Normalerweise schreibe ich kaum Rezensionen, aber die (wenngleich wenigen) schlechten Bewertungen haben mich dann doch dazu gebracht, hier mal selbst etwas zu verfassen. (Achtung: enthält Spoiler, ein paar)Einige kritisieren, dass dieses Buch nichts Neues ist und es nach dem Schema "Er trifft sie, hält sich nicht für würdig, etc." verläuft, was ich als solches nicht verneinen kann. Das stimmt schon, aber mich stört das nicht wirklich.Zu sagen, dass das Buch nichts Neues bereithält, finde ich dahingegen dann doch schon falsch. Klar, im Großen und Ganzen ist Vieles gleich, aber es gibt auch ein paar neue Dinge. Allein die Tatsache, dass Paradise als Frau ins Black-Dagger-Programm aufgenommen wird, ist doch schon etwas Neues. Die ausführliche Beschreibung des Aufnahmetests ist etwas Neues und hat mir sehr gefallen. Die Tatsache, dass Craeg als "normaler" Vampir (also nicht aus der Glymera, etc.) mal etwas davon erzählt, wie "normale" Vampire so leben, fand ich recht interessant und da kann ich nur hoffen, dass man noch mehr von diesen "normalen" Vampiren erlebt. In der Hauptreihe ging es bisher ja zumeist um die Glymera oder eben reiche Vampire, aber eher selten (wenn überhaupt) um z.B. Söhne von Handwerkern. Das gefiel mir also schon recht gut.Die Kritik, dass das Buch nichts Neues enthält, kann ich also irgendwie so nicht stehen lassen. Natürlich fällt das Buch in das typische Schema des Genres, aber gut, das ist ja irgendwie auch normal, oder? Mich persönlich hat es nicht gestört, ich fand die Geschichte weiterhin interessant. Wer in solchen Büchern etwas wahnsinnig Neues/ Überraschendes/ Atemberaubendes sucht, ist vllt auch im falschen Genre?Ich weiß es nicht, aber mich hat es nicht gestört, dass in vielerlei Hinsicht dem alten Schema gefolgt wurde. Und immerhin wurde es ja auch an einigen Stellen (wie oben geschrieben) gebrochen.Zu dem Vorwurf, das Buch würde viel Werbung für teure Marken enthalten, kann ich nur sagen: War das nicht schon immer so? Ich habe erst vor kurzem mit der Reihe noch mal von Anfang an angefangen und diese Werbungen zwischendurch gab es auch schon in Band 1 und sie sind mir weder dort noch in diesem Band störend aufgefallen... Ich fande auch nicht wirklich, dass es mehr geworden ist, aber das muss jeder für sich beurteilen.Bücher wie Black Dagger lese ich nicht der kognitiven Anstrengung wegen. Dafür kann man andere Werke (Goethe, Schiller, Kafka, etc.) heranziehen. Ich lese Bücher wie Black Dagger wegen dem "Schmalz" und weil sie einfach zu lesen sind. Dennoch war und ist Black Dagger für mich immer interessant geblieben, auch wenn man an vielen Stellen erahnen kann, wie es ausgeht. ;)Was mich jedoch wirklich überrascht hat, war die Tatsache, dass die Geschichte von Marissa und Butch fortgeführt wird. Da für mich eh feststand, dass ich auch die Legacy Reihe lesen würde, ist/ war es für mich relativ egal, aber ich frage mich, was mit jenen ist, die Legacy nicht lesen? Und inwiefern sind Informationen aus Legacy später für die Black Dagger Reihe wichtig?Spin-Offs sind ja doch meistens eher recht unabhängig vom Original, was zugegebenermaßen in diesem Fall wohl kaum möglich ist, allein schon weil das Trainingsprogramm ja einige der Brüder einschließt und das Training ja auch im Anwesen der Black Dagger stattfindet etc.Aber es hat mich trotzdem etwas überrascht.(P.S. Wer Rechtschreibfehler und/ oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten :D)
Dieses Buch ist ein Ableger zur ursprünglichen Black Dagger Reihe. Man könnte es für sich lesen, aber Vorkenntnisse helfen, um das ganze Buch zu verstehen. Da die Brüder auftauchen, das Trainingszentrum usw.Es geht hier um Paradise, die wir in den Black Dagger Bücher kennenlernen durften. Sie, in den Vampir Adel hineingeboren, will aber so gar nicht adelig sein und bewirbt sich deshalb für Ausbildung als Kriegerin. Was ihrem Vater natürlich so gar nicht passt.Im Trainingszentrum trifft sie auf Craeg, der ebenfalls dort aus ausgebildet wird. Aber dafür einen ganz anderen Grund hat als Paradise.Und so haben beide ihre Geheimnisse voreinander, die sie aber nicht davon abhält, dass sie sich stark zueinander hingezogen fühlen.Paradise ist eine wirklich starke Frau, die genau weiß was sie will und sich das auch nicht ausreden lässt. Sie hat einen starken Willen und geht zur Not mit dem Kopf durch die Wand. Dies macht sie sehr sympathisch, vor allem weil sie nicht so ein gefühlsduselige Tussi ist, wie man eigentlich erwarten könnte. Craeg ist manchmal schon ein wenig umständlich und wirft immer den großen Unterschied zwischen ihr und ihm in die Waage. Aber auch er ist ein toller Charakter und beide passen wunderbar zusammen.Zu der Geschichte von den beiden, kommen noch die Probleme von Butch und Marissa, diese Geschichte hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber man bekommt hier einfach mal einen anderen Einblick, in das Leben der beiden.Diesen Ableger der Reihe finde ich auch wirklich gut, vor allem baut es auch auf die Ursprungsreihe mit auf. Obwohl es die gleiche Autorin ist, hat man das Gefühl, dass es ein anderer Schreibstil ist. Es wirkt nicht ganz so düster.Ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen, bei dem man gar nicht mehr wie die Seiten nur so dahin fliegen.