Der schmale Grat: Als Arzt und Abenteurer zwischen Leben und Tod
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Medizin EAN 9783453606371

Der schmale Grat: Als Arzt und Abenteurer zwischen Leben und Tod

Hersteller: Heyne  ·  MPN: 795651
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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HEYNE
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9783453606371
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Medizin
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Produktbeschreibung

Er kämpft für die Kleinsten und Zerbrechlichsten - eine Passion, die seine medizinische Laufbahn von Anfang an geprägt hat. Hubert Messner, der Bruder von Reinhold Messner, ist Neonatologe, Neugeborenenmediziner. Wann beginnt das Leben? Wann ist es lebenswert? Und wann ist es besser, einen kleinen Patienten sanft gehen zu lassen? All diese Fragen bewegten ihn nicht nur als Chefarzt des Klinikums in Bozen, einer der renommiertesten Neugeborenen-Intensivstationen Europas, wo er zahlreiche Frühchen ins Leben geführt hat, sondern auch als Vater, dessen ältester Sohn viel zu früh zur Welt kam.

Bewertungen & Erfahrungen

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5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 21.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Lektüre, die die beeindruckende Geschichte von Hubert Messner und seine Leidenschaft für die kleinsten und zerbrechlichsten Lebewesen wunderbar vermittelt. Ich empfehle es jedem, der sich für die Verbindung von Wissenschaft und tiefem Mitgefühl interessiert.
Redaktion 21.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Klasse!
Hubertus C. Feldmann 12.03.2024 amazon.de
Den Reinhold aus der großen Messner-Familie (acht Brüder, eine Schwester) werden viele Leser*innen kennen. Den großen Abenteurer, der auch als Schreiberling durchaus parlieren kann. Aber wer ist Hubert? Ein Abenteurer „light“? Denn schließlich steht im Untertitel des Buches „Arzt und Abenteurer“.Nach den vielen Büchern von Reinhold jetzt also auch eines von Hubert, seinem jüngeren Bruder. Es ist eine Art Lebensrückblick als Teil einer Südtiroler Großfamilie, als Arzt für Neonatologie (Frühgeborenenmedizin) und, ja, auch als Abenteurer: als Expeditionsarzt, als Bruder an der Seite von Reinhold. Während er als Arzt viele einsame und teils sehr schwere Entscheidungen zu treffen hat, kann er sich bei seinem Bruder ein wenig zurückfallen lassen. Beides zusammen sorgt dafür, dass er seinen Beruf mit einer Leidenschaft und Profession verfolgt, die über den eigentlichen Beruf des Arztes hinausstrahlt.Diese Leidenschaft, dieses Ringen um eine menschenwürdige Entscheidung, dieser Kampf ums (Über-)Leben ist besonders dramatisch, wenn es um Leben geht, das gerade erst begonnen hat. Die Schilderungen werden besonders intensiv als es um das Lebens seines erstgeborenen Sohnes geht: „Ich suchte nach Fehlfunktionen am Beatmungsgerät. Doch es war in Ordnung. Dann sah ich, nun war auch der andere, der linke Lungenflügel, in sich zusammengesackt, ein Spannungspneumothorax. Alex‘ Zustand verschlechterte sich rapide. Die Herzfrequenz ging steil nach unten. In diesen Sekunden wurde mir plötzlich bewusst: Das ist dein Sohn. Er stirbt dir. Das schafft er nicht …“Es geht aber auch um „Grenzverschiebungen“, um die Fragen: „Wie klein ist zu klein? Welche Form der Beeinträchtigung ist tragbar? Was ist das Beste für das Kind? Wo liegt die Grenze zwischen einem guten Betreuungsstandard und einer aggressiven Behandlung? Geht die höhere Überlebensrate in diesen Schwangerschaftswochen [22. bis 24. Woche] mit einem höheren Risiko für eine Beeinträchtigung einher?