Luzies Erbe: Roman (insel taschenbuch)
Bild 1
Bild 2

Luzies Erbe: Roman (insel taschenbuch)

Hersteller: Insel Verlag  ·  MPN: 1059353
4,6/5 (5 Bewertungen)
Günstigster Preis
11,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei averdo DE Versand: k.A.
Bei 1 Anbieter im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
Bei averdo DE kaufen — 11,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A.

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Insel Verlag
EAN
9783458681113
Hersteller-Artikelnr.
1059353
Kategorie
Generationenübergreifende Belletristik
Durchschnittsbewertung
4,6 / 5 (5 Bewertungen)
Günstigster Preis
11,00 € (averdo DE)
Anbieter im Vergleich
1 Shops

Produktbeschreibung

Seit Johanne denken kann, gehören sie und ihre Familie in dem kleinen Dorf bei Bremen nicht richtig dazu. Weil ihre Großmutter Luzie Krusenbusch sich damals, mitten im Zweiten Weltkrieg, in den falschen Mann verliebt hat, in den weizenblonden Zwangsarbeiter Jurek, Johannes Großvater. Als sie fast hundertjährig stirbt, öffnet Johanne Luzies » heiligen Koffer« und geht der Liebe, dem Schmerz und dem, was während des Krieges geschah, auf den Grund ...Helga Bürster erzählt wunderbar leicht und dabei doch tief bewegend davon, wie das Schweigen eine Familie überschattet. Sie erzählt von vier Generat

