Der Tod der Weinkönigin Gestern noch strahlende Siegerin bei der Wahl, heute findet man die fränkische Weinkönigin tot in einer Würzburger Diskothek, gestorben an einer Drogenüberdosis. Motiv und Hergang der Tat geben der Polizei Rätsel auf. Nicolas Hollmann hat sich seinen Urlaub in Franken eigentlich anders vorgestellt. Mit seiner Familie auf Verwandtenbesuch in Würzburg wollte er, Besitzer eines Weinguts am Rio Douro, während der Ferien mehr über Weißwein und dessen Anbau erfahren. Doch nun wird er von verschiedenen Seiten bedrängt, bei seinen Winzerbesuchen Hintergründe des Falls zu rech erchieren. Und tatsächlich stößt er auf alte Feindschaften …
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion29.05.2026
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Ein spannendes und unterhaltsames Kapitel, das die Geschichte der Weinkönigin auf eine neue Weise belebt. Die Darstellung ist sehr gut, aber es fehlt mir noch ein paar Details für eine perfekte Leserfahrung.
Als Krimi mäßig spannend, aber sehr interessant, was man über Frankenwein und die Weingüter an der Mainschleife erfahren kann. Für mich als Franke "im Exil" wirklich lesenswert, habe Lust, die Weingüter mal abzufahren.
Es war mir ist schon früher aufgefallen, dass die Gesellschaftskritik in den Büchern von Paul Grote von mal zu mal zunimmt; das finde ich auch hier fortgesetzt und wird so harsch, und erscheint mir ohne positiven Ausblick, dass es mir zu viel wird.Dabei werden für mich hier viele Menschen in Franken als zu intolerant und engstirnig beschrieben. Ich lebe in Altbayern bin in Altbayern geboren, habe aber viel mit Menschen aus Franken, nicht nur Städter sondern auch Leute vom Land, zu tun. Und kann nur sagen, die meisten sind viel aufgeschlossener und toleranter als hier beschrieben; und die wenigen verbohrten werden doch meist ausreichend in Schach gehalten. Auch die Animosität zwischen Franken und Altbayern ist zwar nicht vollständig passé, wird aber inzwischen doch viel lockerer gesehen, als hier beschrieben.Wenn in einem Dorf es den Todesfall einer jungen Frau gibt, dann erfährt deren Familie mit Sicherheit die größtmögliche Anteilnahme und Hilfsbereitschaft des ganzen Ortes und darüber hinaus. Da werden die Angehörigen nicht ausgegrenzt, nur weil die Verstorbene möglicherweise etwas mit Drogen zu tun haben könnte. Es ist nicht richtig, was Paul Grote da schreibt!Die Krimigeschichte ist einfach (um nicht zu sagen: primitiv) und nimmt weniger Platz ein als sonst bei Paul Grote. Es gibt darin auch ein paar Ungereimtheiten, was ich hier aber nicht weiter ausführen kann, um künftigen Lesern nicht den Rest an Spannung zu nehmen.Was Paul Grote hier über Wein schreibt, gefällt mir gut; es ist positiv und wahrscheinlich für die meisten am Wein Interessierten verständlich (für die hauptsächlich am Krimi interessierten vielleicht zu langatmig, sollte aber zumindest etwas an Interesse wecken). Den Frankenwein finde ich gut und positiv dargestellt, ohne überschwänglich zu wirken. Dabei hat der Autor für mich genau die richtige Mischung gefunden: Zu Berichten von vielen Verkostungen kommen Spaziergänge durch Weinberge und die Weinorte; dazu wird über das Klima, die Kultur und die Landschaft im allgemeinen erzählt; auch die Architektur von Gebäuden, die mit Wein in Zusammenhang stehen, findet diesmal besondere Beachtung. Dazu gibt es öfter ein auflockerndes Abschweifen hin zu portugiesischen Weinen mit viel Freude am Detail. Auch Themen drum herum lockern die Wein-Thematik auf, wie vor allem die Wahl einer Weinkönigin nicht nur heute und sondern auch früher, dann eine Weinmesse und allgemein Gespräche/Verhandlungen mit Weinhändlern. Einen größeren Stellenwert nimmt der Weinhandel durch jüdische Mitbürger ein, und damit auch die Judenverfolgung.Ich will nicht verhehlen, dass mir die Thematik Wein in Franken besonders gefällt, da ich da rein örtlich näher dran bin als bei allen anderen Gegenden, über die Paul Grote schrieb, ich die Region und viele Weinlagen kenne und auch in Franken die meisten und besten Weinverkostungen (ich spreche nur von denen in einem bestimmten Anbaugebiet) genossen habe. Das hat aber das Lesen langwieriger gemacht, da ich da stets mit dem Finger auf der Landkarte und den Weinatlas mitgereist bin und auch die Liste der von mir getrunkenen Weine rekapituliert habe.All dies Positive wird aber überschattet von der zu harschen Gesellschaftskritik und der einfachen Krimi-Geschichte.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.