Ein Freund sagte mir einmal, wenn er in seinem Leben nur ein Buch lesen dürfe, würde er “Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest” von Eva-Maria Zurhorst wählen. Neugierig geworden bestellte ich es mir – und schon auf den ersten Seiten dachte ich die ganze Zeit “Ja! Ja, genau so ist es! Genau so denke ich!”. Ich habe das Buch einmal auf einem Tisch liegen lassen, wo es ein paar Freundinnen sahen und sich anschauten. Auch sie hatten dieses “Ja! Genau!”-Erlebnis. Ich vermute, dass das einer der Gründe ist, aus dem das Buch ein Bestseller wurde.Ich kann das Buch zu 100% empfehlen. Im Prinzip ist der Titel auch die beste Beschreibung für den Inhalt: Es geht darum, dass wir zu oft einen Partner suchen, um eigene Unzulänglichkeiten auszugleichen. Wir fühlen uns nur “komplett” mit unserer “besseren Hälfte”. Wenn wir uns einsam fühlen, muss ein Partner her. Wenn wir uns nicht hübsch genug fühlen, muss ein Partner her, der uns bestätigen kann. Wenn wir dagegen eifersüchtig sind, dann ist unser Partner Schuld daran, weil er uns nicht das Gefühl gibt, einzigartig zu sein. Wenn wir eines Partners müde geworden sind, dann weil er sich verändert hat oder nicht so ist, wie er uns zuerst schien.Eva-Maria Zurhorst meint: Es ist Unsinn, dass unser Partner für unser Wohlbefinden zuständig ist. Wenn wir uns unattraktiv fühlen, dann haben wir zuallererst ein Problem mit unserem Selbstwertgefühl. Der Partner hat damit überhaupt nichts zu tun und sich ein künstliches Selbstbewusstsein auf einem Partner aufzubauen ist weder sinnvoll, noch wirklich hilfreich oder gesund. Wenn wir unter Einsamkeit leiden, dann weil wir uns selbst nicht genug sind. Wenn wir eifersüchtig sind, dann ist das, so hart es klingt, unsere eigene Entscheidung. Wir entscheiden, wie wir etwas aufnehmen und es ist unsere eigene Verlustangst, die uns meist viel zu viel in harmlose Gesten unseres Partners hineininterpretieren lässt. Nein, nicht alle fremden hübschen Frauen und Männer sind eine Gefahr für uns. Wir selbst sind die Gefahr. Wer zufrieden mit sich ist, der strahlt das aus. Wer glücklich ist, sieht automatisch sehr viel schöner aus als ein missmutiger Mensch. Stellt euch einmal vor den Spiegel und zieht ein finsteres Gesicht. Wahrscheinlich müsst ihr dann sogar über euch selbst lachen. Betrachtet euer Lachen. Seid ihr so nicht viel schöner?Ich habe gerade einen Artikel gelesen, in dem es darum ging, wie sehr Medien (insbesondere Pornos) unser Bild von einem “schönen” Menschen verzerren.Während einer ihrer ersten Studien, mussten sich Männer vor einem Blind Date eine Episode der damals beliebten Serie Drei Engel für Charlie ansehen. Solche Männer bewerteten im Durchschnitt das Aussehen ihrer Verabredungen viel kritischer als Männer, die sich vor dem Blind Date die erwähnte Serie nicht angesehen haben. Während einer anderen Studie fanden die beiden Psychologen heraus, dass Männer, die sie sich im Playboy das Playmate des Monats ansehen, weniger verliebt in ihre Freundin sind und sie auch weniger schön finden. Das Gleiche gilt natürlich auch für Frauen, die als Folge von romantischen Fernsehserien und Talkshows des Typs Dr. Phil oft unrealistische Erwartungen von romantischer Liebe, dem ersten Kuss oder Geschlechtsverkehr haben.Das muss doch gar nicht sein! Warum müssen wir uns ständig mit anderen Menschen vergleichen? Möglicherweise findet unser Partner auch andere Frauen hübsch. Na und? Er ist doch nicht mit diesen anderen Frauen zusammen und will es vermutlich auch gar nicht! Selbiges gilt natürlich auch für Frauen, die hübschen Männern hinterherschauen. Wenn wir eifersüchtig auf das Aussehen anderer sind, macht uns das hässlicher. Wie viel schöner können wir aber sein, wenn wir uns einfach “nur” selbst gefallen, uns selbst lieben!Ich habe keine repräsentative Umfrage zur Hand, bin mir aber sicher, dass jeder, der sich entscheiden soll, ob er lieber einen wunderschönen Partner oder einen Partner mit Ausstrahlung hätte, die Ausstrahlung wählen würde. Einsame hübsche Singlefrauen fragen sich oft, wieso die “weniger attraktiven” Frauen so gutaussehende Freunde haben. Genau diese Frage macht sie erstens selbst hässlicher als die so selbstgefällig als “weniger attraktiv” bezeichneten Frauen und zweitens hat diese “weniger attraktive” Frau wahrscheinlich eine wundervolle Ausstrahlung.Ausstrahlung ist eine reine Kopfsache. Und darum fordere ich euch auf: Liebt euch selbst – und es ist egal, wen ihr heiratet (oder dated).
"Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" ist ein inspirierendes Sachbuch, das sich auf Selbstliebe und persönliches Wachstum konzentriert. Die Autorin Eva-Maria Zurhorst liefert einen einfühlsamen und zugänglichen Leitfaden, der Lesern hilft, ihre eigene innere Stärke und Zufriedenheit zu finden, unabhängig von äußeren Umständen. Durch eine Mischung aus persönlichen Anekdoten, psychologischer Einsicht und praktischen Übungen bietet das Buch wertvolle Erkenntnisse, die die Leser dazu ermutigen, eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Eine bereichernde Lektüre, die die Bedeutung des Selbstwertgefühls und der Selbstliebe betont.