Der Horror hat eine neue Dimension Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings "Puls" kommen mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod. Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Am ok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5
5 Bewertungen
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1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion12.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absoluter Thriller, der mich von Seite zu Seite fesselt und mir eine ganz neue Perspektive auf das Gruselige eröffnet. Die Beschreibung des Horrors, das überall lauern kann, ist unglaublich packend und beängstigend.
Ich habe das Buch erstmals gelesen, als es herauskam. Das ist nun schon gute 15 Jahre her und ich konnte mich nicht mehr wirklich an die Handlung erinnern. Also kaufte ich es mir jetzt bei der Aktion zum 75.Geburtstags des Meisters des Horrors erneut - diesmal als Ebook - und bin (wieder) absolut begeistert. Ein echter Stephen King, sehr blutrünstig, aber jetzt, 15 Jahre später, fast noch aktueller als 2006. Die Handymanie hat King schon vorausgesagt, bevor das erste I-phone auf den Markt kam und der Siegeszug der Smartphones begann.In einer gewissen Art und Weise entwickeln auch wir uns langsam zu Wesen, die sich durch ihr Handy lenken und steuern lassen.Aber auch sonst ein klassischer King: Wieder steht eine Reise durch widrigste Umstände zu einem bestimmten Ziel im Vordergrund, genauso wie beim letzten Gefecht oder anderen King Romanen.Die Hauptcharaktere liegen einem gleich am Herzen, auch wenn nicht alle überleben werden. Das Ende ist auch offen, die weitere Zukunft der Menschheit kann man sich selbst zusammenreimen. Und nach heutigen Erfahrungen wird es wohl keine besonders Gute sein....
Clayton Riddel wird eines nachmittags in Boston Zeuge, wie Unglaubliches passiert:Plötzlich scheint um ihn herum jeder wahnsinnig zu werden, alle sind darauf versessen,entweder sich selbst oder andere auf grausame Weise zu töten. Es dauert nur Minuten,bis nur noch wenige normale Menschen am Leben sind. Zusammen mit Tom McCourt undder jungen Alice kann sich Clay zunächst in der Eingangshalle eines Hotels verschanzen.Es stellt sich heraus, daß die Zombies nur tagsüber unterwegs sind, so macht sich dieDreiergruppe nachts auf den Weg aus der Stadt heraus. Anscheinend ist jeder verrücktgeworden, der ein Mobiltelephon benutzt - irgendeine Art elektromagnetischer Impulswurde übertragen, der jeden Benutzer zum Zombie gemacht hat.Auf ihrer Reise durch die apokaylptische Welt erreichen sie schließlich eine Kleinstadt,in der sie auf einen Universitätsprofessor und einen jugendlichen Nerd Jordan treffen.Diese haben eine unheimliche Entdeckung gemacht: Die Zombies, oder "Phonies", wiesie auch genannt werden, haben inzwischen nicht nur aufgehört, aufeinander Jagdzu machen, sondern scheinen eine Art Schwarmintelligenz oder Kollektivbewußtseinentwickelt zu haben und sich telepathisch verständigen zu können. Dazu gehört auch,daß sie sich jede Nacht im Stadion treffen, wo sie tief und fest schlafen - Jordanbehauptet, dort würden sie regelmäßig neu programmiert und gebootet - und sie würdenvon Tag zu Tag schlauer und gefährlicher. Daher haben Jordan und der Professor einenBrandanschlag geplant, der alle auf einmal in dem Stadion vernichten soll - und Tom undClay sollen ihnen dabei helfen.Der Anschlag gelingt, doch lockt dieser benachbarte Schwärme auf den Plan, die kleineGruppe gehört plötzlich wieder zu den Verfolgten. Inzwischen verdichten sich Hinweise,daß es im Norden eine großes Funkloch geben soll, das angeblich frei von Handyverrücktensein soll. Alle auf der Gruppe haben Visionen von einem großen, schwarzen Mann, der derAnführer aller Schwärme zu sein scheint, schließlich begegnen sie ihm auch persönlich.Sie begreifen, daß ihre Visionen telepathische Botschaften sind, und allmählich beginnensie sich zu fragen, ob sie nicht vielleicht von dem schwarzen Mann in die "No-Fone-Zone"gelockt werden sollen. Ein neuer Plan für einen großangelegten Anschlag muß her - dochwie plant man so etwas, wenn die Gegner ihre Gedanken lesen können?Zu Beginn des Romans glaubt man, King habe sich an einem typischen Zombieromanversucht, mit dem Unterschied, daß hier kein biologisches Virus der Auslöser der Pandemiewar, sondern ein elektromagnetisches Phänomen. Die üblichen postapokalytischen Problemewerden weitgehend überhaupt nicht angesprochen: Wovon ernährt man sich, wie wäscht mansich ohne fließendes Wasser, wie treibt man irgendwas ohne elektrischen Strom an - alldies wird nur am Rande angerissen. Stattdessen erinnert die Handlung immer wieder an "Dasletzte Gefecht" - eine Gruppe Leute macht sich in einer postapokalyptsichen Welt gegendas Böse auf, und irgendein geheimnisvoller Lenker sorgt dafür, daß sie Erfolg haben -doch wer und warum bleibt dabei weitgehend im Dunkeln. Ebenfalls wird nie aufgeklärt, werund warum diesen Puls erzeugt hat - insofern handelt es sich doch fast wieder um einemtypischen King-Roman, wenn auch nicht um einen seiner besten.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.