Inspector Lynley ist zurück! Ein Mann wandert die Küste Cornwalls entlang. Seit Wochen hat er nicht mehr in einem Bett geschlafen, sich gewaschen, sich rasiert. Als er über der Klippe bei Polcare Cove innehält, bleibt sein Blick an etwas Rotem hängen. In der Tiefe liegt ein zerschmetterter Körper. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord. Und unter den Verdächtigen ist auch der einsame Wanderer: Inspector Thomas Lynley, der nach dem tragischen Tod seiner Frau und seines ungeborenen Kindes sein Heil in der Flucht suchte ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,5 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion13.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Eine sehr gute und fesselnde Fortsetzung der Inspector Lynley Reihe, die mich sofort wieder in die spannenden Abenteuer zieht. Allerdings fand ich den Einstieg etwas langatmig, aber die Handlung ist absolut packend.
Der Tod von Inspector Thomas Linleys Frau hat mich seinerzeit schockiert und ich habe lange gewartet mit dem nächsten Roman von Elisabeth George. Und ich muss sagen: es hat sich gelohnt. Erst muss man sich ein bisschen einlesen, und ich fand es sehr beeindruckend und auch traurig, wie er versucht mit dem Tod seiner Frau und seines ungeborenen Kindes fertig zu werden. Als er auf seiner einsamen Wanderung über eine Leiche stolpert dauert es noch ein bisschen, aber dann läuft der Inspector fast zu alter Form auf! Nachdem Havers als Unterstützung für die örtliche Polizei eintrifft und endlich auf ihren ehemaligen Chef trifft beginnt Linley langsam wieder ins Leben zurückzufinden. Am Ende kann man hoffen, dass er seine Dienstgeschäfte demnächst regulär wieder aufnehmen wird.Das Buch hat mir hervorragend gefallen, wie fast alle Bücher von E. George. Ihre wunderbaren Beschreibungen und bis ins Detail ausgefeilten Charaktere zeichnen die Bücher dieser Autorin aus. Krimis der Extraklasse, die man nur jedem empfehlen kann, der spannende Unterhaltung mag.
Eigentlich ist der neue Roman von Elisabeth George "Doch die Sünde ist scharlachrot" ein Buch über die Liebe - über die Liebe in all ihren Formen und darüber, wozu die Liebe Menschen bringt.Es geht um das Thema "Loslassen einer Liebe", denn es ist ausgerechnet der verzweifelte und nach dem Mord an seiner schwangeren Frau Helen mit seinen Gefühlen am Abgrund stehende Inspector Lynley, der den jungen Santo Kerne tot am Fuß einer Klippe findet - offensichtlich beim Klettern abgestürzt. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Absturz Mord war, denn seine Kletterausrüstung wurde manipuliert.Es geht um das Thema "Familienliebe" bei der Tatverdächtigten Daidre Trahair, in deren der Klippe am nächsten gelegenen Wochenendhaus Lynley einbricht, um die Polizei zu rufen.Es geht um die Suche nach Liebe bei der mit den Ermittlungen beauftragten, geschiedenen Detective Inspector Bea Hannaford, die Lynley und später dann auch seine Partnerin Barbara Havers zur Unterstützung einfordert.Und es geht um viele weitere Formen und Auswüchse der Liebe, denn der Tote hatte seine Freundinnen gewechselt, wie andere Menschen ihre Unterhosen. Seine Ex-Freundin Madlyn Angarrack war schwanger von ihm, als er sie verliess. Dellen, die Mutter von Santos, ist offensichtlich sexsüchtig, seine Schwester Kerra zweifelt an ihrer Liebe zu ihrem Verlobten Alan Cheston. Der Großvater der bei ihm lebenden junge Tammy, zweifelt und verzweifelt an ihrer scheinbar übertriebenen liebe zu Gott.Und letztendlich stellt sich auch der Mord als eine Tat der Liebe heraus.Gewohnt atmosphärisch dicht beschreibt Elisabeth George Landschaft, Szenen und Menschen in ihrem neuen Lynley-Roman. Und sie bietet auf den rund 760 Seiten nicht nur leichte Kost, denn sie schaut tief in die Abgründe von Liebe und Familiengeist. Doch es gelingt ihr dabei fast immer, zu fesseln und die Frage nach Mörder und Motiv bleibt lange auch für den Leser im Ungewissen. Mittlerweile fast typisch für ihren Schreibstil ist dann das überaus frustrierende und desillusionierende Ende, das jedoch gerade wegen seines fehlenden Happy Ends besticht.George gelingt es trotz ihrer verschlungenen Handlungspfade eine in sich glatte und konsequente Story aufzubauen. Als Leser fiebert und rätselt man mit und lässt sich nur allzu bereitwillig mit den Ermittlern auf falsche Fährten locken oder im Dunklen tappen.Leider hat aber "Doch die Sünde ist scharlachrot" dort ihre Schwächen, wo es sich um die Hauptperson, Thomas Lynley, dreht. Sein Wandel vom am Boden zerstörten menschlichen Wrack, das dem Selbstmord näher als dem Leben entlang der Küsten Cornwalls wandert und dort auf die Leiche Santos stößt, hin zu dem annähernd alten genialen Inspector verläuft einfach zu schnell, zu offensichtlich konstruiert und glatt.Doch nichts desto trotz dürften die von ihrem Ausflug in die Milieustudie jugendlicher Kriminalität und Abgründe bei "Am Ende war die Tat" enttäuschten Lynley Fans zufrieden sein, denn abgesehen von dem oben beschriebenen Wermutstropfen ist "Doch die Sünde ist scharlachrot" ein typischer und wahrhaft spannender Inspector-Lynley-Roman, der allerbestes lesevergnügen garantiert.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.