Da es schon einige Zeit her war, dass ich die anderen beiden Teile gelesen hatte, fiel mir der Einstieg ein wenig schwer. Besonders Ringer und ihre Geschichte waren wir in der Zwischenzeit entfallen und ich hatte mit ihr zu kämpfen, da der Autor es sich spart, das Geschehene erneut herauszuarbeiten und setzt gleich in die Handlung ein.Nichtsdestotrotz war ich von der ersten Seite an wieder in der Geschichte gefangen und konnte einfach nicht aufhören jeden weiteren Satz zu verschlingen.Die vielen verschiedenen Sichtweisen der Charaktere haben mich wirklich fasziniert, weil jede Person ein neues Bild über Situationen oder Erlebnisse wieder gegeben hat.Das Ende ist einfach wow. Damit hatte ich nicht gerechnet, zumal von Anfang an unklar war wohin Rick Yancey den Leser und seine Protagonisten führen möchte.Am Ende wurde ich einfach sprachlos zurückgelassen.Ich finde, dass die Geschichte so viel Tiefe und Weite besitzt, wie man es selten findet.Jede Situation, jede Begegnung war absolut nachvollziehbar und trotzdem manchmal überraschend, weil alle Charaktere unterschiedliche Beweggründe, Gedanken und Gefühle hatten.Ich werde mal aufhören weiter zu schreiben, sonst fällte es mir am Ende noch schwer nicht zu spoilern.Eure Aria
Rick Yanceys Schreibstil gefällt mir sehr gut. Manchmal ist er etwas verwirrend, aber ich muss sagen, dass es trotzdem der beste Schreibstil für diese Art der Geschichte ist, denn worum geht es denn in seinem Buch? Über eine außerirdische Lebensform, die Chaos und Schmerz und Verwirrung in diese Welt bringt und das spiegelt er mit seinem Schreibstil zu 100% wieder, auch wenn man ab und an mal irritiert die Stirn runzeln muss.In dem Buch wird auch wieder (wie in dem zweiten) die Sichten der unterschiedlichen Charaktere eingebracht. So behält man jeden Blickwinkel bei, was bei diesem Buch auch sehr wichtig ist.Denn wenn das ganze Buch nur in Cassies Sicht geschrieben werden würde, würden viel zu viele Fragen offen bleiben. Es bleiben auch so noch einige Fragen offen, aber die sind nicht weiter schlimm.Der Autor hat die richtige Entscheidung getroffen, als er nach dem ersten Band die Sichten wechselte. Ich bin zwar auch nicht der größte Fan von solchen Sichtwechseln, aber gerade hier passt es sehr gut.Die Story an und für sich ist nervenzerreibend, aufregend und beinhaltet einige schockierende, wie auch traurige Inhalte und sie endet eben ganz Dystopien-mäßig.Das einzige was mich ein bisschen stört, ist, was aus Sam wird. Wie aus diesem kleinen Jungen so ein zorniges, nach Blut lechzendes Kind wird. Aber es ist Krieg ... er hat so viel erlitten, so viel verloren ... es ist nachvollziehbar. Trotzdem störend.Ansonsten bin ich super zufrieden und ich persönlich finde es nicht schlimm, dass keine große Liebesgeschichte zwischen Evan und Cassie geschrieben wurde. Hätte nicht zum Buch gepasst. Der Autor hat so viel Liebe in seine Trilogie gepasst, wie es auch nachvollziehbar sein kann. Wenn er zu viel geschrieben hätte, wäre es unglaubwürdig und lächerlich gewesen. Ein turtelndes, sich ewige Liebe versprechendes Pärchen zwischen all den Toten, Grausamkeiten, den Schmerz und der Zerstörung der Welt? Das hätte nicht gepasst und ich bin sehr froh, wie er es gehandhabt hat.Alles in allem muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Buch bin und kann es nur empfehlen.