Zu allererst muss ich sagen, dass die Elfe-Reihe seit Jahren meine liebste Fantasy-Reihe ist und so war dieses Buch natürlich Pflicht. Ich war für meinen Teil nicht enttäuscht. Obwohl es keine großen Schlachten gibt fand ich, dass Hennen dennoch mit kleineren Auseinandersetzungen für genügend Spannung gesorgt hat. Meiner Meinung nach muss es nicht immer nur um epische Schlachten gehen, wenn durch andere Elemente Spannung erzeugt wird.Es hat mir gefallen, dass der Schwerpunkt auf Nandalees Kindern liegt. In den ersten Elfenbüchern schien mir Emerelle stets sehr unnahbar und ich wollte einfach mehr über sie erfahren und wurde nicht enttäuscht. Auch Falrach hatte ich mir stets anders vorgestellt und war sehr von seiner charmanten und humorvollen Art angetan. Über Melinander hatte ich ebenfalls kaum etwas gewusst, wurde er doch in den ersten Elfenbüchern stets nur als Gelehrter erwähnt. Auch ihn persönlich kennen zu lernen war sehr schön.Fazit: Ich finde es ist ein sehr gelungenes Buch mit einem durchaus besonderem Schwerpunkt auf die emotionalen Ereignisse in dem Leben der Protagonisten. Das einzige was mir ein wenig negativ auffiel war, dass das Ende sehr kurz war (es hat sich irgendwie schnell abgearbeitet angefühlt. Dennoch fällt es nicht so schwer ins Gewicht und ist mir immer noch 5 Sterne wert.
Jede Geschichte hat ihr Ende, sogar die legendäre Vorgeschichte der Mark der Alben. Nachdem wir in den Romanen der Elfenritter vom Krieg der Drachen gegen die Devanthar lesen konnten, treten nun Nandalees Kinder in den Fokus. Und wie von Bernhard Hennen bekannt, liest sich auch dieser Roman an einem Stück wird und ist dabei fast nie langweilig. Bernhard schafft es nach wie vor, seine Leser in die Welt zu ziehen, wenn er auch, typisch für ihn, oftmals ausgiebig die Welt beschreibt, nur um am Ende dieses teilweise hastig runterschreiben zu müssen. Nichts, dass Leser nicht schon kennen würden, aber am Ende habe ich ein Gefühl wie bei Elfenlicht, dass hier noch dringend ein Roman kommen muss, der die Geschichte so richtig rund abschließt. Aber wer weiß, obwohl Bernhard sich eigentlich erstmal neuen Projekten zuwenden will, hoffe ich, dass er das Ende der Tyrannei der Drachen und Emerelles Aufstieg zur Königin Albenmarks noch ausführlicher abschließt. Und der Schattenkrieg will auch erzählt werden, also lieber Bernhard, wir Fans warten darauf, dass du uns irgendwann neues Futter lieferst.So oder so, als Fan der Reihe seit zehn Jahren war der Roman auf jeden Fall super, wenn nunmal das „Problem“ mit dem gefühlt hastigen und nicht abgeschlossenen Ende bleibt. Dafür gibt es den einen Stern Abzug, ansonsten bin ich sehr, sehr, sehr zufrieden mit diesem Roman und hab sofort Lust bekommen, mich zeitnah in die Phileasson-Saga zu begeben.PS: Und wer noch, wie ich, ob des Endes der Drachenelfen etwas gegrummelt hat, der erfährt in diesem Roman auch nach und nach, was genau passiert ist. Zwar nicht viel über die Auswirkungen in der Menschenwelt, aber da kann man wohl einen Vergleich zur realen Bronzezeit bilden. Herrscher weg, Versorgung weg, sogar Götter weg, das dürfte nicht gut ausgehen.