Arlen, Jardir und Renna verabschieden sich, bevor sie in den Horc gehen, von ihren Lieben, Leesha ist nicht nur Gräfin des Tals, sondern wird auch Mutter, Inevera muss sich gegen Asome zur Wehr setzen und Dorn nimmt einen größeren Part ein – der Roman schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängers an. Leider wurde der fünfte Band der Reihe in Deutschland zweigeteilt, was nicht nötig gewesen wäre, auch die Vorgängerbände waren sehr dick. Band fünf erzählt also die Geschichte noch nicht zu Ende.Trotzdem es eine Weile her ist, dass ich die vorherigen Bände gelesen habe, habe ich mich relativ schnell wieder zurecht gefunden, es gibt ausreichend Erinnerungsstützen während der Erzählung. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge, neben den Obengenannten gibt es z. B. noch Ashia, Abban, Elissa und Ragen, liefern dem Leser einen umfassenden Blick darauf, was passiert, die Perspektivewechsel sorgen für kleine Cliffhanger und vermehrte Spannung, bei mir wurden viele Emotionen angesprochen, Trauer, Mitgefühl, Sorge, Wut, Freude und natürlich immer wieder Neugierde darauf, wie der einzelne Strang weitergehen, und vor allem, wie die Geschichte enden wird.Wer die Vorgänger nicht kennt, sollte tunlichst die Finger von diesem Band lassen und von Anfang an lesen. Kennern der Vorgängerbände brauche ich diesen Band wahrscheinlich nicht explizit ans Herz legen, wer sich bisher gut unterhalten fühlte, wird sowieso weiterlesen wollen. Ich mochte auch diesen Band wieder und vergebe 5 Sterne.
Ich hatte mich schon sehr auf diesen Teil gefreut und wurde im Grunde nicht enttäuscht. Wer die bisherigen Teile gemocht hat (und wer sonst sollte diesen Teil lesen?) wird auch hier seinen Spaß haben. Mir persönlich war es streckenweise aber zu langatmig bzw. zu "horizontal" erzählt wie man heute so schön sagt. Inzwischen gibt es unzählige Charaktere und Plots die bis zum Sohn der Frau des zweiten Sohns eines der Hauptcharaktere reichen. Entsprechend tritt die Geschichte dann auch öfter auf der Stelle, die letzten Kapitel machen aber einiges wieder wett. Man merkt aber schon, dass wir uns hier am Ende einer sehr umfassenden Geschichte befinden die man sicher auch etwas zügiger hätte abschließen können.Was die Zweiteilung des Romans im Deutschen anbelangt wurden die Gründe für so etwas schon oft erläutert (Übersetzung deutsch -> englisch führt zu 30-40% mehr Text, Übersetzung dauert sonst viel länger usw.) und wer davon ernsthaft überrascht wurde, muss schon wirklich blindlings vorbestellt haben. Es reichte schon dem Autor auf irgendeinem Social Media Kanal zu folgen, um die Zweiteilung mitbekommen zu haben. Ich persönlich bin froh kein weiteres halbes Jahr auf ein dann theoretisch 1.400 (!) Seiten starkes Buch warten zu müssen, was vermutlich noch viel mehr Längen gehabt hätte.