Ich habe schon einige von Colin Cotterills Dr. Siri Romanen gelesen. Mittlerweile gibt es 10 Bücher über den einzigen Pathologen, den Laos zu bieten hat. Ich habe mich bisher jedes Mal wunderbar unterhalten lassen. Eine gute Schreibe traf immer auf eine eigenwillige Geschichte. Mittendrin Dr. Siri mit seinem speziellen Humor, seinen seltsamen Gehilfen, und jeder Menge Geister und Dämonen. In -Dr. Siri und der explodierende Drache- ist zwar das gesamte Umfeld an Personen und Gegebenheiten exakt wie bei den Vorgängerromanen, doch die Geschichte kommt schlichtweg nicht in die Pötte. Am Ende habe ich mich gefragt, was Colin Cotterill dieses Mal dazu gebracht hat, etwa drei Viertel des Romans mit nichtssagenden Inhalten zu füllen, bei denen, jedenfalls für einen Dr. Siri Roman, wenig passiert, um am Ende im Hauruck-Verfahren eine Story zu konstruieren, die hanebüchen ist. Das hat mich nicht überzeugt.Dr. Siri soll eigentlich in Rente gehen. Doch einen Auftrag nimmt er noch an. Mit einer gemischten amerikanisch-laotischen Suchexpedition soll er einen verschwundenen Piloten wieder finden, der eigentlich schon seit Jahren tot ist. Doch jetzt gibt es Hinweise darauf, dass der Pilot vielleicht noch lebt. Siri und seine Entourage, samt jeder Menge Amerikaner, machen sich auf die Socken in Dschungel. Dort wartet ein altes Geheimnis auf die Gruppe. Und natürlich ist Siri in absoluter Lebensgefahr.Wie gesagt, das war nichts für mich. Das Buch ist gut geschrieben, wirkt aber stellenweise inhaltsleer. Ich konnte mich nicht für eine Bewertung zwischen zwei und drei Sternen entscheiden. Aus alter Verbundenheit gibt es drei. Bei den ersten Siri Romanen sind wunderbare Geschichten dabei. Die sollten sie lesen. Den explodierenden Drachen können sie sich, im Vergleich dazu, schenken. Das ist jedenfalls meine Meinung.