George kümmert sich schon eine ganze Weile um Lennie, denn dieser würde alleine nicht zurecht kommen. Gemeinsam sind sie auf der Suche nach Arbeit und finden diese auf einer großen Farm. George ist ständig besorg um Lennie und versucht ihn und somit auch sich aus größeren Schwierigkeiten rauszuhalten. Lennie ist zwar körperlich groß und stark, geistig aber auf dem Level eines Kleinkinds, vielleicht ist er zudem sogar autistisch. (Ist nur eine Vermutung meinerseits) Er wünscht sich später einmal Kaninchen um die er sich kümmer kann. Vorerst bekommt er aber einen Hundewelpen geschenkt, bei dem Lennie leider seine Kraft nicht einschätzen kann.Diese Geschichte ist einfach unheimlich bewegend. Wie George sich Tag für Tag aufopfert um sich um Lennie zu kümmern geht einem wirklich an Herz. Auch wenn er ständig über ihn Schimpf, aber dies tut er trotzdem auf eine liebevolle Weise. Die Geschichte ist teilweise wirklich schön und trotzdem auch so traurig. Das ging mir wirklich ans Herz.Der Schreibstil ist solide und flüssig, ich konnte mich gut in die Story hineinversetzen. Dadurch dass das Buch nur 128 Seiten hat, kann man es ganz flott durchlesen.Eine wirklich rührende Geschichte, die unter die Haut geht.
Ich kam wirklich über Umwegen zu diesem Buch :-)Mir war das Buch aus der Fernsehserie ,,The Middle" bekannt, in der Axel es für die Schule hätte lesen müssen und Brick es für ihn tat. Dann las ich die Biografie von Prinz Harry und auch darin kam es vor, so dachte ich mir dieses Stück amerikanische Literaturgeschichte darf ich mir nicht entgegen lassen.Die Geschichte von Lenni und George ist wirklich schön zu lesen, hab das dünne Buch auf einen Satz ausgelesen und fand es sowohl rührend als auch traurig. Die vom Autor angesprochenen Themen sind noch immer allgegenwärtig und aktueller den je.
Die beiden Wanderarbeiter George und Lennie ziehen von Farm zu Farm auf der Suche nach Arbeit durchs Land. Das Schicksal hat sie zusammengebracht, das gemeinsam erfahrene Leid hält sie bei einander. Freilich könnte es George allein sicher besser gehen, denn immer wieder bringt ihn sein Kamerad in Schwierigkeiten. Doch trennen kann er sich nicht von ihm, das ist er Tante Clara schuldig. Dabei ist Lennie nicht bösartig, aber dieser ungeschlachte Riese ist einfach zu blöd, um auf sich selbst aufzupassen. Beständig ist George damit beschäftigt in Ordnung zu bringen, was Lennie mit seinen gewaltigen Pranken ungeschickt durcheinander gebracht hat. Und manchmal hilft nur, über Nacht eilig woandershin zu verschwinden.John Steinbeck erzählt anrührend die Geschichte eines ungleichen Paares, das als besitzlose Vagabunden an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. In einem System, in dem sich der Rang des Menschen von seinem Eigentum herleitet, ist der mittellose Tagelöhner ein Nichts. Symbolisch ist denn auch das einzige, was Lennie in den Taschen hat, eine tote Maus. Beider Traum, ein kleines Anwesen, auf dem sie vom "Fett der Erde" leben könnten, scheint ein unerreichbarer Luxus zu sein. Trotzdem kann Lennie nie genug davon haben, wenn ihm George ausmalt, wie ihr Leben auf ihrem Hof sein wird. Für diese Vision halten sie zusammen, denn sie haben keinen Menschen sonst auf der Welt, sie haben nur einander.Die einfachen Szenen und die von der wörtlichen Rede der Figuren bestimmte Gestaltung des Romans lässt die Handlung vor dem inneren Auge des Lesers wie bei einer Theateraufführung entstehen. Tatsächlich hat Steinbeck zuerst die Dialoge verfasst und dann erst beschreibende Zwischentexte eingefügt, die fast wie kurze Regieanweisungen wirken. Trotz dieser Sparsamkeit entfaltet dieses kleine Stück Weltliteratur eine eindringliche Wirkung, an der man die große Meisterschaft des Nobelpreisträgers ermessen kann.Die Personen dieses Kurzromans träumen alle von der Erfüllung ihrer bescheidenen Wünsche, die sie aber vor ihren Nächsten lieber zu verbergen suchen, um nicht als schwach zu erscheinen. Um sich in der gesellschaftlichen Hackordnung über ihresgleichen erheben zu können, betonen sie ihre Vorzüge der Hautfarbe oder körperlichen Unversehrtheit. Der verständliche Traum vom persönlichen Glück fängt sie in einem Subjektivismus ein, der das Herstellen einer wirklichen solidarischen Gemeinschaft nicht erlaubt. Steinbeck zeigt auf simple Art den Mechanismus auf, mit dem auch der heutige Kapitalismus unverändert das Entstehen einer Gemeinschaft der Schwachen und Rechtlosen verhindert.