Bewertungen & Erfahrungen

4,6 von 5
5 Bewertungen
5 ★ 3
4 ★ 2
3 ★ 0
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 14.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare Geschichte, die mich sofort in die Welt von Johanne und ihrer Familie entführt und mich sehr begeistert. Die Geschichte ist sehr lebendig und fesselnd, ein echtes Highlight für alle Leser.
Redaktion 14.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
alupus 12.03.2024 amazon.de
Das große Schweigen der Familie MazurDie Blechdose blieb Johanne die Antwort schuldig, so wie Luzie sie ihr schuldig geblieben war. S. 247Inhaltsangabe zu "Luzies Erbe" (übernommen)Einen Schritt vor, zwei zurück: Die fast hundertjährige Matriarchin Luzie Mazur hat sich Zeit gelassen mit dem Sterben. Doch nun ist sie doot bleeven, und hinterlässt ihrer Familie kaum mehr als einen abgewetzten Koffer voller Erinnerungen auf dem Kleiderschrank und fast ein Jahrhundert »Mazur’sches Schweigen«, das besonders ihrer Enkelin Johanne, selbst längst in ihren Fünfzigern, in den Ohren dröhnt. Es lässt ihr keine Ruhe, was damals war, als ihre junge Großmutter Luzie Krusenbusch sich in den »Fremdarbeiter« Jurek verliebt hat. Johanne will endlich Frieden machen mit der Geschichte ihrer Familie und dem bis in die Gegenwart andauernden Getuschel der Leute im Dorf. Und sie will mehr über »ihn« erfahren, Luzies große Liebe Jurek, eine Liebe, die nicht sein durfte, weil da ein Krieg wütete, der der Liebe einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen wollte. Helga Bürster erzählt wunderbar leicht und dabei doch tief bewegend davon, wie ein Schicksal die Jahrzehnte überdauert, wie das Schweigen über die Vergangenheit eine Familie überschattet. Sie erzählt von vier Generationen starker Frauen – und davon, dass es für Versöhnung nie zu spät ist.Meine Meinung:Luzies Erbe ist die Geschichte von Luzie Krusenbusch aus dem Emsland und Jurek, einem Zwangsarbeiter aus Polen. Das Buch beginnt in der Gegenwart mit dem Tod der fast 100jährigen Luzie.Das Buch spielt während des zweiten Weltkrieges. Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich ab und sind gut aufeinander abgestimmt. Die einzelnen Platteinlagen verleihen dem Buch eine gewisse Authentizität und lassen sich gut verstehen, auch wenn ich kein Kind des Nordens bin. Wenn man bedenkt, dass Helga Bürster in diesem Buch ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet hat, liest man das Buch mit einer ganz anderen Einstellung.Luzie ist als junge Frau mit August verlobt. Er ist in den Krieg gezogen und lässt nichts von sich hören. Sie ist bei einem Bauern, der sehr menschliche Züge hat und kein Narzisst ist, in Lohn und Brot. Dort lernt sie Jurek, den Zwangsarbeiter, kennen und lieben. Der Bauer und auch Luzies Vater halten die schützende Hand über die Beiden. Sie bekommen zwei Kinder, was als Rassenschande gilt, Thea und Helene. Nach dem Krieg heiraten Luzie und Jurek und er arbeitet bei den Engländern in Delmenhorst und kommt jedes Wochenende nach Hause. Doch eines Tages kommt Jurek nicht mehr. Was ist passiert? Danach wird darüber das Mazursche-Schweigen verhängt und noch Generationen später leiden sie darunter. Auch, nach dem Krieg hört das Getuschel der Leute im Dorf nicht auf.Nach Luzies Tod will Johanne endlich die Wahrheit wissen und macht sich auf die Suche.Helga Bürster hat mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil, trotz des Ernstes des Themas, mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Buch selber ist mit einer gewissen Traurigkeit durchzogen und so manche Zeile ist mir sehr zu Herzen gegangen. Das Buch selber lässt sich gut lesen, aber man sollte es langsam lesen, denn sonst überliest man wichtige Aussagen.Wenn man dieses Buch liest merkt man, wie schwierig es ist, mit einer totgeschwiegenen Vergangenheit zu leben.Fazit: Ein hervorragendes Buch, welches mich sehr berührt hat und sehr zu Herzen gegangen ist. Zwar sind in meinen Augen einige Punkte nicht geklärt, aber das wird der Autorin Helga Bürster bestimmt auch so ergangen sein.
Brandt 12.03.2024 amazon.de
Die enkelin versucht das Leben ihrer hochaltrig verstorbenen Großmutter aufzuarbeiten. Es geht dabei um eine Liebe zu einem Fremdarbeiter aus Polen namens Jurik. Beide sind auf einem Bauernhof zwangsverflichtet. Die Menschen aus dem Osten gelten als Untermenschen. Ihre Unterbringung ist menschenunwürdig. Ihr Wohl und Wehe hängt davon ab, ob der Mensch für den sie arbeiten müssen, gut zu ihnen ist oder sie entsprechend der nationalsozialistischen Lesart traktiert. Beide sind jung, verliebt und bekommen erst ein dann noch ein Kind. Im Rückblick fragt sich die Enkelin, wie konnten sie diese Zeiten, in denen im Dorf der eine dem anderen nicht traute, überleben. Wie war es möglich, dass sie nicht angezeigt worden. Zumal man in diesen Zeiten schon für kleinere Dinge den Tod finden konnte. Die Großmutter hatte geschwiegen. Nach dem Krieg verbricht die Beziehung. Der polnische Vater verlässt die Familie und das Dorf. Gründe für die persönlichen Verstrickungen erfährt man nicht. Als ein Motiv wird angedeutet die Rückkehr des totgeglaubten Verlobten August. Zeitlebens empfinden sich die Großmutter und ihre Töchter als Außenstehende der Dorfgemeinschaft. Über das Vergangene folgt nie eine Aussprache sondern senkt sich ein Schweigen.Diese Lebensgeschichte steht beispielhaft für viele ähnliche Schicksale der Kriegs- und Nachkriegszeit.
Booklove15_11 12.03.2024 amazon.de
Als Luzie Mazur mit fast 100 Jahren im Kreis ihre Tochter Thea und ihre Enkelin Johanne friedlich auf ihrem Bett stirbt, hinterlässt sie ihrer Familie kaum mehr als einen abgewetzten Koffer voller Erinnerungen. Einen Koffer, der fast ein Jahrhundert auf dem Kleiderschrank steht und keine berühren durfte. In der Familie Mazur wurde nicht viel geredet, besonders über die Vergangenheit nicht. Denn Luzie hat sich damals, mitten im Zweiten Weltkrieg in den „falschen“ Mann, in den Zwangsarbeiter Jurek verliebt. Seitdem gehören die Familie Mazur in dem kleinen Dorf bei Bremen nicht richtig dazu, wo bis heute andauernden Getuschel der Dorfmitbewohner die Frauen keine Ruhe lässt. Johanne, selbst längst in ihren fünfzigern, möchte endlich Frieden mit der Geschichte schließen und macht sie den Heiligen Koffer von Luzie auf. Dabei stößt sie auf eine große Liebe, eine Liebe nicht sein durfte weil da ein Krieg wütete. Eine Liebe die gesamte Familie einen Strich durch die Rechnung machen wollte...Eine wunderschöne, tief ergreifende vor allem eine wahre Geschichte, die ich stellenweise mit Gänsehaut gelesen hab. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte von ihren Großeltern, lässt die Leser mit den echten Feldbriefen auf eigenen Familiengeschichte hineinzublicken. Ruhig, liebevoll vielleicht etwas distanziert aber sehr gefühlvoll berichtet sie über die grauenhaften Zweiten Weltkrieg, über die Not und Hunger, über Zwangsarbeiter und besonders über die Liebe zwischen verschiedenen Nationalitäten, die damals Verboten war. Ich habe mit Luzie gelitten, verhungert, geweint und geliebt... Wie sie mit einem Baby, ohne jegliche Hilfe und kaum Geld gelebt hat, hat mich als Mutter total mitgenommen.Obwohl mir das Buch äußerst gefallen hat, habe ich trotzdem ein Stern abzug, und zwar wegen den vielen plattdeutschen Begriffen. Ich bin selbst eine Norddeutsche und mein Vorteil beim Lesen war: Ich kann Plattdeutsch Lesen und Verstehen, aber sogar ich hatte meine Probleme mit einigen Wörtern. Für die Leser von anderen Bundesländern, denke ich, wird der Schreibstil eine Herausforderung. Nichts des trotzt ist es eine Geschichte, die mich begeistern konnte, und ich die gesamte Familie nicht so einfach vergessen würde.
Preisvergleich
1 Angebot gefunden

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.

Weitere Produkte von Insel Verlag
Weitere Produkte in „Generationenübergreifende Belletristik"
Alle in Kategorie →