Joseph Anton: Autobiografie - Friedenspreis für Salman Rushdie 2023

Joseph Anton: Autobiografie - Friedenspreis für Salman Rushdie 2023

Hersteller: Penguin Verlag  ·  MPN: 1233560
5,0/5 (4 Bewertungen)
Günstigster Preis
17,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei averdo DE Versand: k.A.
Bei 1 Anbieter im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
Bei averdo DE kaufen — 17,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A.

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
PENGUIN VERLAG
EAN
9783328110330
Hersteller-Artikelnr.
1233560
Kategorie
Literaturkritik - 20. Jahrhundert
Durchschnittsbewertung
5,0 / 5 (4 Bewertungen)
Günstigster Preis
17,00 € (averdo DE)
Anbieter im Vergleich
1 Shops

Produktbeschreibung

"Gerade jetzt muss man Salman Rushdies Autobiografie lesen. Sie lehrt, dass man den Mob widerstehen muss." Welt am Sonntag Was bedeutet es für einen Schriftsteller, über neun Jahre lang mit einer Morddrohung zu leben? Wie fest hat die Verzweiflung sein Denken und Handeln im Griff? Zum ersten Mal erzählt Salman Rushdie seine beeindruckende Geschichte; es ist die Geschichte eines Kampfes: dem Kampf um die Meinungsfreiheit. Rushdie erzählt vom teils bitteren, teils komischen Leben unter bewaffnetem Polizeischutz; von den engen Beziehungen, die er zu seinen Beschützern knüpfte; von seinem

