch engagiert. In seinem neusten Abenteuer setzt sich sein Schöpfer Hans de Beer mit hochaktuellen Umweltthemen auseinander. Er tut dies klug und für Kinder verständ lich. Mit Bildern, die durch ihren Detailreichtum verblüffen. Enthält die Themen: Meeres- und Artenschutz Anderen helfen und Hilfe annehmen mit der Botschaft "gemeinsam stark sein"
Bewertungen & Erfahrungen
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5 Bewertungen
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Redaktion18.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare Geschichte, die mich sofort in die Welt von Lars und den verschwundenen Fischen entführt und mich sehr begeistert hat. Die Geschichte ist sehr charmant und perfekt für Freundschaftsgeschenke.
Die Kinderbücher von Hans de Beer haben einen ganz eigenen, unverkennbaren Stil, der nicht nur beim kleinen Eisbär Lars präsent wird, sondern auch in vielen anderen Büchern aus seiner Feder (kleiner Dodo, Gustav ganz groß, und viele andere Einzeltitel). Dies betrifft nicht nur die liebevollen und detailreichen Zeichnungen, sondern auch den Text der Bücher selbst. Ich habe bisher noch kein Buch von ihm in der Hand gehabt, das das Prädikat „kindgerecht“ nicht in vollem Umfang erfüllt hätte. Dies ist eine sehr beruhigende Erfahrung für Eltern, die ihre Kinder mit geeigneten Büchern erfreuen wollen.Auch das nun vorliegende Kinderbuch aus der Reihe um den kleinen Eisbären Lars bietet gute Kinderunterhaltung und eröffnet zugleich den Zugang zu Metathemen – genau wie ein Kinderbuch also sein soll. Lars erwacht aus dem Winterschlaf und hat erst einmal mächtig Hunger. Der ist so groß, dass er den Weg zur Fischbucht ganz alleine auf sich nimmt, sogar durch die gruselige Gletscherspalte. Aber siehe da, die Fischbucht bietet keinerlei Nahrungsüberfluss wie früher, sondern Lars, ein Seehund und ein Vogel müssen zeitgleich im Wasser nach einem der letzten übrigen Fische suchen. Zuerst beschuldigen sie sich gegenseitig, mit ihrer Präsenz die Fische zu vertreiben, aber dann werden sie eines Besseren belehrt: der Mensch ist es, der in das Gebiet eingedrungen ist und mittels Boje, Funkanlage und Hubschrauberbegleitung große Containerschiffe durch die Bucht lenkt, die natürlich für einen Rückgang des Fischbestandes sorgen. Was tun? Erst einmal der Sache auf den Grund gehen, eine schlaue Lösung finden und dann mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass der Mensch sich zurückzieht. Details sollen hier nicht vorweggenommen werden, aber die Lösung des Problems ist für die kleinen Leserinnen und Leser sehr gut nachvollziehbar, bildlich und wörtlich, und darüber hinaus ist es ein Lehrstück darüber, wie man mit vereinten Kräften auch scheinbar Unmögliches erreichen kann.Auch dieser neue Band aus der Eisbär-Reihe ist liebenswert und eine klare Empfehlung für die anvisierte Zielgruppe von Kindern zwischen vier und sechs Jahren.
Das Buch kommt als stabiles Hardcover mit normalfesten Seiten.. Auf jeder Seite finden sich ein überschaubarer Text und sehr ansprechende Zeichnungen. An der Gestaltung des Buches gibt es also nichts auszusetzen, an der Geschichte meiner Meinung nach schon:Das Buch thematisiert das wichtige Thema Klimawandel, indem Lars aus dem Winterschlag aufwacht und es merklich wärmer ist als früher. Als er zu einer Buch wandert, wo es früher immer viele Fische gab, muss er feststellen, dass es kaum mehr Fische gibt, sich dafür aber die Menschen breitgemacht haben, symbolisiert durch riesige Schiffe, eine Funktstation und eine Boje. Mit neu gefundenen Freunden macht sich Lars daran, das Problem zu "lösen". Und diese Lösung halte ich nun für hochproblematisch: Der Vogel rufe seine Freunde, die über die Funkstation herfallen und sie zerstören, die Robbe versenkt mit ihren Freunden die Boje. Einerseits wird Kindern nun ein "Gemeinsam-sind-wir-stark" vermittel; das wäre sicher positiv. Andereseits wird aber auch die Zerstörung von fremdem Eigentum, legitimiert durch den scheinbar guten Zweck, proklamiert. Das halte ich moralisch nicht nur für den Kompass der 3-,4-,5-jährigen Zielgruppe für schwierig. Das Verhalten wird in keinster Weise kritisch reflektiert, sondern ist die Lösung für das Problem der Tiere am Nordpol. Meiner Meinung nach hat Gewalt als Lösung von Problemen in modernen Kinderbüchern aber nichts zu suchen; ganz abgsehen davon, dass diese Lösung auch im Sinne der Umwelterziehung sinnlos ist.Insgesamt: Das Buch behandelt auf optisch ansprechende Weise ein wichtiges Thema, versagt aber im Aufzeigen einer sinnvollen Lösung.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.