In der Zukunft hat sich die Erde in ein ökologisches Wrack verwandelt. Der Mond ist ein einziges Bergwerk, und alle Hoffnungen liegen nun auf der Besiedlung des Mars. Dessen Terraforming ist in vollem Gange, und mit Raumfrachtern werden die Rohstoffe des roten Planeten abtransportiert. Jak ist Mechaniker an Bord eines dieser vollautomatischen Frachter, der gerade mit zwei Millionen Tonnen Erz auf dem Weg zur Erde ist. Was er nicht weiß: Einer der Container ist vollgestopft mit Bomben. Und auch Jak hat ein paar Geheimnisse zu verbergen. Für ihn und seine Schwester Sal, die als Marshal auf dem M ond stationiert ist, beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nichts weniger geht als um das Schicksal des Planeten Erde ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
5 ★1
4 ★2
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Grandioser Science Fiction Roman. Das Beste was ich bis jetzt gelesen habe. Spannungsgeladen und eine sehr realitätsnahe Handlung. Habe bisher alles von T. und S. Orgel gelesen und kann sagen, dass die beiden Autoren einen fesselnden Schreibstil haben.
Das Brudergespann und Autorenduo T. S. Orgel hat sich nach zahlreichen Fantasyabenteuern an ein für sie gänzlich neues Setting gewagt. Die beiden Autoren haben Axt, Schwert und Magie für dieses Abenteuer an die Seite gelegt und es gegen die unendliche Leere des Weltalls eingetauscht, denn mit ihrem Roman Terra entführen uns die beiden in den Bereich bis zum Planeten Mars unseres Sonnensystems. Da ichin letzter Zeit vermehrt Science-Fiction Literatur lese und zu schätzen lerne, konnte ich bei dieser verlockenden Perspektive gar nicht wiederstehen!Das Science-Fiction Abenteuer Terra ist im Heyne Verlag erschienen und entführt uns in ein Szenario in einer nahen Zukunft am Ende unseres jetzigen Jahrhunderts. Die Menschheit hat die Erde sehr stark ausgebeutet und kaputt gewirtschaftet. Damit die Menschheit, die wie gewohnt nicht aus den gemachten Fehlern lernen will, trotzdem eine reelle Überlebenschance hat, wurden sowohl der Mond als auch der Mars erschlossen, damit die dringend benötigten Ressourcen zur Existenzsicherung abgebaut werden können.Der Mond dient primär als Miene und Zwischenstation für den Weiterflug zum Mars, während auf dem Mars selbst das Terraforming auf Hochtouren läuft, aber bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Also keine sonderlich guten Aussichten für die Erde zurzeit.In diesem sehr deprimierenden Szenario lernen wir zwei unterschiedliche Protagonisten kennen. Zum einen Sal, die als Marshal auf dem Mond lebt und arbeitet und zum anderen den Frachterpiloten Jak. Dieser befindet sich aktuell auf dem Rückflug vom Mars zum Mond und ist zudem noch der Bruder von Sal.Als er bei einer Routinekontrolle seiner Fracht einer Bedrohung und Verschwörung auf die Spur kommt, ist er zwangsläufig auf Unterstützung von außerhalb angewiesen, kann aber so gut wie niemandem trauen. Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt.Das Sci-Fi Abenteuer Terra hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte wird von Seite zu Seite komplexer und erst nach einer ganzen Weile wird das komplette Ausmaß des eigentlichen Plots deutlich. So hat man zwar immer weider ein paar Vermutungen, kann aber erst im weiteren Verlauf alle Fäden verbinden und Licht hinters Dunkel bringen. Toll ausgearbeitet und mit zahlreichen Intrigen gespickt.Die Charaktere haben diesen stimmigen Eindruck hervorragend ergänzt. Vor allem die Protagonisten sind dabei sehr individuell und obwohl Sal und Jak miteinander verwandt sind, haben beide nicht nur komplett verschiedene Lebenswege eingeschlagen, sondern