“ Fragen über Fragen. Hier werden sie zumindest zum Teil beantwortet – auf einer sehr menschlichen, ethisch gereiften Grundlage.Damit diese Arbeit nicht zur Routine verkommt, diese Fragen nicht das Handeln blockieren, erfolgt die Flucht ins Abenteuer, beim Ringen um die eigene Existenz, bei dem Austarieren von Machbarkeit und Aushalten. Hier wird neu justiert, um in der Klinik die geforderte Arbeit leisten zu können. Sterben und Tod sind immer dabei, sie gehören zum Leben dazu.Die Aufgabe des Co-Autors Lenz Koppelstätter ist klar umrissen. In eingestreuten Passagen schildert er eigene Erfahrungen und Gefühle beim Überlebenskampf seines Sohnes (Patient von Hubert Messner). Leider geraten diese gelegentlich, hormonbedingt, in eine emotionale Schräglage: „Was soll ich da drin? Stehe ich nicht nur im Wege rum? Was, wenn ich kollabiere? Das wäre doch peinlich! O Gott, das ist nun wirklich das Letzte, worüber ich mir in einem solchen Moment Gedanken … Gott? Ich bete? Bete ich? Ja, ich flehe zu Gott: Lass jetzt bitte einfach alles gut gehen!“ Ich hätte gerne [auch aufgrund eigener Erfahrungen] gerne darauf verzichtet.
Dr. Jean-Jacques 12.03.2024 amazon.de
Dr. Jean-JacquesHubert Messner hat im Bereich der Neonatologie Bahnbrechendes geleistet, sowohl medizinisch beim Einsatz von neuen Methoden als auch im Umgang mit den Angehörigen, besonders wenn das Scheitern unvermeidlich war. Nie wird das Sterben als schicksalhaft betrachtet, sondern als das Ergebnis einer Vielfalt von Faktoren, an denen unentwegt gearbeitet werden soll. Seine Biografie liest sich wie der stetige Kampf um einen Durchbruch, der heute als selbstverständlich angesehen wird. Zu lange hielt man die Anwesenheit der Eltern am Bett der kleinen Patienten für unnötig. Heute gilt es als selbstverständlich, dass die psychische Stärkung durch die Eltern für das Überlebenwollen des Kindes entscheidend ist.Vieles von dem, was Messner an intellektuellen Qualitäten mitbringt, teilt er mit seinem berühmten Bruder, sei es auf der sportlichen Ebene am Berg und auf dem Eis oder in der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, wenn es um die Analyse von Grenzsituationen geht. In seiner Autobiografie beschreibt er seinen Werdegang, den er von Anfang an als selbstbestimmt und anspruchsvoll konzipiert hat. Voller Energie und ohne zu befürchten, mit seinen ärztlichen Berufskollegen anzuecken, erläutert er, wie er seine Arbeit versteht: Nicht die Medizin als Wissenschaft soll stets im Vordergrund stehen, sondern die menschliche Ebene. Das impliziert die Bereitschaft, Fehler zu akzeptieren, die sich im Rahmen der Interpretation des Gesundheitszustandes des Patienten einschleichen können. Streckenweise geht es bei diesem schweren Gang hart zur Sache. Ein Arzt ist sich bei jeder Entscheidung dessen bewusst, dass er Lebensprozesse nur partiell bestimmen kann. Unbequem ist diese Position, weil der Arzt seine Therapie nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor den Eltern vertreten muss, die im Namen ihres Kindes das letzte Wort behalten wollen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine unbedingte Rettung körperliche und kognitive Schäden nach sich ziehen kann.Beim Lesen wird deutlich, dass das Leben der beiden Brüder eines gemeinsam hat: Sich mit Bescheidenheit vor dem zu beugen, was sich nicht vorhersehen lässt, sei es im Augenblick des medizinischen Eingriffs oder auf dem Weg zum Gipfel: Sie wissen zu gut, dass beides von Imponderabilien abhängt und dass sich etliches unserer menschlichen Kontrolle entzieht. Fortschritte durch Überwindung von Denkgewohnheiten zu erzielen, setzt Mut voraus. Sie durchzusetzen, das schaffen nur diejenigen, die bereit sind, Neuland zu betreten.Zwischen den Kapiteln gibt Lenz Koppelstätter kontrapunktisch seine Erfahrungen mit der Vaterschaft knapp wieder. Diese Seiten verdeutlichen exemplarisch, dass man auf die Kompetenz und die Empathie des Arztes angewiesen ist, wenn die Geburt des eigenen Kindes nicht reibungslos verläuft. Hubert Messners Buch ist deshalb besonders lesens- und empfehlenswert, weil der Autor nicht bei der Darstellung von Anekdoten bleibt. Dieser Rückblick auf eine vielseitige Karriere ist ein Gewinn für den Leser, der bereit ist, „den schmalen Grat“ zwischen Leben und Tod gedanklich und emotional auf sich zu nehmen. Wünschenswert wäre hier auch eine Rezension von einem Arzt, insbesondere von einem Neonatologen, damit Messners innovative Positionen fachmännisch kommentiert und mit kritischen Ideen ergänzt werden.
Helga Boucher 12.03.2024 amazon.de
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