Bewertungen & Erfahrungen

5,0 von 5
4 Bewertungen
5 ★ 4
4 ★ 0
3 ★ 0
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 18.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine wirklich inspirierende Lektüre, die einen tiefen Einblick in die Notwendigkeit, Widerstand zu leisten, gibt. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich von seiner Geschichte inspirieren lassen möchte.
Art Hirtman 17.06.2024 amazon.de
„Joseph Anton“, das ist der nome de guerre Salman Rushdies, zusammengesetzt aus den Vornamen zweier seiner literarischen Idole – ein Pseudonym, das sich der Schriftsteller zulegt, um in seinem Versteck zu überleben. Es erlaubt ihm nun autobiografisch-distanziert von sich in der dritten Person zu erzählen, ohne dass dies affektiert wirkt.Die autobiografische Erzählung hat zwei starke Pole: Der negative Pol liegt im AUSGELIEFERTSEIN. Ich war verblüfft, wie wenig sich der britisch-indische Schriftsteller nach dem „Todesurteil“ des siechen iranischen Ayatollahs auf die staatsbürgerliche Solidarität seiner Regierung (zunächst Mrs. Thatcher) verlassen konnte. Das politische Spiel um Rushdie ist zutiefst beschämend, erschreckend und zeigt auf, wie leicht sich eine westliche Gesellschaft durch den Angriff auf eine exponierte – und als Künstler per se schwache – Einzelperson selbst entblößen und gegenüber einer zynischen Diktatur opportunistisch entblöden kann.(Lesern, die hinter der Schwäche des Westens gegenüber dem islamistischen Fundamentalismus stets nur naive „68er“ oder blöde „Mulitkultifreunde“ wittern, wird die Lektüre eine Überraschung bereiten: Zu den größten Rushdie-Feinden – sollen ihn die Mullahs doch kriegen – zählten rechte Torry-Abgeordnete und die rechte Boulevardpresse, die sich mit der produktiven Geistesgröße Prince Charles um die Kosten des Personenschutzes für den nichtsnutzigen Schriftsteller ausließen…)Den positiven Pol bildet SOLIDARITÄT in Gestalt von Menschen, die das private Leben Rushdies teilten, der schlichten Professionalität der einfachen Polizisten und einer großen Zahl prominenter Köpfe vor allem des britischen, französischen und des US-Geisteslebens. Franziska Augstein hat in der „Süddeutschen Zeitung“ einmal über Stephen Frys Autobiografie angemerkt, diese bestehe aus substanzlosem Namedropping von Showbiz-Prominenz. „Joseph Anton“ könnte man auch so lesen, dass hier allzu viele große Namen der westlichen Geisteswelt dem verfolgten Helden die Hand schütteln – so wäre es wohl, wäre der Anlass nicht: ihre Solidarität.Rushdie geht mit seinem reichhaltigen eher intimen Desastern recht schonungslos um, dem Scheitern seiner Ehen, die nicht (allein) den widrigen Umständen nach der Fathwa Khomeinis geschuldet waren. Angenehm indes: Diese Schonungslosigkeit liegt weitaus näher an einer lakonischen Erzählung als einer psychologisierenden Selbstanklage. Das lässt sich gut lesen und zeugt meines Erachtens von der richtigen Einstellung gegenüber Brüchen im eigenen Leben. Und da Ehe- und Beziehungskrisen zum Leben des durchschnittlichen Menschen in Europa dazugehören, bringen sie den berühmt-berüchtigten Herrn Rushdie sehr nah an uns Normalsterbliche heran.Munition für Freunde der These eines „Kampfes der Kulturen“ wird sich wenig finden. Rushdie liebt die Kultur seiner Väter, bemerkenswert allein sein Hass beispielsweise auf die ungebildeten Vertreter muslimischer Gemeinden in England – die faktisch von der britischen Regierung einen verwundbaren Schriftsteller als eine Art Menschenopfer erwarteten, ein Opfer, das ihnen „Anerkennung“ verschaffen sollte - nach dem Muster: Verlange das Unmögliche (die Opferung eines lästerlichen Schriftstellers), bekomme das Mögliche (noch die erste Regierung Blair plante einen ganz widerlichen Gotteslästerungsparagraphen nach russischem Muster).Würde es mit den rund 700 Seiten nicht jedes Maß für Schullektüre sprengen, böte das Buch viel Lehrreiches für Heranwachsende: Dass der Kampf um Anerkennung und Respekt in einer westlichen Gesellschaft über Bildung, Tapferkeit und Ehrlichkeit zu haben ist, nicht über gewolltes Beleidigtsein, minderbemitteltes Propagandageschrei und schon gar nicht über die Behauptung, im Besitz einer unkritisierbaren (religiösen) Wahrheit zu sein.Nebenbei: Es finden sich einige blöde Druckfehler (fehlende Buchstaben in Hilfsverben, wechselnde Schreibweise eines Eigennamens in zwei Zeilen etc.). Einerseits schade, dass der reiche Bertelsmann-Verlag sich den kritischen Schlusskorrektor offenbar gespart hat. Andererseits: Insgesamt fällt die Fehlerquote nicht stark ins Gewicht (beim armen Eichborn-Verlag sah es immer viel schlimmer aus).
C. Z. 17.06.2024 amazon.de
Nie und nimmer hätte ich mir einfach so diesen 700 Seiten Schmöker gekauft, aber eine sehr wohlwollende Rezension im Deutschlandfunk veranlasste mich dann doch zum Erwerb. Ich habe es keine Sekunde bereut! Zur Zeit lebe ich mit dem Buch - in der Straßenbahn, am Mittagstisch, in jeder freien Minute. Nicht nur, dass der Plot mitten aus dem Leben äußerst spannend ist. Salman Rushdie versteht es meisterhaft, die Fülle des Lebens, der vielen tausend und abertausend Geschichten, die alle miteinander verwoben sind, in große Literatur zu kleiden. Besonders imponierend, dass er zu keiner Zeit in Selbstmitleid verfällt, sondern mit feiner Selbstironie die eigene Rolle durchaus und immer wieder kritisch sieht. Und das Buch muss so lang sein - die Jahre im Untergrund waren es auch, die Leser bekommen so eine Ahnung von der unglaublichen Belastung, die allein aus der Perspektivlosigkeit erwachsen musste. Dies wird für mich nicht das letzte Buch des Autors sein!
Andreas Müller 17.06.2024 amazon.de
Es ist ein Buch das mehr als die Biographie von Salman Rushdie enthält. Es zeigt wie wichtig uns unsere Freihet seien muss. Die Redefreiheit, Meinungsfreiheit und dass man sich Despoten die uns diese Freiheit verwehren wollen nicht beugen darf. Es gibt einen Einblick, was es bedeutet wenn man von Mördern bedroht wird und für vogelfrei ausgerufen wird. Wie verhält sich die Umwelt, Freunde, Politik. Was macht es mit dir. Es ist ein gehaltvolles Buch das mir sehr viele Einsichten brachte dabei unterhaltsam und wahnsinnig interessant ist. Es sollte Jeder lesen, besonders die Menschen, welche mit solchen Restriktionen einer Diktatur der Religion oder anderer Idiologien oder oder.... keine Berührung hatten oder haben. Bitte unbedingt lesen und weiterempfehlen. Ich danke dem Autor für dieses Buch und seine Haltung.
Preisvergleich
1 Angebot gefunden

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.

Weitere Produkte von Penguin Verlag
Weitere Produkte in „Literaturkritik - 20. Jahrhundert"
Alle in Kategorie →