Die Langobarden: Geschichte und Kultur (C.H.BECK Wissen)
Geschichte Europas EAN 9783406800337

Die Langobarden: Geschichte und Kultur (C.H.BECK Wissen)

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1609333
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Produktbeschreibung

DIE LANGOBARDEN ERSCHÜTTERN DIE NACHRÖMISCHE WELT Dieser Band vermittelt knapp und prägnant unseren Wissensstand über Mythos, Herkunft und Identität, Religion, Recht und Gesellschaft sowie Schrift und Sprache der Langobarden. Im Zentrum aber steht die historische Entwicklung des Langobardenreiches insgesamt sowie seiner verschiedenen Regionen und wichtigsten Orte. 568/69 von König Alboin gegründet, prägt es gut 200 Jahre die Kultur weiter Teile Italiens. Seine eigenständige Geschichte endet im Jahr 774, als sich der Frankenherrscher Karl zum König der Langobarden krönen lässt. Ein Ausblick a

Bewertungen & Erfahrungen

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Obwohl die Langobarden historisch gerade Mal 200 Jahre relevant waren und da auch nur eher ein kleines Herrschaftsgebiet kontrollierten, sind sie dennoch eines der bekanntesten Völker der Spätantike. Dieses Büchlein vermittelt auf prägnante Art und Weise die Genese dieses Volkes und die historische Entwicklung des Langobardenreiches bis zu dessen Eingliederung ins Frankenreich.Da die Geschichte der Langobarden eben so kurz ist, war es dem Autor möglich in diesem Werk auf mehr Details und Randnotizen einzugehen, als es in anderen Bänden dieser Reihe typischerweise der Fall ist. Mir persönlich hat es gut gefallen, da tief in die Materie einzutauchen, war das Zeitalter der Langobarden doch turbulent und spannend.Religion und Kultur sind zwei weitere wichtige Themen, die hier behandelt werden.Ein Kritikpunkt muss aber schon abgebracht werden: Im Vorwort hebt der Autor nämlich die Aktualität der Langobarden hervor, im abschließenden Kapitel zur Nachwirkung und dem kulturellen Erbe wird das dann jedoch leider nur sehr spärlich behandelt. Aber das ist halt etwas, was mein persönliches Interesse trifft.Fazit: Sehr zu empfehlen.
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Die Langobarden kamen von der unteren Elbe in den Donauraum, zuerst ins ehemalige Rugierland im nördlichen Niederösterreich, dann in Nordpannonien, wo sie im Dienst der oströmischen Kaiser standen und die Ostgoten besiegen halfen. Sie nutzten dort römische Militäreinrichtungen und erwarben die römische Organisationskultur, besiegten die Gepiden mit Hilfe der Awaren und fielen 568 nZ in Norditalien ein.Die Langobarden waren zunächst ein Völkergemisch, durch Eheregeln wurden aber immer mehr Germanen ins Langobardentum eingemeindet. Frauen, die einen Langobarden ehelichten, wurden damit Langobardinnen, ihre Kinder ebenso. Die langobardische Sprache ist dem bayrischen und alemannischen ähnlich, hat die gleich Sprachverschiebung, ging aber dann im Romanischen auf, weshalb Italienisch voller langobardischer Wörter ist.Die Herzöge von Spoleto und Benevent blieben unabhängig, was dem Papst in Rom diverse diplomatische Winkelzüge ermöglichte. Grimoald von Benevent wurde König aller Langobarden, sein minderjähriger Nachfolger konnte die Einheit aber nicht bewahren.751 nZ eroberte der Langobardenkönig das Exarchat Ravenna in kurzer Zeit. Deshalb schickte der Papst ein Hilfsgesuch zum Frankenkönig Pippin, der 754 die Langobarden schlug und das Exarchat dem Papst zusprach. Im Gegenzug unterstütze der Papst das Königtum Pippins, der sich erst wenige Jahre zuvor an die Macht geputscht hatte. 788 wurde das Langobardenreich zwischen Franken und Papst zerrieben und ging im Reich Karls des Großen auf.Viele interessante Details zur Spätantike
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