Römisches Reich, 25 n.Chr.: Seine erste Fahrt zur See mündet für den jungen Telemachos in einen Kampf um Leben und Tod. Das Handelsschiff, auf dem er angeheuert hat, wird gekapert. Um seine Haut zu retten, muss er sich wohl oder übel den Männern des grausamen Kapitäns Bulla anschließen. In der brutalen Welt der Seeräuber verdient sich Telemachos durch Zähigkeit und Geschick den Respekt der Mannschaft. Als am Horizont die Segel der römischen Flotte in Sicht kommen, ist er längst selbst zum Piraten geworden. Die letzte Schlacht naht!
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
5 ★1
4 ★2
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion25.05.2026
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Ein spannendes Abenteuer aus der Zeit des Römischen Reiches, das gut in die Geschichte passt, allerdings sind die Beschreibungen etwas dünn.
Ja, okay, den großen Tiefgang hat dieses Piratenabenteuer aus dem alten Rom nicht, und ja, es nervt, dass der Autor alle paar Seiten - praktisch in jedem Kapitel - daran erinnert, dass Telemachos Geld braucht, um seinen Bruder aus der Sklaverei freizukaufen. Auch stimmt es, dass dem Helden trotz kleinerer Rückschläge letztlich alles gelingt. Aber mal ehrlich: Ist es bei Cato nicht genauso?Meiner Meinung nach ist es einfach nicht fair, zu behaupten, dass Simon Scarrow wesentlich besser schreibt als sein Lohnautor T.J. Andrews, auf dessen Kappe "Piraten" geht. Die originale Rom-Serie um Macro und Cato ist nicht wesentlich tiefgründiger als dieser Roman hier, der rundum kurzweilige Unterhaltung bietet. Ständig passiert etwas, es wird nie langweilig. "Piraten" bietet temporeiche Unterhaltung, nicht mehr, nicht weniger. Und was die Vergleiche zu Scarrows Originalen angeht: Etliche waren besser als "Piraten", einige aber auch schwächer. Insbesondere die Bände, die Scarrow parallel zu seinem Napoleon/Wellington-Quartett verfasst hat, lasen sich oberflächlich und bisweilen zäh."Piraten" ist nach "Invasion" und "Arena" die dritte Zusammenarbeit von Simon Scarrow, der seinen Namen und seine Welt beisteuerte, und T.J. Andrews, der die Geschichten schrieb. Wie die beiden anderen war das hier zunächst ein eBook-Fünfteiler, der dann als dicker Roman verwertet wurde. Meiner Meinung nach merkt man diese Herkunft aus einer Mini-Serie hier weniger als in den anderen beiden Werken. Nur in der Mitte (zwischen Teil 3 und 4?) gibt es einen Bruch. Da wiederholt der Autor auf einmal Dinge, die aus den vorangegangenen Kapiteln noch in unmittelbarer Erinnerung sind, sodass sie keiner erneuten Erwähnung bedurft hätten.Auch gibt es immer wieder unpassende Beschreibungen. Pfeile, die nicht weit genug fliegen, "stürzen" nicht ins Wasser. Sie fallen. Und mit einem Schwert "schlitzt" man nicht durch die Luft. Luft kann man nicht aufschlitzen. Aber das dürfte an der Übersetzung liegen. Unterm Strich hat mich "Piraten" gut unterhalten, auch wenn es ein bisschen befremdlich wirkte, dass sich die rauen Halsabschneider gegen Ende der Geschichte immer stärker in der Rolle von Freiheitskämpfern gegen Rom sehen. Aber ich behaupte ja nicht, dass es ein perfekter Roman ist.
Gewohnt gut, schreiben kann Scarrow. Doch die Idee fehlt ihm hier. Das die Dinge vorausschaubar sind, kann man verzeihen, der Roman braucht keine großen Überraschungen obwohl dies hin und wieder ganz nett wäre. Was mich aber grenzenlos stört, ist, das Telemachos der Böse ist und damit durchkommt! Er schickt hunderte seiner Männer in den Tod nur um seinen Bruder zu retten. Und die Römer sind (bis auf Canis) hier rechtschaffene Soldaten die auch Familien haben. Darüber hinaus raubt er brave Händler aus und bringt die unschuldigen Kauffahrer reihenweise um. Bruder hin oder her, richtig ist das nicht, ich hätte erwartet das der Held am Buchende sein verdientes Ende findet. Und so ganz nebenbei: Ein Jungspund wird so schnell Kapitän? Einer der von Seefahrt Null Komma Null Ahnung hat? Auch nicht so glaubwürdig... Und alle anderen Kapitäne opfern ihre Männer für ihn! Warum? Würde doch keiner jemals machen! Und die große Schlacht am Ende ist auch gut, aber für einen Scarrow dann wiederum schlecht geschrieben, da hat er schon ganz andere bessere Schlachten präsentiert. Also insgesamt nicht schlecht, aber wir wissen Scarrow kann es eigentlich besser! In jeder Hinsicht! Nachgedacht hat er über eine glaubwürdige Handlung und Gerechtigkeit am Ende jedenfalls nicht.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.