Es sind gesamt 5 Bücher mit je ca 850 Seiten. Wer so lange Geschichten mag, kommt hier voll auf seine Rechnung. Aber auch Leser der leichten Geschichten und Sagen werden die Bücher mögen. Es war das erste Mal, dass ich eine solche Reihe gelesen habe. Ich komme aus der Ecke von WARHAMMER, und das sind eben andere Fantasie Romane.Aber ich hab es nicht bereut die Drachenelfen gelesen zu haben. Empfehlung ¡!!!!!¡¡!!!!¡!!!!!¡
Habe alle bisher erschienen Romane des Elfenzyklus verschlungen, aber zu keinem der Romane eine Rezension geschrieben. Mit jedem Teil wird Hennen besser und besser:Zum Inhalt (ACHTUNG: KÖNNTE EINIGE ANGEHAUCHTE SPOILER ENTHALTEN): Nachdem Gonvalon im Drachenfeuer von Seliunt verbrannt ist zieht sich Nandalee in den Jadegarten zurück, um unter strengen und wachsamen Augen Nachtatems ihre Kinder zur Welt zu bringen, von denen man nicht genau weiß, wer der eigentliche Vater ist. Die Geschichte widmet sich daher auch in erster Linie nicht der eigentlichen Protagonistin Nandalee, sondern zahlreichen anderen wichtigen Charakteren. Da wären z.B Shaya, Kolja, Hornbori, Galar, Nodon, die Himmelsdrachen und vor allem Lyvianne und Bidayn, die meiner Meinung nach zwei der besten und spannensten Handlungsstränge präsentieren. Auch Artax rückt nicht mehr ganz so stark in den Fokus, was aber der Spannung keinen Abbruch tut! Wie man es von Hennen gewöhnt ist, schafft er es, eine ganze Reihe von interessanten und coolen Charakteren (Mann oh mann, die Devanthar können einen richtig flashen) zu erschaffen, was dazu führt, dass man die eigentlichen Protagonisten Nandalee oder Artax schnell vergessen kann;)Band vier fokussiert sich im Wesentlichen auf den ersten Zusammenprall der Heere der Albenkinder und Menschen und beschreibt in fasziniert erdrückender Stimmung die vielen Geschehnisse im ewigen Eis von Nangog, die immer noch gefesselt ist! (Wann wird die Gute endlich mal befreit und greift in das Geschehen ein?!) Was Hennen immer wieder wirklich gut gelingt, ist, seine Figuren leiden zu lassen. Es gibt beinahe niemanden, der nicht körperlich oder seelisch extrem leiden oder schmerzhafte Erfahrungen durchleben muss. Man fiebert mit jeder Figur über sämtliche Seiten hinweg mit und spürt einen dicken Kloß im Hals, wenn es für die Figur weniger gut ausgeht. Zahlreichen Cliffhanger sorgen für die nötige, perfekt inszinierte Spannung, sind aber keineswegs unangenehm in die Handlung hineingestanzt! Des Weiteren wage ich mal zu behaupten, dass viele Leser neue Lieblingsfiguren entdecken werden.Wenn man sich im Forum auf Hennens Homepage die zahlreichen Rankins ansieht, stelle ich mal in den Raum, dass sie schon bald veraltet sein werden. Ich zumindest finde einigen Gefallen an Nodon oder Ailyn z.B, während mich Lyvianne positiv und Bidayn negativ überrascht hat (Ist aber nur meine Ansicht;))Einige geringe Kritikpunkte gibt es aber trotzdem: Zum einen ist das Buch zu schnell vorbei, sodass ich befürchte, dass Hennen im letzten Band der Drachenelfenreihe nicht alle wundervollen, zahlreichen Handlungsstränge so zusammenführen und enden lassen kann, wie es die tollen Charaktere verdient hätten (Vielleicht ist ja sogar noch ein sechster Band in Produktion, von dem wir alle noch gar nichts wissen? Würde mich darüber sehr freuen). Zum anderen nervt mich persönlich ein bisschen, dass fast jedes Kapitel damit beginnt, dass irgendwer seine Blicke über irgendetwas scheifen lässt, aber dass ist auch nur meine Meinung. Außerdem kann es auch nicht soo schön sein, neben den Handlungsträngen der relevanten Personen noch einige Stränge aus der Sicht eher statistisch wirkender Charaktere einzubauen. Vielleicht hätte Hennen diese Seiten noch dafür nutzen können, auf einige hochspannende Geheimnisse noch näher einzugehen. Andererseits macht jeder neue Handlungsstrang die Welt der Elfen und Menschen noch farbenprächtiger und interessanter.Fazit: Erstaunlich kompakter, tiefgreifender und fesselnder Roman, der es locker mit den drei vorherigen Bänden der Drachenelfenreihe aufnehmen kann. Das Ende lässt den Leser sehnsüchtig auf den letzten Band warten und wird ein gigantisches, episches Finale vorraussagen. Bitte schreiben Sie von mir aus noch drei Drachenelfen-Romane, Herr Hennen, jede Seite ist ein Genuss! :D
Prinzipiell finde ich das Buch nicht schlecht, aber die Vorgänger waren mMn um Längen besser. Wie einige meiner Vorredner bereits schrieben, habe auch ich den Eindruck, dass es sich hier nur um einen "Überbrückungsband" handelt, der auf das Finale vorbereiten soll. Naja, dann warten wir mal ab und hoffen auf einen krönenden Abschluss, wie man es von Hennen gewohnt ist...ACHTUNG! Evtl. Spoiler... mich beschäftigt eine Frage, auf die ich bisher im Internet keine Antwort gefunden habe (ist es keinem sonst aufgefallen oder bin ich von den ganzen Handlungssträngen um die Elfen auch nur verwirrt?): die Romane um die Drachenelfen spielen ja lange vor der Zeit von Hennens "eigentlichen" Elfen. Wie also kann sich Lyvianne in diesem Roman daran erinnern, wie sie "in der Vergangenheit" einem gewissen Bozidar bei einer Liebesnacht die Lebenskraft geraubt hat und ihn dadurch gealtert hat. Diese Szene wird doch in Elfen I (oder II?) beschrieben und spielt damit doch eigentlich in der Zukunft des Romans... mein Denkfehler oder doch einer des Autors?Ach und falls ich mich einfach geirrt haben sollte: irren ist elfisch, also nicht gleich einen feuerspeienden Drachen schicken... ^^