In einer Welt, in der Versagensangst den meisten Menschen zur zweiten Natur geworden ist, erscheint Verletzlichkeit als gefährlich. Doch das Gegenteil ist der Fall: Brené Brown zeigt, Verletzlichkeit ist die Voraussetzung dafür, dass Liebe, Zugehörigkeit, Freude und Kreativität entstehen können. Unter ihrer behutsamen Anleitung entdecken wir die Kraft, die wir hinter unseren Schutzpanzern verborgen halten, und entwickeln den Mut, uns für das einzusetzen, was uns wirklich etwas bedeutet.
Bewertungen & Erfahrungen
4,3 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion17.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absolut faszinierendes und tiefgründiges Werk, das die Wichtigkeit von Verletzlichkeit in unserer modernen Gesellschaft hervorragend beleuchtet. Ich empfehle es jedem, der tiefer in dieses wichtige Thema eintauchen möchte.
Meine Frau hat dieses Buch 2017 gelesen und folglich alle Bücher von Brene Brown. Die Bücher begleiten sie all die Jahre ,mal mehr mal weniger,aber sie begleiten sie.Es sind keine Bücher ,die frau/ man nur einmalig lesen sollte.Ich habe die Bücher auch gelesen,und wir haben sogar einen Workshop, auf Grundlage dieses Buches, bei Fr. Dr. Kappes in Hannover gemacht.Ich kann nur jeden beglückwünschen, der sich auf die Bücher einlassen kann.
Das Buch ist sehr von der persönlichen Betroffenheit des Autors Boyce (Kinderarzt und Wissenschaftler) geprägt. So litt seine Schwester an einer Psychose und er versuchte zu verstehen, wieso sie das Leben nicht ertrug, obwohl sie auch positives erlebte. Er schob es auf ihre Orchideen-Merkmale.Seine ersten Studien waren aus den 1950er und einige andere auf die er sich bezieht aus den 1980er bis 1990er. Er beschreibt sehr ausführlich Aha-Erkenntnisse, um die Entwicklung von Kindern zu verstehen. Was nimmt auf die körperliche und psychische Gesundheit Einfluss? Denn 1 von 5 Kindern in der gesamten Welt seien nicht resistent genug und verursachen 50 % aller Krankheiten.Wie stehen Atemwegs-/Infektionserkrankungen zu Belastungen (Stresswerte/Hinweise auf Kampf-Flucht-Reaktionen durch Experimente wie einen Tropfen Zitronensaft schmecken, einen traurigen oder gruseligen Film ansehen und eine Zahlenreihe auswendig aufsagen)?Es begann mit der Einteilung von kleinen Kindern in „Orchidee = verletzlich“ und „Löwenzahn = resilient“, indem durch Laborexperimente Stressreaktionen gemessen wurden. Hoch stressaktive Kinder (Orchideen) waren entweder die kränkesten oder die gesündesten, je nach der sozioemotionalen Stimmung in der Familie. Die Orchideen waren durchlässiger/offener für schlechte wie gute Erfahrungen aus dem sozialen Umfeld. Evolutionär überlebten sie, weil sie aufmerksamer waren und sich besser schützen konnten.Von diesen 137 Teilnehmern schaute sich sein Team nach 30 Jahren 8 (für mich viel zu wenige Teilnehmer und im Längsschnitt mit 8 absolut nicht relevant) explizit nochmal an (ein Interview von 1-2 Std.) und erkannten, dass die Einteilung nicht mehr klar zu erkennen war. Jedoch bezieht er sich im gesamten Buch immer wieder darauf; so war er ein Löwenzahn und seine Schwester eine Orchidee. Außerdem finde ich die Laborexperimente überhaupt nicht alltagstauglich genug.Erkenntnisse kurz zusammengefasst:• Die Gene und die Umwelt wirken gleichermaßen mit. Epigenetisch werden auch Informationen von Vorgenerationen (Traumata von Vorfahren) weitervererbt.• Wenn Stress dazu kommt, kann sich eine Orchidee negativ weiterentwickeln. So entsteht Krankheit nicht allein dadurch, dass wir eine interne Anfälligkeit (wie dünner Zahnschmelz) und äußere Bedrohungen (wie orale Bakterien) haben, sondern ob wir gleichzeitig Stress erleben. Ich kenne hierzu das Diathese-Stress-Modell; wobei Stress auch ein relatives Empfinden ist und Stresswerte nicht synchron zum Empfinden auftreten.• Feste hierarchische Rollenzuweisungen unter Kindern, die sie sich selbst zuordnen.• sozioökonomischer Status/SoS mit ungerechter Verteilung von Einkommen• Einfluss der Lehrer auf psychische Gesundheit und akademischen Erfolg• Die Erziehung durch die Eltern, die die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Kinder im Blick haben und eher nicht jedes Kind gleich erziehen werden.• politische Maßnahmen (um Orchideen zu unterstützen): Wie sind Familien finanziell aufgestellt, wie Schulen? Wie werden Familien unterstützt z.B. mit bezahlter Elternzeit, Gesundheitsversorgung für Kinder. Er beschreibt diese als Wünsche; in Deutschland scheinen wir da also schon sehr gut aufgestellt zu sein, aber dennoch gibt es zig Probleme• Schon Babys zeigen ihre Empfindlichkeit. Auffällige Verhaltensweisen können neurobiologisch gemessen werden (er bezieht sich auf die Forschung von Jerome Kagan u.a. „Biologie der Schüchternheit“). Mir ist hierzu der Begriff „Regulationsstörung“ bekannt.Kagan stellte fest, dass „schüchterne“ im rechten Trommelfell eine wärmere Temperatur aufzeigten als im linken und in der rechten Frontal-Hirnhälfte, die für Gefühle eine hohe Relevanz spielt, mehr Aktivität als in der linken.• Umso niedriger der Apgar-Wert nach der Geburt, umso stärker war 5 Jahre später die Entwicklung in allen Bereichen beeinträchtigt.Nur bestimmte Kinder (Orchideen) reagieren empfindlich auf ihr soziales Umfeld. Orchideen sollten daher erkannt und eine besondere Unterstützung erhalten u.a. sind Familienroutinen v.a. bei Ängsten vor Neuem, Aufmerksamkeit und Liebe sowie Toleranz unterschiedlicher Menschen wichtig.Für mich sind diese Faktoren total einleuchtend und nicht überraschend, eigentlich „kalter Kaffee“ und für mich ein Rätsel, wieso die Menschheit/Wissenschaft diese Beweise brauchte. Hierzu ist mir der Begriff bio-psycho-sozial und reziproke Wirkungen geläufig.Übrigens können sich hinter Löwenzähne auch Orchideen verbergen. Solch eine Einteilung macht kaum Sinn als Zuordnung, aber als Kenntnis, dass es Sensitivitäten und Resilienzen gibt, die aber je nach Situation und Zeitpunkt variieren und mit Kriterien nur teils erkannt werden können. Werden Löwenzähne erschüttert, können diese auch krank werden.Lebenswege sind unvorhersehbar und veränderlich. Warum dann diese Einteilung, die einen Menschen in eine Richtung steckt?
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.