Mit dem (trockenen) geschichtlichen Fakten ausgestattet, was sich damals zugetragen hat, vermittelt dieses Buch eine (natürlich) subjektive Vorstellung der damaligen Ereignisse. Ich kenne die geschichtlichen Tatsachen recht gut, aber diese Erzählung aus persönlicher Sicht, macht den Schrecken, die Willkür umso greifbarer.Ziemlich erschreckend und eigentlich unfassbar für uns alle, die wir in einer doch sehr behüteten, demokratischen und freiheitlichen Welt aufgewachsen sind.Wohl dem dessen Überzeugungen und Einsichten so gefestigt sind, wie die der Familie Gebhardt, die Tochter, mal kurz aussen vor gelassen.Aber wie leicht mag es vielen gefallen sei, den Versprechungen zu erliegen, dem nachzufolgen, der verspricht die Grundbedürfnisse nach Essen, Arbeit, Unterkunft, usw. zu befriedigen. Wenn die nackte Existenz bedroht ist, verschliesst man die Augen vor dem Offensichtlichen und ignoriert die Realität. Frei nach dem Motto, "Jeder ist sich selbst der Nächste", siehe Nolle.Ich kann für mich persönlich nicht sagen, wie ich in der damaligen Zeit und einer solchen Situation reagiert hätte, aber ein Buch wie dieses macht mir klar, dass solche willkürlichen Zustände niemals mehr eintreten dürfen.Nicht der Staatsapparat steht an 1. Stelle, sondern die Menschen, die der eigentliche Staat sind.Menschen machen Fehler, aber wir leben in Zeiten, die diese Fehler sehen bzw. gesehen haben und sie niemals wiederholen dürfen!Ich empfinde das Buch auch in keinster Weise als ein Jugendbuch, das darf sich ruhig jeder Erwachsene auch mal zu Gemüte führen.