Tage des letzten Schnees: Roman (Kimmo Joentaa, Band 5)

Tage des letzten Schnees: Roman (Kimmo Joentaa, Band 5)

Hersteller: Goldmann  ·  MPN: 1210243
4,3/5 (4 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Goldmann
EAN
9783442474073
Hersteller-Artikelnr.
1210243
Kategorie
Action - Mystery, Thriller & Spannung
Durchschnittsbewertung
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Produktbeschreibung

Ein Banker, der sich im Dickicht seines Doppellebens verliert, ein Schüler, der unaufhaltsam auf einen Amoklauf zusteuert, zwei unbekannte Tote, die auf einer Parkbank liegen, als würden sie schlafen - während Anfang Mai der letzte Schnee im finnischen Turku fällt, muss Kommissar Kimmo Joentaa die Zusammenhänge zwischen den Schicksalen all dieser Menschen herausfinden, um einen Doppelmord aufzuklären. Und um dann zu erkennen, dass seine eigentliche Aufgabe eine ganz andere ist als die Suche nach einem Mörder ...

Bewertungen & Erfahrungen

4,3 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 24.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessanter und packender Roman, der mich von Anfang bis Ende fesselte. Allerdings fand ich die Handlung an einigen Stellen etwas zu vielschichtig.
Redaktion 24.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Intensiv!
Garnet 11.03.2024 amazon.de
Ein Vater und seine 11-jährige Tochter werden in ihrem Auto von der Straße abgedrängt, das Mädchen stirbt. Der Unfallverursacher fährt einfach weiter. Kommissar Kimmo Joentaa, offenbar immer noch in der Trauer um seine verstorbene Frau gefangen, kümmert sich um den Vater, der - obwohl verletzt - unbedingt zu seiner Frau möchte, um ihr die schlimme Nachricht zu überbringen, und begleitet ihn.Monate zuvor hat sich ein finnischer Fondsmanager während einer Geschäftsreise nach Belgien in eine ungarische Prostituierte verliebt.Während auf der einen Seite die Trauer der Eltern und die Anteilnahme und Ermittlungen Joentaas im Mordfall eines auf einer Parkbank aufgefundenen Paares dargestellt werden, liest man andererseits von Markus Sedin, dem Bankmanager, wie er völlig den Kopf verliert, sich - obwohl er Familie, eine Frau und einen kleinen Sohn hat - auf Réka, die Prostituierte, einlässt, wesentlich jünger als er, sie zuhause in Ungarn (oder Rumänien, so ganz klar wird es nicht) besucht, ihr Geld gibt, damit das ärmliche Haus, in dem sie mit ihrer Familie lebt, renoviert werden kann, sie schließlich nach Finnland holt, eine Wohnung kauft und dann versucht, eine irgendwie geartete "Beziehung" mit ihr zu führen. Über diesen Markus Sedin habe ich mich gelegentlich ein bisschen geärgert. Was soll das? Beweggründe? Fehlanzeige. Ein "Trottel vor dem Herrn", ein "Liebeskaspar", wie er im Buch bezeichnet wird. Eine Begründung für sein Verhalten gibt es nicht.Auf der anderen Seite ist da Lasse Ekholm, der völlig verzweifelte Vater, der die Beerdigung seiner Tochter Anna organisieren muss, während sich seine Frau ihre Trauer vermeintlich völlig versagt. Und eben Joentaa, der - mehr oder weniger mit der Prostituierten Larissa, deren richtigen Namen er nicht einmal kennt, zusammenlebend - einfühlsam den Vater Lasse begleitet, dessen Trauer er ganz offensichtlich "mitlebt".Drei Männer - drei Geschichten. Dazwischen kurze in kursiver Schrift eingefügte Kapitel über einen entgleisenden Jugendlichen, der offenbar einen Amoklauf plant - in der Nachfolge des norwegischen Attentäters Breivik und der beiden Jugendlichen, die seinerzeit mit dem Amoklauf an der Columbine Highschool zu einer zweifelhaften Bekanntheit gelangt sind. Seine Schwester Mari merkt, dass etwas nicht stimmt, versucht, Kontakt