auch ganz andere Vorstellungen von richtig und falsch. Dies macht das Zusammenspiel der beiden so interessant und unterhaltsam.Da es sich um einen Science-Fiction Roman und nicht um eine Fantasygeschichte handelt, ist ein gewisses Maß an Technik notwendig. Hier fällt auf, dass das Autorenduo auch eine sehr gute Recherche an den Tag gelegt hat und viele komplexe technische Zusammenhänge in die Handlung eingearbeitet hat, wodurch die Geschichte zwar etwas techniklastiger geworden ist, aber auch durch logische Erläuterungen viel an Glaubwürdigkeit gewonnen hat. Das die Handlung zudem einige tagespolitische Themen wie Ressourcenausbeutung, Klimawandel und die Eroberung des Weltalls aufgreift, tun diesem Buch ebenfalls sehr gut!Ein durchweg unterhaltsamer Roman, der mit einem schönen Erzählstil ein sehr kurzweiliges und spannendes Abenteuer präsentiert hat.FazitEin gelungenes Science-Fiction Abenteuer in einem packenden Setting, angereichert mit abwechslungsreichen Charakteren und einer spannenden Story. Die beiden Autoren müssen sich, wie ihr Werk Terra zeigt, nicht hinter den Sci-Fi Größen aus dem englischsprachigen Raum verstecken. Gerne mehr davon!
Egal ob nun über Land oder interplanetar: Ware muss transportiert werden. Die Trucker steuern dann eben statt Lastwagen Weltraumkonvois. In ihrem Roman »Terra« erzählt das Autorenduo Tom und Stephan Orgel die Geschichte eines ebensolchen Konvois, welcher sich soeben auf dem Weg vom Mars zur Erde befinden. An Bord: eine ungeahnte Gefahr für die Menschheit.Kleiner Tipp vornweg: Das Buch hat einen Anhang, welcher sehr praktisch ist. Allerdings hatte ich ihn erst nach dem Lesen entdeckt, obwohl ich ihn durchaus hätte gebrauchen können.Die beiden Autoren erzählen eine gut durchdachte Geschichte in sehr angenehmem und verständlichen Stil. Die Idee eines Weltraumkonvois gibt interessante Möglichkeiten und spannende Figurenkonstellationen. Die meiste Zeit des Romans ist ein überwiegender Teil der Charaktere isoliert nur in seinem eigenen Frachter, sodass die Charaktere kaum direkt miteinander und nur über Funk kommunizieren können.Der Roman ist aus der Sicht der kleinen Leute erzählt, die unwissend in eine wesentlich größere Verschwörung hineingraten. Ihnen ist die Rolle des Bauernopfers angedacht, doch dann kommt alles anders. Mir hat diese Grundkonstellation sehr gut gefallen, auch dann zu verfolgen, wie die vermeindlichen Bauernopfer dem ganzen auf die Schliche kommen und sich dagegen wehren. Und das alles, obwohl die meisten der Charaktere räumlich voneinander getrennt sind.Die Autoren haben gut in die Zukunft gedacht. Wie es mit unserer Erde weitergehen könnte, wie sich die Gesellschaft und auch die Wirtschaft verändert auch unter Einfluss der Besiedelung des Mondes und schließlich auch des Marses. Eine Menge popkultureller Referenzen gibt es auch, sodass man auch daran eine Menge Freude finden kann. (Irgendwie scheint sich da bei mir ein Bildungslücke aufgetan zu haben, weil mir kaum etwas davon bekannt war.)Trotz allem hat das Buch aber irgendwie nicht so bei mir gekickt. Die Charaktere wirkten auf mich, als seien sie eher da, damit die Handlung irgendwie erzählt werden kann, statt eigenständige Personen zu sein. Und dieses ganze Trucker-Ding ist war an und für sich eine gute Idee und auch gut umgesetzt, aber einfach eine Welt für sich, zu der ich persönlich kaum einen Bezug finden konnte.Also ein Roman mit guten Ideen, die auch gut umgesetzt wurden, nur war der entscheidende Punkt einfach etwas, mit dem ich nicht unbedingt viel anfangen konnte. Trotz allem empfehlenswert.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.