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ZEIT FÜR MICH - ZEIT FÜR SIMENON Ein paar Tage früher als seine Familie beendet Justin Calmar den Sommerurlaub in Venedig, um nach Paris zu seiner Arbeit zurückzukehren. Auf der langen Zugfahrt sucht ein Mitreisender auffällig seine Nähe, und Calmar lässt sich, ohne es recht zu wollen, in ein Gespräch verwickeln. Schließlich willigt er sogar in die Bitte des Fremden ein, bei seinem längeren Umstieg in Lausanne einer Frau einen Koffer zu überbringen. Doch als Calmar bei deren Wohnung ankommt, fängt der Schrecken an: Er findet Arlette Staub tot vor, erschlagen. Überstürzt flieht Calmar, ohne die Polizei zu verständigen - denn wer soll ihm schon glauben, dass er nur zufällig in die Geschichte hineingeraten ist und mit dem Mord nichts zu tun hat? Als Calmar, zurück in Paris, feststellt, dass der Koffer ein Vermögen in Dollar und Pfund enthält, wird seine Lage umso brisanter ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5,0
7 Bewertungen
5 ★4
4 ★3
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 7 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion27.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Toll!
Redaktion03.07.2025
testmonster.de · Redaktion
Die Papierqualität ist akzeptabel und der Druck ist fest. Beim Lesen bei schwachem Licht ist die Schrift gut zu erkennen, der Abstand zwischen den Zeilen ist angemessen.
Redaktion09.11.2024
testmonster.de · Redaktion
Wir haben das Buch erhalten und die Aufmachung ist in Ordnung. Die Papierqualität ist angemessen für das Lesen. Die Bindung hält das Buch zusammen. Beim Durchblättern war die Lesbarkeit gut.
Redaktion08.10.2024
testmonster.de · Redaktion
Das Buch kam in einem intakten Zustand an. Der Einband ist unbeschädigt und die Seiten sind sauber. Die Lieferung war korrekt und die Verpackung war angemessen. Die Lesbarkeit der Schrift ist für mich gut zu erkennen.
Schon der Titel deutet an, daß Venedig hier nicht eigentlich vorkommt. Es bleibt das Bild der Tochter beim Abschied am Bahnhof, wo die Familie am Urlaubsort zurückbleibt, und zuletzt... Aber der Abfahrtsort des Zuges ist durchaus konsequent gewählt. Mit fataler Zwangsläufigkeit entfaltet sich aus Zufälligkeiten das Verhängnis. Der Mann, dem der tragische Held einen kleinen Gefallen erweist, muß Zweifel erregen, aus nicht gerade gut beleumdeter Gegend kommen, problemlos mehrere Grenzen passieren - was wiederum Zweifel an schlechtem Leumund zerstreut. Er verschwindet auf unerklärliche Weise bevor der Zug Frankreich erreicht - später erklärt, aber nicht aufgeklärt. Allzuviele Urlaubstädte bieten sich da nicht an. Ort der Handlung aber ist, abgesehen vom Zug, Paris. Das ist ebenfalls nicht ganz zufällig, obwohl es auch eine andere große Stadt sein könnte, aber eine Reihe großer Bahnhöfe sind erforderlich.Infolge einer Gefälligkeit erlangt Calmar Kenntnis von einem Mord, bekommt zugleich unversehens ein großes Vermögen in die Hand. Jeder wird ihn für tatverdächtig halten. Seine wohlgeordnete Welt, in der kein Platz ist, Unregelmäßigkeiten zu verbergen, zerfällt genau bei den plausiblen Versuchen das Abnormale zu verheimlichen und in seine Normalität einzuordnen. Mißverständnisse sind zwangsläufig und ein Scheitern an einer "entdeckten" Verfehlung, die es gar nicht gibt. Zum Schluß bleibt nur das Bild der Tochter am Bahnhof in Venedig.Georges Simenon hat es nicht nötig, die Serenissima verkaufswirksam einzusetzen. Ich vermute, ähnlich dem Spruch in der Werbebranche, "Frauen, Kinder, Tiere gehen immer", meint man wohl im Verlagswesen, "Venedig geht immer". Daher vielleicht hat der Diogenes-Verlag ein Photo eines von Palästen gesäumten venezianischen Kanals auf das Cover gesetzt, das mit dem Roman von Georges Simenon absolut nichts zu tun hat.
Ein Ehemann und Familienvater, der mit seinem bisherigen Leben zufrieden war, gerät komplett außer Kontrolle.Er fährt 2 Tage früher vom Familienurlaub in Venedig zurück nach Paris und im Zug drückt ihm Fremder einen Schließfachschlüssel in die Hand und bittet ihn, in Lausanne einen Koffer aus dem Schließfach zu holen und ihn zu einer bestimmten Person zu bringen.Justin Calmare lässt sich überrumpeln, und steht plötzlich mit dem Koffer in der Wohnung - vor einem Toten!Fluchtartig verlässt er - mit Koffer! - die Wohnung und fährt nach Paris weiter. Dort öffnet er den Koffer und finden 1,5 Millionen Franc vor.Was macht ein ganz normaler Mann mit soviel Geld, dass ihm nicht gehört, das aber niemanden geben kann und auch nirgendwo vor seiner Frau und seinen Kindern verstecken kann?Simeon schildert hier einen Mann, der sich mehr und und mehr in Lügen verstrickt, obwohl er sich mit der Abgabe des Geldes an die Polizei von allen Sorgen befreien könnte.Das Ende des Romans ist unerwartet, aber irgendwie typisch Simenon!
Wie ein Mann von seiner neuen Verantwortung überfordert wird und schließlich daran zerbricht, davon handelt dieser Roman, der bereits äußerst spannend wie ein Hitchcock-Thriller beginnt. Doch Simenon schlägt in diesem Roman eine andere Wendung ein als man zunächst vermuten könnte. Absolut lesenswert. Simenon setzt nicht auf Effekthascherei, sondern hält uns schonungslos einen Spiegel vor. Dazu verwendet er seinen knappen, ganz eigenen Schreibstil, der in der Tat süchtig machen kann.
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Letzte Aktualisierung: 22.10.2026 18:21 Uhr.