zu ihm, Unto, zu bekommen, scheitert und chattet schließlich inkognito mit ihm.Das alles ist zwar berührend und einfühlsam, in karger Sprache, deutlich, aber ohne zuviele Worte, beschrieben, und zwar so, dass man merkt, dass hier irgendetwas "passiert", manchmal mutet es geradezu apokalyptisch an, es macht diffus Angst, aber dennoch fragt man sich, wohin das alles führen soll. Und erst, als nach etwa der Hälfte des Romans zumindest zwei der Handlungsfäden zusammenlaufen, MUSS man einfach weiterlesen und begreift, dass hier wirklich etwas im Gange ist.Und ab der zweiten Hälfte bekommt die Geschichte einen Sog, dem man sich einfach nicht mehr entziehen KANN.Dieser Roman mutet einiges zu, die Szene, in der der Vater sein Kind beerdigt, ist fast unerträglich. Das muss man aushalten können. Und wenn man es aushält, dann hat man - wenn man am Ende angekommen ist - einen grandiosen, auch spannenden Roman gelesen, und am Ende ... da schließt sich der Kreis. Manchmal ist es fast "zuviel", und ich dachte gelegentlich, ich müsste das Buch einfach mal zur Seite legen. Und habe genau das - jedenfalls ab etwa Mitte des Buches - nicht geschafft: Ich konnte nicht aufhören zu lesen, bis ich am Ende angekommen war.Die Handlung wirkt konstruiert. Aber das macht nichts. Ein Krimi darf das. Und dieser sowieso. Auch - und gerade - wenn und weil es in weiten Teilen weniger Krimi ist als ein berührender Roman über den Umgang mit Tod, Trauer, Schuld ... und Leben.
Christoph Martin Wieland 11.03.2024 amazon.de
Es dauert etwas, bis die unterschiedlichen Erzählstränge in Jan Costin Wagners neuesten Kimmo-Joentaa-Krimi zu einem logischen Ganzen werden. Da ist einmal ein Autounfall, bei dem Lasse Ekholm, ein ehemaliger Bekannter Joentaas, von der Straße abgedrängt wird. Ein Unfall , der der elfjährigen Tochter des Fahrers das Leben kostet. Kimmo Joentaa wird zum Trauerbegleiter für Ekholm und dessen Frau, die über den Tod ihrer einzigen Tochter nicht hinwegkommen.Dann ist da noch der Familienvater Markus Sedin, ein Fondsmanager, der sich auf einer Dienstreise nach Belgien in eine Prostituierte aus dem ungarisch-rumänischen Grenzgebiet verliebt. In Rückblicken wird seine Begegnung mit der neunzehnjährigen Réka erzählt, die er schließlich in ihrer Heimat besucht und nach Finnland holt. Réka führt ein Doppelleben, bringt ihren Zuhälter mit, Sedin wird zu ihrem „Liebeskasper“. Durch Zufall erfährt Sedin davon, fährt in die für sie eingerichtete Wohnung und findet dort Réka und ihren Zuhälter ermordet vor. Statt sich an die Polizei zu wenden, startet Sedin eine große Vertuschungsaktion und bringt die beiden Toten aus der Wohnung in einen nahegelegen Park.Dann gibt es den dritten Handlungsstrang „in einer anderen Zeit, an einem anderen Ort“, der in hastigen Dialogen auf einem Amoklauf zu steuert. Fast bis zum Schluss bleibt unklar, wie Wagner gedenkt, hier Verknüpfungen zu den anderen Handlungen herzustellen.Schlussendlich gibt es Einsprengsel „zur selben Zeit, in einer Geschichte, die nicht erzählt wird“, mit denen der Erzähler aber nötige Aufklärung liefert. Wagner erzählt stark dialoggeprägt, unheimlich dicht und spannend. Er spielt mit den Handlungssträngen und damit auch mit dem Leser. Etwas zu dick trägt er meines Erachtens am Ende auf, wenn der Zufall Ekholm und den Amokläufer zusammenführt, noch konstruierter werden dann schließlich die Verknüpfungen, die sich für Kimmo Joentaa ergeben. So abstrus der Roman am Ende sein mag, Wagner schafft es, den Leser zu bannen. Das Buch kann man nicht aus der Hand legen und liest es in einem Zug durch.
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