Wie sind Menschen entstanden? Wer waren ihre Vorfahren?Warum gibt es überhaupt Menschen? Warum sehen dieMenschen der verschiedenen Erdteile und Länder anders aus?Warum unterscheiden sich Frauen und Männer in Merkmalen wie Größe und Behaarung? Warum werden Menschen krank, warum sterben sie?Warum gibt es Kunst und Kultur? Beispielhaft zeigt Thomas Junker, wie erfolgreich die Evolutionsbiologie menschliche Eigenschaften bereits heute erklären kann, wo offene Fragen sind und wo sie noch an Grenzen stößt.
Bewertungen & Erfahrungen
4,5 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion09.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes Buch, das viele faszinierende Fragen zur menschlichen Evolution und unseren Vorfahren anspricht. Es ist informativ und gut recherchiert, auch wenn einige Details etwas mehr Tiefe hätten.
Redaktion09.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende Reise durch die Evolution des Menschen und beantwortet viele tiefgehende Fragen zum Ursprung unserer Spezies. Ich war absolut begeistert von der Tiefe und der Art, wie die verschiedenen Aspekte der menschlichen Entstehung beleuchtet werden.
Der Autor, ein Biologieprofessor, versucht das Menschsein mit den Mitteln der Biologie zu erklären. Wie er gleich zu Anfang auf Seite 7 klarstellt, sind für ihn Menschen "eine Tierart unter vielen". Diese begrenzte Sichtweise ist sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Buches. Zunächst das Positive: Thomas Junker schreibt lebendig und anschaulich. Er bemüht sich ernsthaft um Antworten, ist dabei aufgeschlossen und denkt wissenschaftlich.Das Problem besteht darin, dass es eine biologische Evolution des Menschen im Sinne des Buchtitels gar nicht mehr gibt. Selbstverständlich ist für wissenschaftlich denkende Menschen Darwin die Grundlage für die Entwicklung der Lebewesen und auch des Menschen. Doch als die Menschheit Ackerbau und Viehzucht erlernt hatte, bekam die Evolution eine neue Qualität. Jetzt stand nicht mehr das individuelle Überleben im Vordergrund - gesellschaftliche Faktoren gewannen Bedeutung. Es setzten sich diejenigen Völker durch, die besser produzieren konnten, militärisch siegten oder besser organisiert waren. Die Gene wurden unwichtig. Wenn wir heute Bücher lesen können, dann nicht etwa, weil die Analphabeten ausgestorben wären.Wenn ein Biologe über die Evolution des Menschen schreibt, kann er eigentlich nur die Entstehung des Menschen meinen, also die Entwicklung von den gemeinsamen Affen-Vorfahren bis zum Jetztmenschen. Doch auch hier ist die Biologie nur ein Faktor von vielen. Sprache, Feuer, Werkzeuge, das sind alles kulturelle Errungenschaften und nicht durch die Biologie bestimmt, abgesehen vom Gehirn. Zur Analyse der menschlichen Gesellschaft hat Junker den falschen Werkzeugkasten.Wenn ein Chemiker, also ein Fachmann auf dem Gebiet der unbelebten Natur, über biologische Zusammenhänge schreibt, kann das zwar durchaus interessant sein, denn die Biologie baut auf der Chemie auf. Aber die Grenzen der Erkenntnis sind klar. Ähnlich verhält es sich hier, wo ein Biologe über gesellschaftliche Zusammenhänge zu schreiben versucht. Er kommt dann zu Aussagen wie der, dass die menschliche Sexualität nicht domestizierbar wäre (S. 77), dass Schimpansen wertvolle Kunst schaffen könnten (S. 92) oder dass Höhlenmenschen ihre Wände bemalten, um Reproduktionspartner zu beeindrucken (S. 107).Es ist schade, dass das Buch in dieser Hinsicht unvollständig ist, denn die offenen Fragen geben religiösen Spinnern und Esoterikern unnötigen Raum. Doch wenn Thomas Junker der Entwicklung der Menschheit näher kommen will, müsste er über das Gebiet der Biologie hinaus gehen und sich mit politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen befassen.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.